14.09.2018

Als Rettungshubschrauber-Pilot Prinz William spricht über seine seelische Belastung im Job

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Prinz William hat ein Projekt für psychisches Wohlbefinden im Arbeitsleben ins Leben gerufen. Bei der Vorstellung seiner Kampagne "Mental Health at Work" in Bristol spricht er ganz offen über die seelischen Belastungen, die sein Job als Rettungshubschrauber-Pilot mit sich brachte.

Foto: imago/i Images

Prinz William hat ein Projekt für psychisches Wohlbefinden im Arbeitsleben ins Leben gerufen. Bei der Vorstellung seiner Kampagne "Mental Health at Work" in Bristol spricht er ganz offen über die seelischen Belastungen, die sein Job als Rettungshubschrauber-Pilot mit sich brachte.

Englands Thronfolger Prinz William berichtet, wie er unter den seelischen Belastungen in seinem Job als Rettungshubschrauber-Pilot gelitten hat.

Man könnte denken, dass die Royals ein ausschließlich sicheres, privilegiertes Leben hinter Palastmauern führen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass dem nicht immer so ist. Prinz William, hat zwei Jahre als Pilot eines Rettungshubschraubers gearbeitet. Jetzt sprach er über diese Zeit und schildert, wie sehr ihn das Leid in diesem Job belastet hat.

"Ich habe viel mit nach Hause genommen, ohne es zu bemerken", sagte Prinz William bei der Vorstellung seiner Kampagne "Mental Health at Work" in Bristol. Dieses Projekt für psychisches Wohlbefinden im Arbeitsleben hat der 36-Jährige ins Leben gerufen. Es richtet sich an Arbeitgeber, besser für die psychische Gesundheit der Angestellten zu sorgen.

Prinz William litt seelisch unter den Schicksalen

William hatte in seinem Job eine starke seelische Belastung. Und es fehlte ihm der Platz, seine Gefühle, die Zermürbung zuzulassen, sich zu öffnen und über die Sorgen und Probleme zu sprechen. "Du siehst jeden Tag traurige Dinge und denkst, dass das Leben so ist", erklärt Prinz William. Das habe ihn nie losgelassen.

Als Rettungshubschrauber-Pilot war er fast tagtäglich mit tragischen Schicksalen konfrontiert. Denn oft wurde er zu schweren Unfällen gerufen, bei denen schnelle medizinische Versorgung notwendig ist.

"Du hast immer mit Verzweiflung, Traurigkeit und Verletzung zu tun", erzählte er. Für William ist der Umgang mit seinen Erfahrungen heute von enorm großer Bedeutung. Denn als dreifacher Familienvater (Prinz George, Prinzessin Charlotte, Prinz Louis) hat der Gatte von Herzogin Catherine eine besondere Verantwortung gegenüber seinen Liebsten.

"Letztlich durchbohrt doch irgendwas die Rüstung"

Er ist zwar ein Royal, doch Prinz William ist wichtig, zu betonen, dass auch er nur einer von vielen ist. "Du bist ein Mensch und viele Leute vergessen die Kämpfe, die du im Job bestritten hast – aber letztendlich durchbohrt doch irgendetwas die Rüstung", so der Zweite der britischen Thronfolge.

Seine offenen, ehrlichen Worte beeindruckten bei der Kampagnen-Vorstellung vor allem die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer. Sanitäterin Dawn Anderson hatte die Möglichkeit, bei der Veranstaltung mit Prinz William gezielt über das Thema posttraumatische Belastungsstörung zu sprechen. Denn Anderson selbst habe Angst, deswegen einmal nicht mehr ihren Job ausüben zu können.

"Ich hatte immer gedacht, dass jeder für psychische Probleme anfällig ist, und dass natürlich auch ein Mitglied der Königsfamilie nicht davon ausgeschlossen ist", sagte Anderson gegenüber dem US-amerikanischen Magazin "People". "Dass er das zugab, hat nur gezeigt, wie gut es ist, über diese Dinge zu reden."

Zum Glück geht es im royalen Leben auch mal spaßiger zu. Die Mitglieder der Königsfamilien haben nicht nur offizielle Namen, sondern auch Spitznamen. Wir verraten Ihnen die witzigen Kosenamen der Royals.

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