25.01.2019 - 15:07

Im Interview Helmut Zierl: Ich war ein großer Chaot

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Helmut Zierl spricht im Interview über seine Rolle in "Die Inselärztin" und verrät, wie chaotisch es bei ihm manchmal zugeht...

Foto: Christian Augustin/Getty Images

Helmut Zierl spricht im Interview über seine Rolle in "Die Inselärztin" und verrät, wie chaotisch es bei ihm manchmal zugeht...

Helmut Zierl lebt momentan im Paradies – zumindest im Job – und setzt sich dort mit seiner chaotischen Vergangenheit auseinander. Lesen Sie mehr im Interview mit BILD der FRAU.

Im Job beschäftigt sich der 64-Jährige gerade mit dem Paradies, privat arbeitet Helmut Zierl seine "dunkle" Vergangenheit auf und wagt im Interview mit BILD der FRAU eine kleine Lebensbeichte.

Helmut Zierl spricht über "Die Inselärztin"

BILD der FRAU: Lieber Herr Zierl, Sie sind ein echter Glückspilz! Sie standen für "Die Inselärztin" auf Mauritius vor der Kamera

Helmut Zierl: Es ist wirklich wunderschön dort. Das einzige Problem: In meiner Rolle als Hoteldirektor muss ich immer Anzug mit Weste und Krawatte tragen. Und es ist dort ja so warm und schwül (grinst). Ich weiß, das nennt man Jammern auf hohem Niveau.

Also: Sie haben die sechs Wochen dort schon genossen, oder?

Absolut! Ich schreibe gerade ein Buch. Ich hatte dort das beste Büro mit Blick auf Meer und Pool.

Davon handelt sein neues Buch

Über was schreiben Sie?

Über drei Monate meines Lebens. Eine Geschichte, die mir keiner glaubt. Ich war ein großer Chaot und bin mit 16 Jahren von der Schule geflogen und dann von zu Hause abgehauen. Ich bin dann, 1971, drei Monate durch Belgien und Holland getrampt und habe unfassbare Dinge erlebt!

Welche denn?

Ich war auf Sinnsuche, wurde von einem Pastor aufgenommen, habe mit ihm über Gott und die Welt diskutiert. Ich habe als Roadie für ein Festival gearbeitet, habe natürlich auch Drogen ausprobiert.

Ist ja 'ne echte Lebensbeichte. Weswegen sind Sie denn von der Schule geflogen?

Weil ich auf dem Raucherklo Haschisch verkauft habe und verpfiffen wurde. Na ja, Geschichte. Ist ja lange her.

So denkt er über seine Familie

Wie liberal waren Sie denn dann später als Vater? Hatten Sie immer ein gutes Verhältnis zu Ihren drei Söhnen?

Wir sind beste Freunde! Aber natürlich gab es auch mal Situationen, in denen ich auf den Tisch gehauen habe. Einer meiner Söhne ist ohne Führerschein mit 16 Auto gefahren. Das war Mist!

Ich bin aber nicht ausgeflippt, sondern habe ihm erklärt: Du wärst dein Leben lang nicht mehr glücklich geworden, wenn etwas passiert wäre. Ich habe immer versucht, an den Verstand meiner Söhne zu appellieren.

Sehen Sie sich noch oft?

Ich wohne mit meinem jüngsten Sohn Leander zusammen, und Valentin wohnt auch nur 500 Meter von uns entfernt. Nur meinen großen Sohn Alessio sehe ich selten, der arbeitet in China. Alessio ist jetzt 36.

Hat er Sie auch schon zum Opa gemacht?

Nein, noch nicht! Ich habe ja selbst relativ spät geheiratet und Kinder bekommen. Also habe ich meinen Söhnen geraten: Lasst euch Zeit mit Ehe und Kindern. Guckt euch das Leben erst einmal an.

Zur Person:

Helmut Zierl wurde am 6. Oktober 1954 (Sternzeichen Waage) in Meldorf geboren. Sein TV-Debüt hatte er 1978; bekannt ist er u.a. aus "Flug in die Hölle" (1984), der TV-Serie "Max Wolkenstein" (1996),"Ein Mann steht seine Frau" (1997), "Familie Sonnenfeld" (2005-2009) oder "Meine liebe Familie" (2008). Mit Ex-Frau Christine (Ehe 1988-2001) hat er drei Söhne: Alessio (36), Valentin (24) und Leander (21). Seit 2014 liebt er Sozialpädagogin Sabrina Böcker (33).

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