21.06.2018

Zu Tisch im Palast Diese Speisen und Getränke sind für Royals tabu

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Knoblauch? Roher Fisch? Leitungswasser? Nicht mit ihr! Königin Elizabeth hält gerne die Fäden in der Hand. Auch, wenn es ums Essen geht. Sie bestimmt, welche Speisen und Getränke bei den Royals tabu sind.

Foto: Tim Graham/Getty Images

Knoblauch? Roher Fisch? Leitungswasser? Nicht mit ihr! Königin Elizabeth hält gerne die Fäden in der Hand. Auch, wenn es ums Essen geht. Sie bestimmt, welche Speisen und Getränke bei den Royals tabu sind.

Bei den Royals wird nur vom Feinsten aufgetischt? Weit gefehlt! Einige Delikatessen sind bei Hofe sogar tabu! Lesen Sie, welche Speisen und Getränke bei der Queen verboten sind.

Edles Porzellan, goldenes Besteck und nur die feinsten Speisen und Getränke: Bei den Royals wird kulinarisch anders aufgetischt als bei Mustermanns – aber nicht so, wie Sie vielleicht denken. Denn auch wenn Köche für das leibliche Wohl bei Hofe sorgen, geht es bei den Windsors erstaunlich bodenständig zu – und diszipliniert. Königin Elizabeth (92) hat für sich und die engere königliche Familie strenge Essensregeln erlassen – und die Köche sorgen dafür, dass sich die blaublütige Verwandtschaft auch an das Tabu hält.

Britische Royals : Welche Speisen und Getränke tabu sind

Verboten ist zum Beispiel Knoblauch – die Queen hasst den Geruch und den Geschmack. Aber auch rohes oder kurz gebratenes Fleisch sind vom Speiseplan verbannt. Zu groß die Gefahr, sich eine Lebensmittelvergiftung einzufangen. Aus demselben Grund werden keine Muscheln, Schalentiere, roher Fisch und Leitungswasser serviert. Kaum auszudenken, wenn der straffe Zeitplan wegen einer alles andere als royalen Diarrhö aus den Fugen geraten würde …

Stattdessen gibt es Wild und besonders häufig Geflügel wie Fasan, Moor- oder Rebhühner. Natürlich vom eigenen Landgut. Die Monarchin weiß eben gern, woher ihre Speisen stammen. Das Fleisch wird meist gegrillt und zusammen mit etwas Gemüse oder Salat, aber ohne Kartoffeln, Nudeln oder Reis serviert – die Royals sind also auf einer dauerhaften Low-Carb-Diät. Und die scheint zu funktionieren, denn kein Mitglied der königlichen Familie hat mit Übergewicht zu kämpfen.

Die kleinen kulinarischen Sünden der Royals

Doch es darf auch gesündigt werden: Als Nachtisch gibt es häufig Schokoladenkuchen. Die Queen liebt die süße Köstlichkeit – je dunkler, desto besser!

Während die Untertanen sich zum Frühstück mit Bohnen, Speck und Toast die Bäuche vollschlagen, stärkt sich das Staatsoberhaupt mit simplen Cornflakes, die ihr angeblich aus einem Plastikschüsselchen besonders gut schmecken. Dazu gibt’s ein Tässchen Darjeeling Tee. In ihrer schottischen Sommerresidenz Balmoral wird es noch bodenständiger: Die Monarchin isst dort kleingeschnippeltes Obst – angeblich aus einer gelben Tupper-Dose.

Bodenständig scheinen auch die Geschmäcker von Prinz William (35) und Bruder Harry (33) zu sein: Zusammen mit ihrer Mutter, Prinzessin Diana († 36), ging es für die Brüder früher gern und häufig zu McDonalds. Außerdem mögen sie Pizza – ein Gericht, das bei der Großmutter nicht auf dem Speiseplan steht.

Prinz Charles (69) hingegen scheint es ab und an zu genießen, sich über die Regeln der Matriarchin hinwegzusetzen: Der Thronfolger liebt Muscheln und Meerestiere und wurde schon öfters beim Verspeisen der verbotenen Köstlichkeiten beobachtet. Ansonsten hält er es wie seine Mutter und greift für seine und die Verpflegung von Gästen auf Zutaten aus eigenem Bioanbau zurück. Auf dem Tisch landet dann vom eigenen Koch zubereitete Hausmannskost – immer passend zur Saison.

Royale Tischsitten

Nicht nur bei den Zutaten gibt es EINIGES zu beachten: Als Gast bei den Royals kann man sich nicht einfach setzen, wenn einem danach ist. Erst wenn die ranghöchste Person – also die Queen – sitzt, dürfen die Gäste Platz nehmen. Das Essen beginnt, wenn die Königin anfängt, zu speisen – keine Sekunde eher! Die Serviette wird elegant im Schoß platziert, das Besteck darf während des Essens den Tisch nicht berühren.

Um nicht unangenehm aufzufallen, sollte die Gabel in der linken, das Messer in der rechten Hand gehalten werden. Speisen werden NIE aufgespießt, sondern elegant mit dem Messer auf die Gabel und dann, ohne zu kleckern und möglichst elegant, in den Mund bugsiert.

Während einer Essenspause wird das Besteck über Kreuz auf dem Teller abgelegt. Nach dem Essen liegen Messer und Gabel bei Hofe parallel. Besonders wichtig: Wenn die Queen fertig gespeist hat, müssen alle anderen Gäste ihr Essen ebenfalls beenden. Es lohnt sich also, zwischendurch einen Blick auf die Monarchin zu werfen, um am Ende nicht vor einem halb vollen Teller zu sitzen …

Einfach aufstehen und gehen? Keine Option! Die Tafel darf erst verlassen werden, nachdem die ranghöchste Person den Speisesaal verlassen hat. Ein sicheres Anzeichen für ein baldiges Ende des Essen ist übrigens die Handtasche der Königin: steht die auf dem Tisch, haben Gäste noch maximal fünf Minuten Zeit, um Teller und Glas zu leeren.

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