04.09.2018

Schonungslose Autobiografie Jenny Elvers: Mit Schweißausbrüchen kroch sie zur Flasche

Jenny Elvers hat mit 46 Jahren ihre Autobiografie „Wackeljahre – Mein Leben zwischen Glamour und Absturz“ geschrieben. Darin schreibt sie auch sehr ehrlich und ernüchternd über ihren Alkoholmissbrauch.

Foto: imago/APP-Photo

Jenny Elvers hat mit 46 Jahren ihre Autobiografie „Wackeljahre – Mein Leben zwischen Glamour und Absturz“ geschrieben. Darin schreibt sie auch sehr ehrlich und ernüchternd über ihren Alkoholmissbrauch.

Jenny Elvers und der Alkohol: 2012 stürzte die Schauspielerin ab, machte einen Entzug und ist seitdem trocken. Über die schlimme Zeit als alkoholkranker Mensch berichtet sie jetzt sehr schonungslos in ihrer neuen Autobiografie.

Als Jenny Elvers am 17. September 2012 in der NDR-Talkshow "DAS!" sturzbetrunken bei Bettina Tietjen in der Sendung saß, markierte das den Höhepunkt ihres Absturzes – und gleichzeitig den Wendepunkt in ihrem Leben. Denn danach machte die 46-Jährige einen Entzug – und ist seitdem trocken. Jetzt redet die Schauspielerin in ihrer Autobiografie "Wackeljahre – Mein Leben zwischen Glamour und Absturz" entwaffnend ehrlich über die wohl schwierigsten Jahre ihres Lebens.

Jenny Elvers' Biografie: sie schreibt über ihren Absturz

Am 10. September erscheint Jenny Elvers' schonungslose Autobiografie. Vorab erscheinen in "Bild" exklusiv Auszüge daraus – dort ist unter anderem zu lesen, wie die damals 40-Jährige mühsam "die Fassade der treusorgenden Ehefrau und Mutter, der erfolgreichen Schauspielerin aufrecht" hielt, während sie längst zur heimlichen Trinkerin geworden war, deren Leben sich nur noch um Alkohol drehte. Sie schreibt, sie war "eine charakterlose Alkoholikerin, die sich zugrunde richtete. Die sich nicht im Griff hatte, die 'es' nicht im Griff hatte. Die bald sterben würde, wenn nicht ein Wunder geschah. Eine von 1,3 Millionen Sprittis in Deutschland."

"Psychisch und physisch ging es mir von Tag zu Tag schlechter. Mein Körper funktionierte nur mit Pegel – die Entzugserscheinungen waren längst zum ständigen Begleiter geworden", berichtet sie weiter.

Jenny Elvers über ihren Horror-Alltag als Alkoholkranke

Wie fürchterlich und allumfassend das Leben als alkoholkranker Mensch ist, zeigt folgende Passage: "Ich begann, mir im Supermarkt bald gleich zwei Flaschen Wodka zu kaufen. Ich brauchte mittlerweile das beruhigende Gefühl zu wissen, dass überall immer eine Flasche greifbar war. Ich fühlte mich wie eine Kriminelle, weil ich mir den Alkohol heimlich beschaffte. Ich schämte mich. Fürchterlich."

Das typische Suchtverhalten, nur noch dieses eine Mal die alles bestimmende Droge zu nehmen, beschreibt Jenny Elvers so: "Tag für Tag guckte mir ein zitterndes, kotzendes, wackeliges Wrack mit Herzrasen im Spiegel entgegen. Mit stechenden Schmerzen und Schweißausbrüchen kroch ich zur schmerzlindernden Flasche. Ein Glas noch. Nur dieses eine. Die Zeit der Heimlichkeiten nahm kein Ende und ich konnte nicht mehr. Meine Tage waren gezählt, das spürte ich ganz deutlich."

Der heimliche Hilfeschrei: Hat denn keiner was gemerkt?

Warum hat eigentlich niemand etwas aus ihrem engeren Freundes- und Bekanntenkreis gesagt? Warum hat niemand gehandelt? Das scheint sich Jenny Elvers auch zu fragen: "Ich war ein funktionierender Alkoholiker. Dabei musste doch irgendjemand etwas gemerkt haben. Jeder musste meine Alkoholiker-typischen Hamsterbacken gesehen haben. Ich sah sie! Angeblich waren sie eine Schwellung der Ohrspeicheldrüsen als Folge der Mangelernährung. Kein Wunder – mittlerweile häuften sich die Tage, an denen ich außer Alkohol nichts zu mir nahm." Das erzählt Jenny Elvers alles in ihrer Biographie.

Sehr schlank ist die Schauspielerin ja immer noch. Erst vor einem Jahr äußerte sich Jenny Elvers zu Mager-Vorwürfen, die im Netz kursierten.

Auch ihren Ex-Ehemann Goetz Elbertzhagen bringt sie dabei ins Spiel, schreibt: "Dass das Bier ständig aufgefüllt werden musste, schien Goetz nicht weiter zu wundern. Ich habe ihn nie gefragt, was er denn gedacht hat, wer das alles trinkt. Auch habe ich ihn nie gefragt, warum er nichts gesagt hat."

Eins steht für die Schauspielerin fest: Die Aussage, man hätte es einfach nicht gemerkt, lässt sie nicht gelten: "Heute, wo ich nicht mehr trinke, rieche ich sofort, wenn jemand Alkohol getrunken hat. Da nützt kein Zähneputzen oder Kaugummi ... Man riecht es."

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Jenny Elvers' Sohn Paul hat immer zu seiner Mutter gehalten und sie unterstützt. Was er selbst zum Thema Alkohol sagt, und wie wichtig ihm seine Eltern sind.

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