03.08.2018 - 17:02

William heißt anders als Harry Warum haben die britischen Royals verschiedene Nachnamen?

Prinz Harry und sein Bruder Prinz William, hier mit ihren Ehefrauen, verstehen sich blendend. Dennoch tragen ihre Kinder nicht denselben Nachnamen...

Foto: imago

Prinz Harry und sein Bruder Prinz William, hier mit ihren Ehefrauen, verstehen sich blendend. Dennoch tragen ihre Kinder nicht denselben Nachnamen...

Gibt es eigentlich einen Nachnamen, den alle Mitglieder des britischen Königshauses tragen? Jein... Was es mit Windsor, Sussex und Co auf sich hat, wer welchen Namen tragen darf oder muss – und wann sich die Nachnamen ändern.

Mit Nachnamen ist das so eine Sache: In Deutschland dürfen Kinder keine Doppel-Nachnamen mehr erhalten, weil das als zu kompliziert angesehen wird. Geradezu kinderleicht kommt einem das allerdings im Vergleich zu den britischen Royals vor: Wie es sich dort mit Nachnamen verhält, können Sie hier nachlesen.

Die Nachnamen der aktuellen britischen Royals: Bis zur Heirat gilt der Name des Vaters

Vor der Ehe tragen die Kinder eines Mitglieds des britischen Königshauses den Namen des Vaters, der allerdings eher ein Titel ist. So hießen William und Harry bis zu ihrer Hochzeit "Wales", also William etwa Leutnant Wales und Harry Captain Wales. Warum? Weil ihr Vater, Prinz Charles, den Titel "Wales" trägt.

Zur Vermählung hat die Queen ihren Enkeln dann neue Titel verliehen – so ist William seit 2011 Herzog von Cambridge, Harry darf sich seit Mai 2018 Herzog von Sussex nennen. Entsprechend tragen die Kinder von Prinz William und Herzogin Catherine den Nachnamen "Cambridge", der Nachwuchs von Prinz Harry und Herzogin Meghan wird wohl einmal "Sussex" heißen.

Diese Titel werden also gehandhabt wie bei uns Nachnamen. Dabei existiert bei den britischen Royals durchaus so etwas wie Nachnamen...

Aus "von Saxe-Coburg and Gotha" wird "Windsor" bzw. "Mountbatten-Windsor"

Es gibt nämlich den offiziellen Namen "Windsor" der Dynastie, die seinerzeit König George V. (rechts im Foto zu sehen) festlegte. Das war 1917 – bis dahin hieß die königliche Familie von "Saxe-Coburg and Gotha", ein Adelsgeschlecht mit deutschen Wurzeln. Diese Abstammung war zur Zeit des 1. Weltkrieges aber nicht gewünscht, die Namensänderung die Folge dessen.

1960 verfügte Königin Elisabeth II. schließlich, dass ihre direkten Nachkommen den Nachnamen "Mountbatten-Windsor" zu tragen haben. Sind die bereits mit einem Titel wie "His / Her Royal Highness" oder "Prince / Princess" ausgestattet, wird der Name allerdings nicht geführt. Das erklärt, warum ihr Sohn Prinz Charles sowie dessen Söhne Prinz William und Prinz Harry, die Enkel der Queen, den Namen "Mountbatten-Windsor" zumindest offiziell nicht tragen.

Um es noch komplizierter zu machen: "Windsor" ist bis heute der offizielle Name des Königshauses, "Mountbatten-Windsor" so etwas wie der persönliche Nachname – der aber ja nur selten getragen wird und vor allem nicht getragen werden muss.

107 Wörter: Das ist die vollständige Anrede von Prinz Charles

Warum bei Charles, William und Harry sowie Williams Söhnen George und Louis auf den eigentlichen Familiennamen verzichtet wird? Nun, der Übersichtlichkeit halber vermutlich eher nicht. Oder anders gesagt: Darauf wäre es nicht mehr angekommen. Das verdeutlicht die vollständige Anrede von Prinz Charles, die es auf beeindruckende 107 Wörter bringt:

"His Royal Highness The Prince Charles Philip Arthur George, Prince of Wales, Duke of Cornwall and Earl of Chester, Duke of Rothesay, Earl of Carrick, Baron of Renfrew, Lord of the Isles, Prince and Great Steward of Scotland, Knight Companion of the Most Noble Order of the Garter, Knight of the Most Ancient and Most Noble Order of the Thistle, Great Master and First and Principal Knight Grand Cross of the Most Honourable Order of the Bath, Member of the Order of Merit, Knight of the Order of Australia, Companion of the Queen’s Service Order, Member of Her Majesty’s Most Honourable Privy Council, Aide-de-camp to Her Majesty".

Was lernen wir daraus? Seien wir froh um das deutsche Namensrecht: zwei Nachnamen maximal, erlangt durch Heirat und nur (!), wenn man will, sind doch mehr als genug – oder?

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