07.03.2019 - 16:31

Bares für Rares-Star Horst Lichter: Mich kann sogar ein Stau happy machen

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Die Popularität von Horst Lichter in Deutschland ist ungebrochen. Woran das liegt? Wir gehen dem Mysterium im Interview nach...

Foto: imago/Future Image

Die Popularität von Horst Lichter in Deutschland ist ungebrochen. Woran das liegt? Wir gehen dem Mysterium im Interview nach...

Horst im Glück! Ob seine Trödel-Sendung "Bares für Rares" oder sein neues Bühnenprogramm: Für ihn stehen die Menschen in ganz Deutschland Schlange. Der Mann ist einfach gut.

Horst Lichter ist gelernter Koch, aber heute vor allem als Moderator der Trödel-Show "Bares für Rares" auf ZDF in den Köpfen der Zuschauer verankert. Der 1962 in Nettesheim geborene Etertainer ist bekannt für seinen auffälligen Schnurrbart, samt Glatze und Brille. Privat ist Lichter seit 1997 glücklich vergeben an Nada Sosinka, die er 2009 heiratete. Aus erster Ehe stammen die Kinder Janina (29) und Christopher (33). Im BILD der FRAU Interview sprach Horst Lichter über sein neues Bühnenprogramm "Herr Lichter sucht das Glück", seiner Vorstellung von Glück und was ihn bei "Bares für Rares" bewegt...

Horst Lichter über "Herr Lichter sucht das Glück"

BILD der FRAU: Ihr Programm heißt "Herr Lichter sucht das Glück". Muss man es suchen?

Horst Lichter: Eigentlich nicht. Aber die Menschen haben den Blick fürs Glück verloren. Die meisten merken gar nicht mehr, wie glücklich sie sind.

Wo finden Sie das Glück?

Zum Beispiel morgens, wenn ich im Stau stehe und es schaffe, nicht das übliche Feuerwerk an Beschimpfungen loszulassen. Sondern mal rechts, mal links rübergucke und grüße – da kommt das Glück, in Form eines Lächelns, ganz unverhofft vorbei.

Trotzdem sind wir ja alle oft in Stressmomenten gefangen. Wie kommt man da raus?

Ich hab meine Lebenserfahrung auf der Haben-Seite. Wenn man etwas älter ist, dann merkt man auf einmal, was schön ist, weil man auch etwas demütiger wird.

So empfindet Horst Lichter Arbeit und Privatleben

Ganz anderes Thema: Sie kochen gar nicht mehr!

Ja – selbst zu Hause steht meine Frau zu 99 Prozent am Herd.

Herrlich. Dafür sind Sie jetzt erfolgreicher Entertainer.

Das Wort ist mir zu groß. Thomas Gottschalk und Günther Jauch, das sind Entertainer. Ich bin Geschichtenerzähler. Deshalb höre ich auch gern, was andere zu erzählen haben.

Fühlen Sie sich manchmal zu sehr in Beschlag genommen?

Och, nein. Aber ich baue mir so kleine Momente, die nur mir gehören: Meine Insel ist mein Motorrad.

Sie haben gesagt, Sie würden gern noch mal eine Ausbildung machen...

Ja, zum Schreiner oder Mechaniker. Aber noch hat man mir keine Lehrstelle angeboten. Die Leute nehmen es einfach nicht ernst.

Horst Lichter über seine Zukunft bei "Bares für Rares"

Herr Lichter, "Bares für Rares" bleiben Sie aber bitte treu!

Absolut. Da bleib ich am Ball.

Macht es Sie manchmal traurig, was für Schätze die Menschen verkaufen?

Ja, schon. Aber ich verstehe die Menschen: Manchmal muss man sich von Erbstücken trennen, weil man nichts damit anfangen kann oder dringend Geld braucht. Ich bin da anders, ein Sammler vor dem Herrn. Als Experte darf ich in der Sendung nichts kaufen. Aber wenn ein Deal gemacht ist und das Stück beim Händler – dann kann ich es ihm später abkaufen.

Ihre Frau hat Ihnen vermutlich schon Einkaufsverbot erteilt?

(lacht) Ja, längst. Und Nada ist so beliebt bei den Experten und Händlern – die würden mich sofort verpetzen.

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Damals wäre es fast gar nicht dazu gekommen, dass Horst Lichter "Bares für Rares" moderiert. Das waren die bisher teuersten Schätze bei "Bares für Rares".

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