10.07.2018

Royale Taufe Prinz Louis, alter Kuchen und keine Queen

Friedlich soll er gewesen sein, trotz kaltem Nass auf dem Kopf: Prinz Louis bei seiner Taufe auf Mama Kates Arm.

Foto: Dominic Lipinski - WPA Pool/Getty Images

Friedlich soll er gewesen sein, trotz kaltem Nass auf dem Kopf: Prinz Louis bei seiner Taufe auf Mama Kates Arm.

Der jüngste Spross der britischen Royals, Prinz Louis, wurde in London getauft. Zur Feier gab es sieben Jahre alten Kuchen – aber eine wichtige Person fehlte. Die Hintergründe.

Nun ist es offiziell: Prinz Louis Arthur Charles ist am 9. Juli 2018 in der Kapelle des St. James’s Palace in London getauft worden. Die Leitung von Prinz Louis‘ Taufe übernahm Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, vor engstem familiären Kreis. Aber eine fehlte. Queen Elizabeth II., Urgroßmutter des royalen Sprösslings, war nicht anwesend. Warum?

Prinz Louis' Taufe: Aus diesem Grund fehlte die Queen

Der Erzbischof von Canterbury hat dieser Tage ein straffes Programm. Schon im Mai hatte er die Hochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan zu verantworten. Nun noch die Taufe. Aber er war mit Freude dabei, ließ er über Twitter verlauten: "Ich freue mich sehr und empfinde es als Privileg, heute Prinz Louis zu taufen – ein wertvolles Kind und Ebenbild Gottes, genau wie wir alle."

Das sieht sicherlich auch die Queen so – die aber, ebenso wie ihr Gatte, Prinz Philip, mit Abwesenheit glänzte. Beide hatten das Wochenende nach Palastangaben in Norfolk auf dem Landsitz verbracht, Queen Elizabeth II. (92) hatte sich danach aber für einige hohe Termine gen London aufgemacht: Dort erwartet sie diese Woche unter anderem noch der Besuch von US-Präsident Donald Trump.

Die Abwesenheit der beiden Urgroßeltern war laut Kensington Palast im Einvernehmen mit William und Kate getroffen worden. Gesundheitliche Gründe habe es demnach nicht gegeben.

Prinz Philip (97) jedoch hat sich bereits 2017 aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen, hatte sich lediglich auf der Hochzeit im Mai blicken lassen.

Friedlicher Prinz bei entspannter Taufe

Dem kleinen Prinzen waren An- und Abwesenheiten bei seiner Taufe aber offenbar egal. Bei der Ankunft scheint er, wie in einem Twitter-Video zu sehen, seelenruhig geschlafen zu haben. Laut seiner Mutter Herzogin Catherine sei er "sehr entspannt und ruhig". Ob ihm das Taufwasser aus dem Jordan etwas ausgemacht hat, ist nicht überliefert.

Die Runde bei der Zeremonie war neben William, Kate, Prinz George (4) und Prinzessin Charlotte (3) für royale Verhältnisse klein, nebst Prinz Charles und Herzogin Camilla sowie Kates Eltern Michael und Caroline Middleton, Prinz Harry und Herzogin Meghan, Kates Schwester Pippa Matthews mit Ehemann James Matthews und ihrem Bruder James Middleton standen die sechs Taufpaten auf der Gästeliste.

Diese sind allesamt enge Freunde und Angehörige der Familie: Prinz Williams Freunde Nicholas van Cutsem, Guy Pelly und Harry Aubrey-Fletcher sowie Lady Laura Meade, die Frau von James Meade, der ein ehemaliger Schulkamerad Williams aus Eton ist, kommen von Seiten des Prinzen. Die Herzogin durfte sich für ihre Cousine Lucy Middleton sowie für ihre Schulfreundin Hannah Carter entscheiden.

Einige Traditionen aufleben lassen: unter anderem alter Kuchen

Dass das Taufkleid weitergetragen wird, ist in der royalen Familie Tradition und gut bekannt. Prinz Louis‘ Geschwister trugen die Replik eines Taufkleides aus dem Jahr 1841 bereits bei ihren Taufen. Das Original hatte zuerst die älteste Tochter von Königin Victoria getragen, seither ist es das Taufkleid der Royals – mittlerweile aber eben als Replik, da das Originalkleid aus Seidensatin und Honiton-Spitze mittlerweile zu fragil ist.

Etwas befremdlich aber wirkt auf den ersten Blick eine andere Tradition – und die wurde aufgetischt: Der servierte Kuchen stammt, zumindest teilweise, nämlich aus dem Jahr 2011 – nämlich von der Hochzeit der Eltern des kleinen Prinzen.

Wie es eine englische Tradition nämlich will, wird bei vielen Hochzeiten ein Teil der Hochzeitstorte eingefroren und dann bei den Tauffeiern der Kinder erneut serviert. So kam nun auch wieder ein Stück der achtstöckigen Torte von William und Kate auf den Tisch. Auch bei der Hochzeit von Queen Elizabeth II. und Prinz Philip im Jahr 1947 wurde ein großer Teil der neunstöckigen Torte eingefroren. Dies soll die Familie stärken und ihr Glück bringen.

Wie auch immer der Kuchen geschmeckt hat, Prinz Louis wird wohl nicht viel davon mitbekommen haben. Fest steht jedoch: Der zuckersüße Prinz darf nun offiziell elf Wochen nach seiner Geburt seinen royalen Namen tragen.

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