07.12.2018

Die beiden Stars im Interview Matthias Schweighöfer & Florian David Fitz: Nackte Tatsachen im neuen Film

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Machen auch angezogen eine ganz gute Figur: Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz. Im Interview plaudern die beiden unter anderem über das Nacktsein...

Foto: imago/Future Image

Machen auch angezogen eine ganz gute Figur: Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz. Im Interview plaudern die beiden unter anderem über das Nacktsein...

Wenn Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz gemeinsam in einem Film zu sehen sind, ist das an sich schon ein Erfolgsgarant. Wenn sie dann noch nahezu hüllenlos auftreten, sowieso... BILD der FRAU hat die beiden interviewt.

"100 Dinge" heißt ihr neuer Film – und darin dreht sich alles um eine kuriose Wette. Wie viel Spaß Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz beim Dreh hatten und noch einiges mehr, haben die Männerfreunde BILD der FRAU-Unterhaltungschefin Wibke Thiedemann im Interview verraten.

Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz: Interview zu ihrem neuen Film "100 Dinge"

BILD der FRAU: Ganz schön nackig, Ihr neuer Film!

Matthias Schweighöfer (grinst): Ja, echt. Und ehrlich: lustig ist das null.

Schon komisch, splitterfasernackt mit einem Freund vor Kameras im Treppenhaus zu kämpfen, oder?

Matthias Schweighöfer: Ja. Aber was ich von meinem Freund Florian David Fitz gelernt habe, ist: Lebe jetzt, sei mutig, kämpf gegen deine Ängste, lies immer mal ein gutes Buch und trink nicht so viel Alkohol Hat gewirkt, sein Tipp. Sogar bei der Szene, in der wir nackt übers Kottbusser Tor gerannt sind. Davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen.

Florian David Fitz: Ich fand's auch lustig. Blöd ist so was nur, wenn du allein bist. Wir waren zu zweit, und das gibt dir irgendeine Art von Deckung.

"Auf einmal hatte Flo so Mega-Muskeln"

Haben Sie vorm Dreh eine Art Body-Challenge gehabt?

Florian David Fitz: Ach, der Matthias ist so breitschultrig, da komme ich eh nicht hinterher. Trotzdem habe ich fünf Monate einen Personal-Trainer gehabt. Ich hatte echt keine Lust drauf, dass Matthias zum Dreh kommt und aussieht wie Adonis, und ich schau aus wie ein Gespenst.

Matthias Schweighöfer: Dabei war ich in der Zeit viel zu Hause mit meinen Kindern, habe viel gegessen, wenig trainiert – und als ich Flo am ersten Drehtag gegenüberstand dachte ich nur: Mega-Muskeln! Wo kommt denn das her!

Im Film wetten Sie, dass Sie 100 Tage auf all Ihr Hab und Gut verzichten müssen – jeden Tag dürfen Sie sich eine Sache zurückwünschen. Haben Sie von dieser Idee etwas ins echte Leben mitgenommen?

Florian David Fitz: Mich hat das schon vorher interessiert, als ich das Drehbuch geschrieben habe. Der Konsumrausch ist dabei ehrlich gesagt gar nicht mein Problem. Es geht mir insgesamt um die Frage: Wie finden wir eine Orientierung, wie wollen wir überhaupt leben in den nächsten Jahrzehnten? Wir haben nach dem Mauerfall 1989 immer gedacht: Das bessere System hat gesiegt, ist klar, und hat Wohlstand für mehr Leute gebracht als jedes System davor. Aber trotz dem hat man das Gefühl, es ist jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht. Gibt es noch etwas anderes? Sind die Leute jetzt wirklich glücklich?

Keine Auszeit ohne Handy

Viele versuchen, mit Materiellem andere Dinge in ihrem Leben zu ersetzen.

Matthias Schweighöfer: Absolut. Du versuchst, deine Seele zu stopfen. Aber vielleicht musst du das Loch in deiner Seele gar nicht stopfen, sondern lernen, damit zu leben.

Weniger ist also mehr. Aber: Welche Dinge – für 100 haben wir keine Zeit – würden Sie niemals missen wollen?

Matthias Schweighöfer: Mein Telefon und meinen Fotoapparat.

Florian David Fitz: Außerdem mein Tagebuch und mein Federmäppchen.

Sie können beide nicht ohne Handy leben?

Florian David Fitz: Ja, dabei ist das Handy eine echte Ablenkungsmaschine – obwohl ich kein WhatsApp habe und auch nicht so viel online bin. Letztes Jahr im Urlaub habe ich es mal drei Tage weggelegt – war toll, man braucht dafür aber viel Disziplin.

Haben Sie die, Matthias?

Nee. Ich bin ein sehr unruhiger Charakter und anfällig für alles, was diese Unruhe anfeuert. Natürlich merke ich: Dieses Telefon ist ein Teufelszeug. Manchmal sitze ich mit zehn Menschen in einem Raum und alle zehn starren auf ihre Displays, keiner spricht miteinander.

Gibt's handyfreie Zeiten bei Ihnen?

Matthias Schweighöfer: Wäre schön Was ich schon schaffe: Beim Joggen schalte ich das Telefon auf Flugmodus und höre nur Musik.

Matthias tanzt wie Justin Timberlake

Florian, Sie sind ein Ruhiger, oder?

Florian David Fitz: Ich bin jetzt auch nicht der Mensch, der nur in sich ruht und die ganze Zeit vor sich hinstarrt. Aber ich bin schon entspannter als Matthias. Aber das ist doch für uns alle so. Wenn man jemandem sagt: Du musst jetzt hier sitzen bleiben, du musst zur Ruhe kommen und darfst an nichts denken, ist das der Horror. Wenn man sich aber in Bewegung setzt, dann funktioniert es viel besser. Wandern oder spazieren gehen ist gut. Die Gedanken kommen, aber sie gehen auch wieder. Ein bisschen wie das Wetter.

Matthias Schweighöfer: Interessant, das probier ich mal. Was hätten Sie noch gern vom jeweils anderen?

Florian David Fitz: Ich hätte gern Matthias Schultern (lacht). Und seinen Humor.

Matthias Schweighöfer: Zählt nicht, du hast guten Humor.

Florian David Fitz: Okay, ich weiß was: coole Tanzschritte.

Können Sie nicht tanzen, Herr Fitz?

Florian David Fitz: Doch, schon Aber Matthias tanzt wie Justin Timberlake. Alles, was ich an eleganten Körperbewegungen hinkriege, ist hart antrainiert.

Matthias Schweighöfer: Aber dafür bleibt Florian total locker, wenn die Gondel, die vom Tafelberg runterfährt, plötzlich in 890 Metern Höhe hängen bleibt. Ich werde panisch und Flo hockt sich einfach hin und entspannt. Er hat keine Angst! Davon hätte ich auch gern ein bisschen weniger.

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Singen kann er übrigens auch: vor einem Jahr war Matthias Schweighöfer mit Helene Fischer in einem Duett zu hören. In einem früheren Interview haben wir den Publikumsliebling gefragt, wie es ist, neben Schlagerstar Helene Fischer auf der Bühne zu stehen.

Florian David Fitz erzählte uns in einem Interview bereits ganz nachdenklich: Weniger macht glücklicher.

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