08.06.2018 - 12:36

Kinofilm „3 Tage in Quiberon“ War Romy Schneider eine Alkoholikerin?

"Fantasma d'amore" (1982) war Romy Schneiders letzter Film. Acht Tage nach der Premiere in Deutschland verstarb die Schauspielerin.

Foto: Sunset Boulevard/Corbis via Getty Images

"Fantasma d'amore" (1982) war Romy Schneiders letzter Film. Acht Tage nach der Premiere in Deutschland verstarb die Schauspielerin.

Die Tochter von Romy Schneider, Sarah Biasini, ist schockiert über den Film „3 Tage in Quiberon“. Nach ihrer Meinung sei er reine Fiktion – und habe nichts mit ihrer Mutter gemein.

Marie Bäumer wurde für ihre Rolle als Romy Schneider in dem Kinofilm "3 Tage in Quiberon" von Medien und Publikum gefeiert. Beim deutschen Fernsehpreis erhielt der Film, der seit April in den Kinos läuft, sieben Auszeichnungen.

Aber eine zeigt sich nun alles andere als begeistert: Romy Schneiders Tochter Sarah Biasini. Die 40-Jährige sagte gegenüber französischen Medien: "Ich bin total schockiert. Wer sich diesen Film anschaut, sieht keinen Film über meine Mutter."

Alkohol- und Tablettensucht?

Der Film handelt vom letzten Lebensjahr von Romy Schneider. Die Schauspielerin wurde am 29. Mai 1982 leblos in ihrer Pariser Wohnung aufgefunden, sie wurde nur 43 Jahre alt. Ihre Tochter war erst fünf Jahre alt, als sie ihre Mutter verlor.

Es gilt als bekannt, dass Romy Schneider häufig Alkohol konsumierte und Schlaftabletten einnahm. "3 Tage in Quiberon" bezieht sich auf einen Kuraufenthalt in dem gleichnamigen Ort in der Bretagne. Die Schauspielerin gab dort dem "Stern" ein Interview, kurz nachdem ihre zweite Ehe mit Daniel Biasini gescheitert war. Der Regisseur bezieht sich allerdings nicht ausschließlich auf das Interview, sondern hat sich die künstlerische Freiheit genommen, Romy Schneider so darzustellen, wie er sie sieht.

Hat sie eine Entziehungskur gemacht?

Sarah Biasini betonte in einem Interview mit dem französischen Radiosender "France Inter", dass der Film fälschlicherweise so tue, als sei ihre Mutter in Quiberon auf Entziehungskur gewesen, "Dabei war sie dort öfter für Thalasso-Behandlungen, und um ein paar überschüssige Pfunde zu verlieren", so Biasini. "Der Film besteht aus Unterstellungen und Implikationen, die einfach falsch sind", sagt sie weiter. "Am schlimmsten ist für mich aber, dass sie als Alkoholikerin dargestellt wird."

Alkoholikerin oder Genussmensch? Die Wahrheit werden wir wohl nicht mehr erfahren. "Meine Mutter kann sich selbst ja nicht mehr verteidigen", sagt Sarah Biasini.

Sie denken, bei einem Gläschen Wein am Abend sei doch nichts dabei? Lesen Sie hier, wie schädlich schon kleine Mengen an Alkohol für das Gehirn sein können.

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