15.02.2019

Schauspieler im Interview Heiner Lauterbach: Für soziale Medien bin ich zu altmodisch

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Mit Viktoria hat Heiner Lauterbach die große Liebe gefunden – und eine Expertin in Sachen soziale Medien. Mehr dazu im Interview.

Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Mit Viktoria hat Heiner Lauterbach die große Liebe gefunden – und eine Expertin in Sachen soziale Medien. Mehr dazu im Interview.

Ein bisschen kürzertreten? Kommt für ihn gar nicht infrage: Heiner Lauterbach ist immer in Bewegung. Lesen Sie im Interview, welche neuen Projekte geplant sind und wie der Schauspieler soziale Medien nutzt.

Der 65-Jährige ist gerade mit zwei Filmen im Kino zu sehen – und das war noch längst nicht alles für 2019. Im Interview spricht Heiner Lauterbach über seine neuen Filme, soziale Medien – und welche Rolle seine Frau dabei spielt.

Heiner Lauterbach über soziale Medien

BILD der FRAU: Im neuen "Immenhof"-Film besitzen Sie ein Pferdegestüt. Sind Sie privat auch Pferde-Fan?

Heiner Lauterbach: Erste Frage und gleich muss ich was beichten (lacht). Nein, bin ich überhaupt nicht. Aber im Laufe meines langen Lebens blieb es natürlich nicht aus, dass ich auch mal reiten musste. Nicht nur für Filme, sondern auch mal privat mit meinen Kindern. Der neue "Immenhof" ist sehr modern, auch soziale Medien wie Twitter werden darin thematisiert.

Wie sieht's bei Ihnen mit der Nutzung sozialer Medien aus?

Ja, ich bin auf Facebook und Instagram.

Aber?

Ich verrate Ihnen mal was: Ehrlich gesagt verliere ich manchmal den Überblick, was ich alles so an Apps und anderem unnützem Schnickschnack auf meinem Smartphone habe. Ich tue mich da wirklich schwer. Aber meine Frau hat einen guten Überblick in diesen Dingen und hilft mir dann.

Warum tun Sie sich so schwer mit der "neuen Welt"?

Ich bin da altmodisch: Ich finde das persönliche Gespräch viel interessanter, als mich im Internet auf Facebook & Co. einer breiten Masse, die ich ja gar nicht kenne, zu offenbaren. Das Internet ist mir viel zu anonym! Trotzdem versuche ich, mich den Dingen nicht komplett zu verschließen. Meine Frau und meine Kinder halten mich da auf dem Laufenden.

Heiner Lauterbach über seinen neuen Film

Ganz anderes Thema: Aktuell sind Sie auch mit "Kalte Füße" im Kino, spielen Raimund, der nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr sprechen kann.

Das war richtig spannend. Mein ganzes Spiel hing von meiner Mimik ab. Ich durfte nur meine Augen bewegen, die anderen Muskeln im Gesicht nicht. Aber genau das hat mich gereizt. Ich mag es, immer mal wieder etwas Neues zu spielen.

Sie brauchen solche Herausforderungen?

Ich brauche vor allem Abwechslung, damit mir nicht langweilig wird. Ich habe im letzten Jahr fünf Kinofilme und zwei Fernsehfilme gedreht. Jetzt spiele ich bis Mitte April Theater, danach drehe ich wieder.

Ganz ohne Pause dazwischen?

Kaum. Aber keine Sorge, ich komme schon zu meiner Freizeit. Ein ganzes Jahr durcharbeiten, das mache auch ich nicht (lacht).

Der erfolgreiche Schauspieler Heiner Lauterbach tut sich schwer damit, sich in den sozialen Medien einer breiten Masse zu offenbaren. Seine Kollegin Maria Furtwängler geht noch einen Schritt weiter. Sie hat mit ihrer Stiftung MaLisa eine Studie über das Frauenbild in sozialen Medien erstellt und kritisiert öffentlich das dort verbreitete, tradierte Frauenbild. Maria Furtwängler behauptet: Von Mädchen wollen alle nur das perfekte Bild sehen.

Mehr über deutsche Schauspieler und interessante Artikel rund um TV-Sendungen finden Sie auf unserer Themenseite.

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