07.01.2019

Neues Buch "Biggest Loser"-Siegerin Alexandra: So habe ich mein Körpergewicht halbiert

Alexandra Gregus hat bei "The Biggest Loser" ihr Körpergewicht halbiert. In ihrem neuen Buch "Meine bessere Hälfte" erklärt die 35-Jährige, wie sie das geschafft hat und seitdem ihr Gewicht halten kann.

Foto: Stephan Pick, Riva Verlag (Collage BILD der FRAU)

Alexandra Gregus hat bei "The Biggest Loser" ihr Körpergewicht halbiert. In ihrem neuen Buch "Meine bessere Hälfte" erklärt die 35-Jährige, wie sie das geschafft hat und seitdem ihr Gewicht halten kann.

"Biggest Loser"-Siegerin Alexandra Gregus erklärt in ihrem neuen Buch "Meine bessere Hälfte", wie sie ihr Körpergewicht halbieren konnte und seit der Teilnahme an der Abnehm-Show schlank bleibt.

Mit 103,4 Kilogramm ist Alexandra Gregus (35) 2017 bei der Sat.1-Abnehmshow "The Biggest Loser" gestartet. Bis zum Finale halbierte sie ihr Körpergewicht und gewann als erste Frau in Deutschland "The Biggest Loser". Seit diesem Erfolg hat Alexandra ihr komplettes Leben umgekrempelt. Mit Erfolg: Sie schafft es ihr Gewicht zu halten. In dem neu erschienen Buch "Meine bessere Hälfte" berichtet Alexandra über ihren Abnehmerfolg und sie erklärt, wie es dauerhaft klappt schlank zu bleiben. Lesen Sie hier einen Auszuge aus dem Buch "Meine besser Hälfte" von Alexandra Gregus.

"Biggest Loser"-Siegerin Alexandra erklärt in ihrem Buch, wie sie ihr Körpergewicht halbiert hat

Kalorien, Energieumsatz und Fett – wie funktioniert eigentlich Abnehmen?

Die gute Nachricht zuerst: Eigentlich ist Abnehmen ganz einfach. Sobald der Körper mehr Energie verbraucht, als man ihm in Form von Essen zuführt, beginnt er, das sogenannte Kaloriendefizit mit Hilfe der in den Fettzellen gespeicherten Energie auszugleichen. Das ist wirklich kein Hexenwerk: Iss weniger Kalorien, als dein Energieumsatz vorsieht, und du nimmst ab. Doch nun zur schlechten Nachricht: Leider ist das mit dem Kaloriendefizit nicht die ganze Geschichte.

Ich kann mich noch gut an die Euphorie erinnern, die nach dem Wiegen nach der ersten Woche im "The Biggest Loser"-Camp herrschte. Ich selbst habe in der ersten Woche 6,3 Kilogramm abgenommen, andere Kandidaten mit einem höheren Startgewicht schafften sogar mehr als 12 Kilogramm. Auf die Glückseligkeit folgte in der zweiten Woche die Ernüchterung. Keiner kam auch nur annähernd wieder an das Ergebnis der ersten Woche heran. Stattdessen mussten wir uns teilweise mit 1 bis 2 Kilogramm Gewichtsverlust begnügen. Ich selbst schaffte immerhin 3,6 Kilogramm, einige wenigstens bis zu 5 Kilogramm.

Trotzdem fühlte sich das viel zu wenig an. Wir hatten uns doch genau wie in der Vorwoche absolut gesund ernährt, zuckerfrei und mit natürlichen Lebensmitteln. Und auch unser Sportprogramm hatten wir täglich absolviert. In den Folgewochen sah es oft nicht viel besser aus. Nach einer weiteren Woche Quälerei standen plötzlich auch bei mir nur noch 1,7 Kilogramm weniger auf der Waage. Ich war völlig frustriert. Dabei hatte ich als Zuschauerin der Sendung immer noch gedacht: Wieso freuen die sich nicht über 2 Kilo weniger? Jetzt wusste ich es. Mein Frust entstand gar nicht so sehr aus der Menge an Gewicht, die ich abgenommen hatte, sondern aus der Angst, dass ich damit unter die Linie rutschen würde und vielleicht nach Hause musste. Zwar hatte ich mir auch in der dritten Woche nichts vorzuwerfen und alles gegeben, aber am Ende entscheiden eben die nackten Zahlen. Wer zu wenig abgenommen hat, fliegt raus. Das sind nun mal die Spielregeln.

Abnehmen ist kein gradliniger Prozess

Aber Abnehmen ist kein gradliniger Prozess. Man drückt nicht einfach ein paar Knöpfe und kann sicher sein, dass man am Ende der Woche 3, 4 oder 5 Kilogramm abgenommen hat. Diese Unsicherheit zehrte an mir. Dabei war im Camp nichts Außergewöhnliches geschehen. Es war ganz normal, dass sich die Geschwindigkeit, mit der wir abnahmen, drastisch reduzierte. Unser Körper hatte sich spätestens nach Woche zwei auf die reduzierte Kalorienzufuhr eingestellt und Gegenmaßnahmen ergriffen, um nicht mehr so schnell auf Kosten seines Vorrats für schlechte Zeiten leben zu müssen. In den Augen unseres Körpers sind die Fettdepots ja nichts anderes als eine Energiereserve für Krisenzeiten, in denen uns weniger oder gar keine Nahrung zur Verfügung steht. Genau dieses körpereigene Antiabnehmprogramm verhindert in der Regel auch den Erfolg von klassischen Diäten, die allein auf einer eingeschränkten Kalorienzufuhr basieren. Solche Diäten funktionieren nicht, weil sie dem Körper eine Mangelsituation vorgaukeln, gegen die er ankämpft. In Notzeiten – und nichts anderes ist eine Diät für unseren Körper – unternimmt der Körper alles, um seine Fettreserven so lange wie möglich zu verteidigen.

Statt die in den Fettzellen gespeicherte Energie zu verfeuern, schaltet er erst einmal in eine Art Notfallmodus. Dazu gehört zum Beispiel, dass unser Grundumsatz reduziert wird, also die Energie, die wir jeden Tag verbrauchen, damit der Körper überhaupt funktionieren kann. Der Herzschlag, die Atmung, der Transport des Blutes durch unseren Körper: Alle diese Funktionen verbrauchen Energie, die in der Summe den sogenannten Grundumsatz ausmachen. Natürlich kannte ich den Begriff vorher schon. Aber wirklich beschäftigt hatte ich mich damit nie. Ich wusste damals auch nicht, wie groß mein persönlicher Grundumsatz eigentlich ist. Wozu auch? Damals war ich der festen Überzeugung, dass ich eigentlich genau weiß, wie das mit dem Abnehmen läuft. Ich hatte es ja schließlich schon oft genug gemacht. Was für ein Irrtum! In Wirklichkeit wusste ich gar nichts über das Abnehmen. Ich kannte mich nicht mit den entscheidenden Stoffwechselprozessen aus.

"Ich hatte keinen Plan, wie viel und wie oft ich aß"

Ich hatte keine Ahnung, wie viele Kalorien wirklich in meinem Essen stecken. Ich hatte keinen Plan, wie viel und wie oft ich aß. Ich wusste nicht, dass Lebensmittel mit der gleichen Menge an Kalorien unterschiedlich lange satt machen. Ich wusste nicht, das Eiweiß und Kohlenhydrate vollkommen unterschiedlich verstoffwechselt werden. Ich wusste auch nicht, wie wichtig Muskeln sind, um meinen durch Diäten kaputt gemachten Grundumsatz wieder in Ordnung zu bringen. Das alles musste ich erst lernen, denn nach zwei Monaten war es vorbei mit der Abschottung in Andalusien. Die folgenden drei Monate mussten alle Kandidaten für sich allein zu Hause weiterkämpfen und das Abnehmen in den eigenen Alltag integrieren.

Hatte ich früher eine Diät beendet, fiel ich zwar nicht augenblicklich von null auf hundert wieder in mein altes Ernährungsmuster zurück. Allerdings dachte ich danach immer, dass ich mir nach den anstrengenden Tagen des Verzichts ruhig auch mal etwas gönnen könnte. Ein Stück Kuchen zum Beispiel. Das musste doch jetzt locker drin sein. Schließlich war meine Diät ja ein Erfolg gewesen und ich hatte ein paar Kilo runter. Und es war ja auch nur ein Mal. Nach fünf Tagen gönnte ich mir auch mal wieder eine Tüte Kartoffelchips, weil ich Lust darauf hatte. Und zehn Tage nach der Diät war auch schon mal ein Schnitzel mit Pommes und ein Spaghettieis zum Nachtisch drin. Ehe ich mich versah, gönnte ich mir wieder jeden Tag eine Kleinigkeit. Und aus den vielen Kleinigkeiten wurden viele Kalorien. Ruck, zuck hatte ich die Kilo, die ich während der Diät so mühsam verloren hatte, durch den Jo-Jo-Effekt wieder drauf.

Was esse ich an meinem ersten Tag in Freiheit?

Als ich nach zwei Monaten bei "The Biggest Loser" endlich wieder nach Hause durfte, stand ich vor derselben Entscheidung wie nach jeder meiner Diäten: Was esse ich an meinem ersten Tag in Freiheit?

Der Wettbewerb war zwar noch lange nicht vorbei, aber jetzt stand mir wieder jedes Nahrungsmittel zur Verfügung. Es gab keine Vorgaben mehr und keinen Zwang bei den Lebensmitteln und dem Sportprogramm. Doch so ganz stimmte das nicht. Es gab vielleicht keinen Druck von außen mehr. Aber von innen, von mir selbst kam schon Druck. Ich hatte mein Wunschgewicht von 70 Kilogramm noch nicht erreicht. Außerdem hatte ich bemerkt, wie gut mir mein verändertes Essverhalten tat. Ich war viel wacher, ausgeglichener und aktiver. Außerdem fühlte ich mich nicht mehr die ganze Zeit so schwer. Einige Kilo waren ja auch schon runter. Und mit jedem Kilo, das ich leichter geworden war, war auch meine Motivation gestiegen, weiter dranzubleiben, denn ich fing langsam an, mir wieder zu gefallen ... Und das war ein schönes Gefühl.

Also, was würde ich an meinem ersten Tag in Freiheit essen? Das Erste, was ich zu Hause gegessen habe, war eine Curry-Gemüse-Pfanne mit Hähnchen. Und anschließend habe ich meine gesamte Küche ausgeräumt.

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"Meine bessere Hälfte" von Alexandra Gregus ist im Dezember 2018 im riva Verlag erschienen – mit 44 tollen Abnehm-Tipps von der "Biggest Loser"-Siegerin. Hier können Sie das Buch direkt bestellen.

Zuletzt hat "Biggest Loser"-Siegerin Alexandra in einem Interview verraten, dass sich ihr Leben komplett verändert hat. Hier mehr erfahren! Und sehen Sie im Video, wie Alexandra in ihren Workshops anderen Menschen beim Abnehmen hilft:

Abnehm-Workshop von Alexandra Gregus

Abnehm-Workshop von Alexandra Gregus in Berlin.

Abnehm-Workshop von Alexandra Gregus

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