24.04.2019 - 13:36

RTL2-Doku "Armes Deutschland" Muss Hartz-IV-Alex wegen seiner Schulden ins Gefängnis?

Von

Hartz-IV-Alex aus dem RTL 2-Doku-Format "Armes Deutschland" hat jetzt ernste Probleme. Droht dem jungen Familienvater (hier mit Frau Maria) jetzt der Knast?

Foto: RTL II

Hartz-IV-Alex aus dem RTL 2-Doku-Format "Armes Deutschland" hat jetzt ernste Probleme. Droht dem jungen Familienvater (hier mit Frau Maria) jetzt der Knast?

Neues von Hartz-IV-Alex aus der RTL2-Doku "Armes Deutschland": Alex droht eine Anzeige wegen Eingehungsbetruges und mindestens drei Monate Knast.

In der Sozialdoku "Armes Deutschland – stempeln oder abrackern" begleitet RTL2 Hartz-IV-Empfänger Alex. Der 23-Jährige kommt zusammen mit seiner Frau Maria (23) auf 1500 Euro im Monat, Kindergeld für die drei gemeinsamen Kinder schon inklusive.

Arbeiten wollen beide nicht. Immerhin sind beide Vollzeiteltern und haben aus ihrer Sicht damit schon genug zu tun. "Ich hab den schwierigsten Job, den es gibt auf der Welt – Muttersein", meint Maria. Das Problem: Inzwischen ist Alex so hoch verschuldet, dass er nicht nur vom Jobcenter sanktioniert wurde, ihm droht nun auch eine Gefängnisstrafe.

Sanktionen vom Jobcenter

Alex hat bereits über 95.000 Euro Schulden. Mit einem Job könnte er beginnen, diese abzubauen, doch arbeiten kommt für den Familienvater nicht infrage. Das Schreiben von Bewerbungen erspart er sich. Denn: "Den ganzen Tag weg sein für weniger als jetzt, für 8,50 Euro die Stunde geh' ich nicht arbeiten." Außerdem stehe er halt nicht gern früh auf.

"Ich möchte mich nicht bewerben. Ich möchte auch nicht arbeiten gehe gerade. Und ich werde auch nicht arbeiten", erklärt Alex, der weder einen Schulabschluss, noch eine Ausbildung hat. Das Jobcenter reagiert auf seine Weigerung mit Sanktionen, behielt seinen gesamten Hartz-IV-Satz, die Miete und das Stromgeld ein. Die nächsten Monate muss die Familie daher mit dem Kindergeld und Marias Hartz-IV-Satz auskommen.

Mögliche Anzeige wegen Eingehungsbetruges

Damit nicht genug, steht eine wichtige Zahlung aus, kann Alex diese nicht begleichen, drohen ihm mindestens drei Monate Gefängnis.

Der 23-Jährige sucht Hilfe bei einem Schuldenberater, der übrigens von Steuergeldern bezahlt wird. Doch der kann nur bestätigen, in welcher fatalen Lage sich Alex befindet: Da er sich immer wieder neue Dinge gekauft hat, obwohl er wusste, dass er sie nicht bezahlen kann, könnte er wegen vorsätzlichem Eingehungsbetrug angeklagt werden.

Dann drohen mindestens drei Monate Gefängnis. Da die Familie unter Beaufsichtigung des Jugendamtes steht, müssten Maria und die Kinder ins Frauenhaus. Von Motivation, sich unter diesen Umständen einen Job zu suchen, um die Schulden zu begleichen, keine Spur. Stattdessen möchte Alex nun das Jobcenter verklagen – den Anwalt dafür zahlt auch der Steuerzahler – und konstatiert: "Wieso sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, mit Geldern vom Staat gegen den Staat vorzugehen?"

Eigentlich wollte Alex die Schulden durch eine Privatinsolvenz abbauen. Dafür braucht er einen Job. Am Ende gibt es nur zwei Optionen: Entweder sucht er sich einen Job oder er landet hinter Gittern.

__________________________

In der TV-Doku "Hartz und herzlich" wird der Alltag von Menschen gezeigt, die mit Hartz IV zurechtkommen müssen. Darunter ist Dagmar: die 65-Jährige steht kurz vor der Rente. Weil die wohl nicht reichen wird, muss sie dazuverdienen. Und siehe da: zwei Jobs tun sich für sie auf!

Weitere Artikel zu den beliebtesten TV-Sendungen finden Sie auf unserer Themenseite.

Halloween alles rund um das Gruselfest

Halloween alles rund um das Gruselfest

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe