12.04.2019

Der Sänger im Interview "Pur"-Frontmann Hartmut Engler: Ich liebe es, auf dem Sofa zu lümmeln

Hartmut Engler in seinem Element: Wenn der Musiker erst auf der Bühne steht, will er nicht mehr runter. Hier bei der Goldenen Kamera 2019.

Foto: EVENTPRESS/GOLDENE KAMERA

Hartmut Engler in seinem Element: Wenn der Musiker erst auf der Bühne steht, will er nicht mehr runter. Hier bei der Goldenen Kamera 2019.

Hartmut Engler feierte mit seiner Band "Pur" in den 90er-Jahren riesige Erfolge. Jetzt erhielt die Band die "Goldene Kamera". Im Interview spricht der Frontmann über die Auszeichnung, seine OP und Komfortzonen.

Wer kennt sie nicht, die großen "Pur"-Hits "Lena", "Hör gut zu" oder "Abenteuerland". Frontmann der Erfolgs-Band ist Hartmut Engler, der jetzt gestand, auch ganz gerne mal auf dem heimischen Sofa zu faulenzen...

... aber vorher ging's erstmal zur "Goldenen Kamera"! Mit dem Preis der Funke Mediengruppe (zu der auch BILD der FRAU gehört) wurden die Musiker von "Pur" Anfang April bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet. Im Vorfeld sprach Frontmann Hartmut Engler im Interview mit BILD der FRAU über die Auszeichnung, seine OP und Komfortzonen.

BILD der FRAU im Interview mit "Pur"-Frontmann Hartmut Engler

BILD der FRAU: Lieber Hartmut Engler, herzlichen Glückwunsch! Ihre Band bekommt nach 1996 erneut die "Goldene Kamera" in der Kategorie "Beste Musik National".

Hartmut Engler: Ja, darüber freue ich mich sehr. Das ist für uns etwas Besonderes, weil es kein ausgewiesener Musikpreis ist. Dass wir nach so vielen Jahren noch einmal die "Goldene Kamera" gewinnen, macht uns alle sehr glücklich. Eine große Ehre.

Werden Sie denn fit sein auf der Bühne? Sie hatten einen Bandscheibenvorfall...

Wird täglich besser. Ich erhole mich gerade noch von meiner OP. Ich hatte einen relativ heftigen Bandscheibenvorfall. Jetzt mache ich täglich Übungen, damit ich im Juni wieder auf der Bühne rumspringen kann. Sieht gut aus.

Mit Ihrem 16. "Pur"-Album gehen Sie ab Sommer auf Tour. Wie fühlt sich das an, wenn man gerade noch gemütlich auf dem Sofa sitzt und weiß, dass man bald wieder vor Tausenden Menschen auftritt?

(Lacht.) Das ist immer ein kleiner Schock. Manchmal habe ich durchaus Momente, da lümmel ich mich aufs Sofa und denke: Ach, so könnte es jetzt auch weitergehen. Ich mag es, mein Zuhause zur Friedens- und Entspannungszone zu erklären (lacht). Aber ich liebe es auch, auf der Bühne zu stehen und mich dieser Herausforderung zu stellen. Das ist für mich wie Bungee-Jumping.

Darum beneidet er seinen älteren Bruder

Sie brauchen also beide Welten?

Natürlich, man wächst daran. Das Dümmste ist, seine Komfortzone nicht mehr zu verlassen. So verlockend das ist.

Könnten Sie sich denn für die Zukunft ein Leben als Stubenhocker vorstellen?

Ich habe sehr viel gemein mit meinem älteren Bruder. Der ist inzwischen pensioniert und verbringt täglich gefühlt zehn Stunden mit Lesen. Darum beneide ich ihn manchmal schon sehr (lacht).

Ganz spontan: Wie heißt Ihr Lieblingsbuch?

"Das weise Herz" von John Kornfield. Das habe ich auf Reisen immer dabei. Wenn ich darin lese, tropft der Stress sofort an mir ab.

Das sagt er zu den Hochzeits-Gerüchten

Sie sind seit zehn Jahren mit Ihrer Freundin zusammen. Es gab Gerüchte, Sie hätten heimlich geheiratet. Ist was dran?

Nein (lacht). Daraus würde ich auch kein Geheimnis machen. Außerdem würde ich dann einen anderen Ring tragen. Für uns war es bislang einfach nicht wichtig. Das mag daran liegen, dass ich es schon zweimal probiert habe und meine Freundin ein bisschen Angst davor hat.

Apropos Familie: Wie ist eigentlich das Verhältnis zu Ihren Söhnen Philip (22) und Felix (20)?

Es ist schön, zwei inzwischen erwachsene Männer an der Seite zu haben. Die besuchen mich immer auf der Tournee und sind – glaube ich – auch stolz auf ihren Papa.

Haben Sie Männerrituale?

Mit Felix schaue ich mir regelmäßig Champions-League-Spiele an. Philip mag es, wenn ich ihn zu einem guten Essen einlade. Es sind beide prächtige Jungs, mein ganzer Stolz.

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Erst kürzlich wurde berichtet, dass "Pur"-Sänger Hartmut Engler unter den Folgen einer Bandscheiben-Operation leidet: sein linker Fuß sei seit längerer Zeit taub.

Vor rund einem halben Jahr haben "Pur" ihr Album "Zwischen den Welten" auf den Markt gebracht. Im Interview sprach Hartmut Engler damals über seine Karriere, seine frühere Lebenskrise und den Buddhismus.

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