25.03.2019

Tamme Hankens (✝56) Pferd tot Starb Jumper an den Folgen eines Giftanschlags?

Carmen Hanken und Jumper. Der Schimmel des verstorbenen "Knochenbrechers" Tamme Hanken ist tot – die Witwe vermutet, ein Giftanschlag war der Grund.

Foto: picture alliance / Carmen Jasper

Carmen Hanken und Jumper. Der Schimmel des verstorbenen "Knochenbrechers" Tamme Hanken ist tot – die Witwe vermutet, ein Giftanschlag war der Grund.

Jumper, der Schimmel von Tamme Hanken (✝56), ist gestorben. Carmen, die Witwe des "Pferdeflüsterers", vermutet, dass ein Giftanschlag, der vor Jahren auf das Pferd verübt wurde, der Grund ist.

Vor wenigen Tagen verkündete die Witwe des 2016 verstorbenen Tamme Hanken, dass ihr Pferd Jumper tot ist. Der Schimmel gehörte zu den Lieblingstieren des "Pferdeflüsterers", auf Facebook nahm die 59-Jährige bewegend Abschied von ihrem geliebten Schimmel. Jetzt mutmaßt Carmen Hanken, dass Jumper einem Giftanschlag erlegen sei.

Carmen Hanken: Wurde Jumper Opfer eines Giftanschlags?

Der "Ostfriesen-Zeitung" gegenüber sagte Carmen Hanken jetzt in einem Interview, Jumper sei es schon länger schlecht gegangen, sein Zustand habe sich in den Tagen vor seinem Tod aber dramatisch verschlechtert: "Er hatte keinen Mut mehr, er lag in seiner Box und wollte nicht mehr aufstehen", wird sie zitiert. 200 Kilo habe das Pferd in relativ kurzer Zeit verloren.

Die Witwe von Tamme Hanken vermutet, dass ein länger zurückliegender Giftanschlag Schuld am dramatischen Verfall des Schimmels sei. Was war geschehen? 2012 hatten Unbekannte in das Futter für Jumper Ahornsamen untergemischt. Jumper sei daraufhin schwer erkrankt und habe sich von der Vergiftung nie ganz erholt. Immer wieder habe das Pferd mit Erkrankungen zu kämpfen gehabt, die mutmaßlich Folgeerscheinungen der Vergiftung waren. Zuletzt habe er darunter sehr gelitten.

Nach dem Giftanschlag auf seinen Hengst Jumper sagte Tamme Hanken damals einem Redakteur der "Kreiszeitung Wochenblatt": "Den Anschlag haben wahrscheinlich Menschen verübt, die sich über meine Arbeit oder Einstellung zu manchen Dingen ärgern. Ich finde es traurig, dass sie ihren Ärger an Jumper statt an mir ausgelassen haben."

Die Atypische Weidemyopathie: Tödliche Krankheit für Pferde

Es ist noch nicht ganz geklärt, aber mit großer Wahrscheinlichkeit ist der Samen des Berg- und Eschenahorns Auslöser der Atypischen Weidemyopathie – eine Muskelerkrankung mit meist tödlichen Folgen, die insbesondere das vegetative Nervensystem, Rückenmark und Stammhirn der Pferde befällt. Diese Ahornarten enthalten das hochtoxische Nervengift Hypoglycin A, das lebensnotwendige Enzyme im Organismus des Pferdes hemmt.

Wie das Online-Magazin "Natural Horse Care" berichtet, sterben nach heutiger Erkenntnis mehr als 80 Prozent der Pferde, die diesen Samen des europäischen Bergahorns über das Futter aufgenommen haben. Erkrankte Pferde sind oft apathisch, haben häufig einen steifen Gang, zittern, schwitzen stark und können nur erschwert atmen. Später folgt ein taumelnder Gang bis hin zu kompletten Bewegungslosigkeit.

Jumper wurde vermutlich eingeschläfert

Woran Jumper gestorben ist, hat Carmen Hanken nicht explizit geschrieben – es scheint aber so, als sei er eingeschläfert worden: "Jumper, nun musste ich doch eine schwere Entscheidung für mich und für alle Deine Fans – zu Hause und in vielen Teilen Deutschlands – fällen (...) du hattest es zum Schluss nicht verdient, leiden zu müssen...Du wolltest nicht kämpfen, das habe ich, das haben wir respektiert."

"Jumper ist heute über die Regenbogenbrücke gegangen. Nun ist er auf dem Weg zu seinem Seelenverwandten Tamme", sind Carmen Hankens Abschiedsworte an das geliebte Pferd. Lesen Sie hier mehr darüber, wie rührend Carmen Hanken auf Facebook von Jumper Abschied nahm.

Tamme Hanken wurde durch die Sendung "Der XXL-Ostfriese" einem breiten Publikum bekannt. Seit seinem Tod im Jahr 2016 führt seine Witwe Carmen Hanken den Hankenhof in Filsum alleine weiter.

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Rührende Geste: Zu Tamme Hankens vergangenen Geburtstag hatte seine Frau Carmen einen emotionalen Brief an ihn veröffentlicht.

Die Sprache der Pferde zu verstehen, da gehört schon einiges dazu. Tamme Hanken konnte das, seine Frau Carmen ist darin ebenfalls richtig gut – und sie wird sicherlich auch in Zukunft auf dem Hankenhof noch vielen Tieren und Menschen weiterhelfen. Auch in liebevollem Gedenken an ihren Mann.

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