08.05.2019

Ab 9. Mai in deutschen Kinos "Glam Girls": Anne Hathaway geht auf exquisite Beutetour

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Von den Männern dieser Welt enttäuscht verbündet sich Tollpatsch Penny (Rebel Wilson, r.) mit der hochklassigen Trickbetrügerin Josephine (Anne Hathaway, l.)

Foto: © 2018 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.

Von den Männern dieser Welt enttäuscht verbündet sich Tollpatsch Penny (Rebel Wilson, r.) mit der hochklassigen Trickbetrügerin Josephine (Anne Hathaway, l.)

Oscar-Gewinnerin Anne Hathaway (36) hat in ihrer Karriere schon viele Rollen gespielt. Fans von RomComs kennen sie unter anderem aus "Plötzlich Prinzessin" (2001). Probleme mit einer fiesen Meryl Streep (69) bekam sie in "Der Teufel trägt Prada" (2006). Zuletzt entpuppte sie sich in "Ocean's 8" (2018) als gewiefte Banditin an der Seite des Gangster-Squads rund um Sandra Bullock (54) und Cate Blanchett (49). Am Langfingertum scheint sie Gefallen gefunden zu haben: In ihrem neuen Film "Glam Girls - Hinreißend verdorben", der am 9. Mai in den deutschen Kinos anläuft, wird Anne Hathaway erneut als elegante Diebin von riesigen Klunkern angezogen.

Edelbetrug in Südfrankreich

Nach einem misslungenen Trickbetrug reist Kleinganovin Penny (Rebel Wilson) an die französische Côte d'Azur auf der Suche nach Geld, Geld und noch mehr Geld. Dabei trifft sie zufällig auf Josephine (Anne Hathaway), eine professionelle Betrügerin der Oberklasse. Josephine fühlt sich durch Pennys unkultiviertes Verhalten bedroht - also beschließt die Profi-Diebin ihre neue "Freundin" unter ihre Fittiche zu nehmen, um gemeinsam auf Millionärsjagd zu gehen. Auf dem Lehrplan stehen nun Tango statt Twerken und Champagner öffnen statt einem Fass Bier. Doch nach einiger Nachhilfe in Sachen Trickbetrug bleibt auch ein Machtwettkampf der "Glam Girls" nicht aus...

Frischer Wind im Kinosessel

Nach den eher mäßigen Erfolgen weiblicher Film-Versionen von "Ghostbusters" (2006) und "Ocean's 8" (2018) hat "Glam Girls - Hinreißend verdorben" als erneutes Remake des Films "Zwei erfolgreiche Verführer" aus dem Jahr 1964 mit Marlon Brando (1924-2004) und David Niven (1910-1983) zunächst einen schweren Stand. Doch wenn man sich erst einmal von all den Stigmen gelöst hat, kann der Film von Regisseur Chris Addison (47) wirklich Spaß machen.

Gegensätze ziehen sich an

Während Rebel Wilson als tollpatschige Möchtegern-Gaunerin immer ein wenig "over-the-top" agiert und so an ihr Ex-Alter-Ego "Fat Amy" aus "Pitch Perfect" (2012) erinnert, beeindruckt Anne Hathaway mit ihrer überspitzten Art. Ihre Josephine hat zwar noch einen exquisiten Geschmack für Mode und Architektur, aber den Spaß am eigentlichen Spiel verloren, den sie erst wieder durch Penny lernt. Ihr übertriebenes Upper-Class-Gehabe passt in diesem Fall wie die Faust aufs Auge und ist ein schönes Gegengewicht zu Wilsons Art. Als ungleiches Duo Infernale tragen die beiden Ganovinnen den charmanten Film immer mit einem Augenzwinkern.

Durch das coole Paar, funkelnde Klunker, umwerfende Mode und die verheißungsvolle Meeresbrise Südfrankreichs ist man auch nach einigen typischen, teilweise plumpen Szenen der Feelgood-Komödie milde gestimmt. Auch das ziemlich runter gebrochene Finale verzeiht man dem Film dann nur allzu gerne. Bei all der Frauenpower geraten die Herren der Schöpfung tatsächlich in den Hintergrund, auch wenn Nebendarsteller Alex Sharp (30) mit einigen Überraschungen aufwarten darf. Alle anderen Männer werden tatsächlich nur zum Instrument degradiert, möglichst rasch an möglichst viel Geld zu kommen - ganz nach dem Motto "Dreistigkeit siegt".

Fazit

Mit der Story von "Glam Girls - Hinreißend verdorben" ist das Rad nicht neu erfunden worden. Die klassische Feelgood-Komödie ist wie geschaffen für einen Besuch mit der Mädelsclique, um danach den gemeinsamen Sommerurlaub in Frankreich bei ganz viel Hugo zu begießen. "Glam Girls - Hinreißend verdorben" sorgt trotzdem mit extra viel Witz, Mode, großartigem Cast und findiger Gaunerei für einen kurzweiligen Vorsommerspaß.

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