Aktualisiert: 04.04.2019 - 12:36

Hat der Ex-Profisportler seine Leukämie besiegt? Tim Lobinger ist "krebszellenfrei"

Der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger hat rund zwei Jahre gegen Leukämie gekämpft. Nun sagt er, dass er krebszellenfrei ist.

Foto: imago/STAR-MEDIA

Der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger hat rund zwei Jahre gegen Leukämie gekämpft. Nun sagt er, dass er krebszellenfrei ist.

Der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger hat rund zwei Jahre gegen den Krebs gekämpft. Nun gibt es tolle Neuigkeiten: Der 46-Jährige ist derzeit "krebszellenfrei". Dabei hatten die Ärzte vor rund einem Jahr kaum Hoffnung auf eine vollständige Genesung.

Bei dem ehemaligen Weltklassesportler Tim Lobinger (46) wurde im März 2017 Leukämie festgestellt. Mit eisernen Willen und einer positiven Einstellung konnte er die Krankheit besiegen. Bis im Januar 2018 der Rückschlag folgte. Der Krebs war in einer mutierten Form zurückgekommen. Im April erklärte Lobinger: "Der zweite Krebs ist schwerer zu besiegen." Die Ärzte rechnen mit ein bis zwei Jahren Lebenszeit. Doch nun die Wende. Es gibt tolle Nachrichten von Tim Lobinger, er ist krebszellenfrei, das bestätigt der Ex-Profisportler selbst in einem Interiew.

Leukämie besiegt? Tim Lobinger ist "krebszellenfrei"

Hat Lobinger den Krebs besiegt? Im Interview mit dem "Bayerischen Rundfunk" sagt Lobinger: "Ich habe einen absolut stabilen gesundheitlichen Zustand, bin momentan, wie es so schön heißt, krebszellenfrei." Lobinger hatte sich fünf Chemotherapien, einer Stammzellentransplantation und Bestrahlungen unterziehen müssen. Nun plant Lobinger seine Zukunft, er sagt: "Ich gehe jetzt davon aus, dass ich die nächsten 10, 15 Jahre dementsprechend munter weiterplanen kann." Lobinger hat in den letzten Jahren als Personal-Trainer gearbeitet und will dies auch zukünftig fortsetzen.

Lobinger spricht über seine Krebs-Erkrankung

Im Oktober 2018 sah die Lage bei Lobinger noch ganz anders aus. In einem Interview mit "Bunte" sprach er über die vergangenen Monate, seinen damaligen Zustand und seine Familie. Trotz der schweren Zeit blieb er positiv. Es waren Worte, die unter die Haut gehen.

Lobinger sagte im Oktober 2018: "Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben, in keiner Sekunde. Ich will diesen Kampf gewinnen. Natürlich weine ich mal oder liege nachts wach, weil ich mir Sorgen um meine Familie mache. Meine großen Kinder Fee und Tyger waren anfangs fix und fertig. Aber mein Sohn hat im Sommer sein Abi geschafft und spielt jetzt in der vierten Liga professionell Fußball, meine Tochter arbeitet als Unternehmensberaterin." Die Familie bedeutet Lobinger sehr viel: "Ich bin mächtig stolz auf meine drei Kinder und wünsche mir, dass es ihnen und Alina gut geht. Am meisten knabbert es an mir, dass ich meine Familie versorgt wissen möchte."

Seine Ex-Frau unterstützt Lobinger

Sehr viel Unterstützung erfuhr Lobinger in der Krankheitszeit von seiner Frau Alina. Die schwere Phase hat die beiden damals wieder zusammengeschweißt, obwohl sie sich vor 15 Jahren trennten. Mit ihr konnte Lobinger offen über seine Krankheit und seine Ängste sprechen. "Wir funktionieren toll miteinander und Alina kümmert sich vollkommen selbstlos um mich, das ist nicht selbstverständlich. Unsere Familie funktioniert und hält fest zusammen. Das ist vor allem für die Kinder wichtig", sagte Lobinger vor einigen Monaten.

Wie schwer die vergangenen Jahre für Lobinger waren, hat er in mehreren Interviews erzählt und auch in einem eigenen Buch veröffentlicht. Lesen Sie im Folgenden frühere Meldungen zu Tim Lobinger:

Schwerer Rückschlag im Juli 2018

Eine sehr kritische Phase musste der ehemalige Stabhochspringer im Juli durchstehen. Lobinger musste in die Notaufnahme. Anlass war eine akute Leberentzündung, die sich als Abstoßreaktion seines Körpers nach einer Stammzellentransplantation herausstellte. Lobinger: "Es fing mit dem Darm an, gleichzeitig war meine Leber so heftig entzündet, dass die Ärzte Panik hatten, ich könne die Leber verlieren oder eine chronische Entzündung bekommen. Ich lag zwölf Tage in der Klinik, guckte nur aus dem Fenster. Es war brutal, ein arger Kollateralschaden."

Lobinger arbeitet und treibt Sport

Mittlerweile hat sich Lobinger davon erholt, er arbeitet sogar wieder und macht regelmäßig Sport: "Ich trainiere als Personal Trainer mit Kunden. Leider ist die Anzahl der Interessierten ein wenig zurückgegangen, viele haben doch eine Hemmschwelle, mit einem Krebskranken zu trainieren. Dennoch bin ich dankbar, dass sehr viele mich enorm unterstützt haben." Dazu gibt Lobinger Seminare und hält Vorträge über sein Leben mit dem Krebs und seinen Kampf gegen ihn. Im Interview mit "Bunte" berichtet er von einer besonderen Situation.

"Der Tod ist ein ständiger Begleiter von mir"

Lobinger: "Eine Frau fragte mich, wie ich das denn machen würde mit der Angst vor dem Tod? Ich antwortete ihr: Der Tod, der sitzt auch hier im Raum, der sitzt auf meiner Schulter, er ist ein ständiger Begleiter von mir und meinem Leben, seit ich die Diagnose bekommen habe. Aber ich hadere nicht mit dem Schicksal, sondern blicke nach vorn und würde mir wünschen, dass ich mit Alina und den Kindern an Ostern nach Mallorca reisen kann."

Lobinger möchte die Einschulung von seinem Sohn erleben

Insgesamt drei Kinder haben Alina und Tim Lobinger zusammen. Der jüngste Spross heißt Okkert, er ist gerade einmal drei Jahre alt. "Der Kleine weiß, dass ich krank bin, aber natürlich kapiert er noch nicht, wie schlimm es ist", so Lobinger. "Okkert kam gerade in den Kindergarten. Natürlich möchte ich auch seine Einschulung miterleben. Er spürt, wenn es mir nicht gut geht, dann sucht er meine Nähe und will noch mehr mit mir kuscheln als sonst. Das ist ein schönes Gefühl."

Kein Handy-Vertrag wegen Krebs-Erkrankung

Auch der Alltag ist manchmal nicht leicht. Als Lobinger einen neuen Handy-Vertrag abschließen wollte, bekam er eine bittere Abfuhr. "14,85 Euro Grundbetrag im Monat bei einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Das fand ich super“, erzählt Lobinger: "Meine Anfrage wurde allerdings abgelehnt, mit der Begründung, ich könne die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung ja wohl nicht erfüllen.“ Weiter erklärt Lobinger, dass er kein Problem habe, offen über seine Erkrankung zu sprechen. Diese gehöre zu seinem Leben, und er versuche jeden Tag positiv damit zu leben. "Aber die Sache mit dem Handyvertrag fand ich schon krass", so der 46-Jährige.

Der Krebs hat Lobinger verändert

Lobinger macht sich viele Gedanken über das Leben und seine Familie. Auf die Frage, wie die Krankheit ihn als Mensch verändert habe, antwortet er: "Krebs macht einen nicht automatisch zu einem besseren Menschen. Aber ich habe inzwischen kapiert, dass ich meinen Drang nach Perfektionismus und nach etwas Großem abhaken muss", und er erklärt weiter: "Inzwischen bin ich mit mir im Reinen, habe keine Geheimnisse vor mir selbst und kann offen in den Spiegel schauen. Das bereitet mir ein Gefühl großer Erleichterung."

Lobinger hat über seine Erkrankung ein Buch geschrieben. Es heißt "Verlieren ist keine Option". Lesen Sie hier, was Tim Lobinger in der TV-Show von Markus Lanz zu seiner Erkrankung gesagt hat.

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