Aktualisiert: 23.07.2018 - 16:03

Großstadtrevier-Star über Krebs Jan Fedder äußert sich erstmals nach schwerer Krebserkankung

Jan Fedder zu Gast bei der NDR-Sendung "Reinhold Beckmann trifft..." – er sprach dort ausführlich über seine Krebserkrankung und die letzten Jahre – und erzählte, wie es weitergeht.

Foto: NDR/Morris Mac Matzen

Jan Fedder zu Gast bei der NDR-Sendung "Reinhold Beckmann trifft..." – er sprach dort ausführlich über seine Krebserkrankung und die letzten Jahre – und erzählte, wie es weitergeht.

Sein Schauspielerleben war erfüllt, doch dann holte ihn 2013 eine hartnäckige Krebserkrankung ein: Jan Fedder erzählt nun erstmals davon. Was er durchstehen musste und wie es ihm heute geht.

Wir kennen ihn vor allem als Polizist Dirk Matthies, der in Hamburg mit seinen Kollegen Kriminalfälle löst. Doch seit ein paar Jahren ist es still um Schauspieler Jan Fedder. Im Einsatz beim Großstadtrevier ist er aktuell nicht – 2017 hatte er sich dann komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der Grund: eine Krebserkrankung und eine ganze Reihe schlimmer Nebenbeschwerden. In einer Talkshow hat der 63-Jährige nun von der schweren Zeit erzählt. Wie es Jan Fedder mit dem Krebs erging und ob es eine Rückkehr vor die Kamera gibt…

Jan Fedder: Der Krebs hat ihm die Kraft geraubt

Gehen kann er wieder, wenn auch wackelig. "Es geht so, aber besser ist’s im Rollstuhl", gibt Jan Fedder im NDR bei "Reinhold Beckmann trifft…" an. Und dennoch wirkt der einst immer mit einem lockeren Spruch bewaffnete Schauspieler wieder etwas gefasster. Dabei hat er, wie er selbst sagt, gerade die "schlimmste Zeit" seines Lebens hinter sich. Er hatte Krebs – und auch noch einen ziemlich hartnäckigen mit vielen Nebenerkrankungen.

Nachdem im Jahr 2012 bereits eine Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms bei ihm entdeckt worden war, auf die ein Jahr später die tatsächliche Diagnose folgte, musste sich der Schauspieler – bis dato Raucher – einer Strahlentherapie unterziehen. 30 Bestrahlungen ließ er über sich ergehen – eine sehr anstrengende Phase, denn gerade Mundkarzinome sind schwierig zu behandeln. "Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, weil ich überhaupt keine Kraft mehr hatte. Ich konnte nicht einmal mehr den Telefonhörer abnehmen", gewährt Jan Fedder Einblick in die vergangenen Jahre.

Selbstmordgedanken waren da – aber die Liebe war stärker

Auch eine Operation war noch nötig. Die Ärzte wollten seine Stimmbänder erhalten, mussten dafür aber andere Konsequenzen ziehen. "Der Professor hat mir ein Drittel von der Zunge rausgenommen", erzählt Fedder, der aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis der OP ist. Den Mundhöhlenkrebs hat er mittlerweile besiegt.

Nebst Bestrahlung hatte der Schauspieler auch noch mit Entzündungen und mit Beinbrüchen zu kämpfen, die ihn zwischenzeitlich an den Rollstuhl gefesselt hatten. Mehrmals ist er nach der Bestrahlungszeit gestürzt, hatte sich dabei Hüfte, beide Knie und Beine gebrochen. "Es gibt wenig an diesem Körper, was noch nicht gebrochen war", verrät er.

Fedder: "Ich lebe noch und das ist das Wichtigste!"

Fedder ist froh, wieder halbwegs auf den Beinen zu stehen nach dieser schweren Zeit. Auch wenn das Laufen noch anstrengend ist: "Es gibt Schlimmeres. Ich lebe noch und das ist das Wichtigste!"

Schön, dass er dies mittlerweile wieder so sehen kann. Denn all diese Schmerzen vom Krebs und den Brüchen und Entzündungen hatten seine langjährige Alkoholsucht weitergetrieben, schürten mit der Zeit sogar den Gedanken, einfach alles zu beenden. Doch Jan Fedder hat sich dagegen entschieden, vor allem aus Liebe zu seiner Frau Marion. Die beiden sind seit 18 Jahren verheiratet.

Dem Alkohol hat Jan Fedder seit 10 Monaten abgeschworen. "Ich glaube, es reicht für den Rest des Lebens. Der Körper will nicht mehr."

Neue Einsätze im "Großstadtrevier"

Was er selbst aber will, ist wieder vor der Kamera stehen – und das hat er, nachdem Fedder die "Großstadtrevier"-Dreharbeiten 2017 absagen musste, bereits umsetzen können. Seit ein paar Wochen dreht Fedder wieder fürs "Großstadtrevier". "Ich spiele meistens Szenen im Sitzen oder im Stehen. Das geht alles. Die Kollegen freuen sich, wenn ich immer wiederkomme, der Chef ist wieder da und dann läuft alles wieder." Ein Nachfolger für ihn sei jedenfalls nicht in Sicht.

Na dann können wir uns ja wieder auf einige neue Folgen mit unserem Lieblingspolizisten Dirk Matthies freuen.

Die Sendung "Reinhold Beckmann trifft…" mit Jan Fedder sowie H.P. Baxxter läuft am Montag, 23. Juli 2018, um 23 Uhr im NDR.

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