01.06.2018

Exklusiv-Interview Barbara Meier: So hart ist es wirklich bei „Let's Dance“

Barbara Meier steht mit Sergiu Luca im Halbfinale von "Let's Dance".

Foto: MG RTL D / Stefan Gregorow

Barbara Meier steht mit Sergiu Luca im Halbfinale von "Let's Dance".

Barbara Meier steht im Halbfinale von „Let's Dance“. Im Interview mit bildderfrau.de erzählt die 31-Jährige, wie es hinter den Kulissen wirklich abläuft.

Sie hat nicht nur eine gute Figur, Model Barbara Meier macht auch eine ziemliche gute bei der RTL Erfolgsshow "Lets Dance". In der elften Staffel hat sie es bisher schon bis ins Halbfinale geschafft. Ihr Erfolgsrezept: knallhartes Training, hundertprozentige Disziplin und ein starker Wille, den ihr vor der Show wohl kaum einer zugetraut hatte. Meier hat sich in die Herzen der Zuschauer getanzt.

Los ging ihre Karriere als Model in der zweiten Staffel von "Germany's Next Topmodel" 2007. Der rote Lockenschopf hat auch dort alle anderen Kandidaten hinter sich gelassen und mit ihrem eisernen Willen am Ende von Heidi Klum die Siegerkrone aufgesetzt bekommen.

Barbara Meier spricht über "Let's Dance"

bildderfrau.de hat das Tanztalent exklusiv bei ihren Proben für "Let's Dance" getroffen und nach dem einen oder anderen Geheimnis der Show gefragt. Denn: Was auf dem Tanzparkett Freitag für Freitag so leicht aussieht, ist in Wirklichkeit wochenlange Schwerstarbeit – ein richtiger Fulltime-Job. Dazu verrät uns die 31-jährige auch, wie sehr sie sich auf ihre Hochzeit und eigenen Nachwuchs freut.

Liebe Barbara, wir (er-)geht es dir?

Barbara Meier: Mir geht es super. Das Training macht viel Spaß, am Freitag tanzen wir zwei super schöne Tänze, bei denen schon das Training große Freude gemacht hat! Ich freue mich, dass ich meinen Traum, tanzen zu lernen nun ein wenig ausleben darf. Die paar blauen Flecken, Blasen und Schmerzen merke ich da fast gar nicht...

Nun bist du die große Mode-Bühne gewohnt, wie ist es auf dem "Let's Dance"-Parkett zu sein?

Es ist schon ganz anders. Beim Modeln oder Schauspielen hat man viel mehr Freiheit – hier muss ja jeder Schritt auf die Musik passen und mit dem Tänzer synchron sein. Das ist für mich ganz neu und sehr sehr aufregend.

So hart trainiert Meier für "Let's Dance"

Wie oft trainiert ihr Kandidaten für die Show am Freitag?

Jeden Tag acht Stunden. Donnerstags sind Proben im Studio und Samstag ist frei.

Wie ist die Stimmung unter den Kandidaten? Freundschaftlich oder seid ihr Konkurrenten?

Es klingt so doof, aber bis auf wenige Ausnahmen verstehen wir uns alle super und machen auch privat viel miteinander. Wir geben jede Woche alle unser Bestes und freuen uns auch, wenn die anderen gute Tänze abliefern. Wir haben alle das gleiche Ziel: Dass die Zuschauer eine tolle Show zu sehen bekommen. Wenn sie dann für mich anrufen, freue ich mich natürlich. (lacht)

Wie organisierst du das zeitlich mit all deinen Terminen, oder nimmst du dir für "Let's Dance" Urlaub?

Es ist schon schwierig noch viel nebenbei zu machen, aber irgendwie geht das auch. Ich hatte für einen Kunden ein großes Shooting, das ich tagsüber gemacht habe – dafür haben wir dann im Anschluss bis spät in die Nacht trainiert.

An einem anderen Tag habe ich auf einer Konferenz eine Rede zum Thema "Fair Fashion" gehalten. Ich bin Botschafterin im Entwicklungshilfeministerium und durfte vor dem österreichischen Präsidenten und Arnold Schwarzenegger davon erzählen. Das ist eine solche Ehre und das Thema ist mir so wichtig – das konnte ich nicht absagen. Im März kam ein Angebot, eine große Hauptrolle in einem TV-Film zu übernehmen. Die musste ich schweren Herzens ablehnen, aber ab Mitte Juni habe ich wieder Zeit und kann all das nachholen.

Wie ist die Atmosphäre hinter den Kulissen?

Sehr gut. Sehr kameradschaftlich und lustig. Abends sitzen wir auch immer wieder mal an der Bar. In den letzten Wochen wurde vor allem während der Proben alles ein wenig angespannter. Wir haben ja mittlerweile zwei Tänze zu zeigen und vorzubereiten, da ist jeder sehr konzentriert und fokussiert.

Trainiert ihr immer nur mit eurem Tanzpartner?

Ja, man ist ein festes Team und arbeitet kontinuierlich zusammen.

Müsst ihr für das Tanztraining immer alle nach Köln?

Nein, jeder trainiert dort, wo er wohnt. Bei mir ist das Wien. Aber ich war ja auch bei den Filmfestspielen in Cannes. Dann haben wir halt dort trainiert.

Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt aufzugeben?

Nein, nie. Natürlich gibt es Momente, in denen ich denke, das schaffe ich niemals. Besonders jetzt haben wir immer zwei oder drei Tänze. Sergiu hat letzte Woche ganz treffend gesagt: "Es sind zwar zwei Tänze – aber du hast halt doch nur ein Gehirn“. Aber Aufgeben war nie ein Thema. Ich bekomme so viel tolles Feedback von Fans und Zuschauern. Da bin ich es ihnen schuldig alles zu geben. Sie haben ja auch für mich angerufen und machen es hoffentlich diese Woche auch wieder.

Viele Teilnehmer von "Let's Dance" verlieren ordentlich Kilos vom Tanzen. Dadurch kann sich der Körper ziemlich verändern. Erfahren Sie hier, welche Fitness die Rundungen in Form hält.

Was ist für dich der leichteste und was der schwerste Tanz?

Cha-Cha-Cha ist angeblich sehr schwer für Frauen mit langen Beinen. Das habe ich dann auch selbst gemerkt. (lacht) Leichter fällt mir z. B. der Walzer. Ich liebe die fließenden und eleganten Bewegungen! Außerdem kann ich das ja bald für meinen Hochzeitswalzer brauchen.

Wie sieht der klassische Freitags-Ablauf am Tag der Show aus?

Ich frühstücke erst einmal ausgiebig, weil ich Kraft für den Tag brauche. Der wird schließlich lang. Dann geht es in Richtung Studio und direkt in die Maske fürs Make-up und um die Haare machen zu lassen. Danach starten die Proben – und dann geht die Show auch schon los. Der ganze Tag vergeht immer wie im Flug.

Wie läuft das eigentlich mit deiner Garderobenwahl?

Es gibt eine ganz tolle Schneiderin mit einem großen Team. Die zaubern diese wunderschönen Outfits. Ich bin jedes Mal so begeistert davon.

Wie fühlt es sich an, unter den vier Besten zu sein?

Unglaublich. Ich muss mich manchmal kneifen und denke nur: 'wow. Danke, danke, danke liebes Publikum, dass ihr für mich angerufen habt und ich noch dabei sein darf'.

Was ist für dich das Schönste an der Show?

Die tollen Zuschriften der Zuschauer und Fans. Ich bekomme so viele nette Nachrichten, dass unsere Tänze sie bewegen, inspirieren und sogar zu ein paar kleinen Tränchen vor Rührung bringen. Jeder einzelne Zuschauer, der für uns anruft ist wie ein Geschenk, für das ich so dankbar bin. Ich hoffe, auch im Halbfinale und Finale schaffen wir es das Publikum zu begeistern.

Was ist das Schwierigste?

Das Schwierigste ist der Montag. Wir nennen ihn Manic Monday, weil meistens so viel nicht funktioniert. Man kann weder Choreo noch Schritte und denkt, das wird nie was bis Freitag. Aber irgendwie klappt es dann doch. Da ist immer wie ein kleines Wunder.

Wussten Sie schon, dass es echte Traum-Liebespaare bei "Let's Dance" gibt? Hier mehr erfahren.

Wenn ihr von der Jury strenge Kritiken bekommt, diskutiert ihr im Nachhinein hinter den Kulissen noch darüber? Nehmt ihr es manchmal auch persönlich oder ist danach alles wieder gut?

Wir nehmen es nicht persönlich, aber manchmal trifft es natürlich schon, weil man einfach alles gegeben hat und so viel Zeit und vor allem Liebe in den Tanz gesteckt hat. Die Jury kritisiert aber ja um uns zu helfen und nicht um uns zu deprimieren. So können wir nächstes Mal besser werden.

Im Vergleich zu deiner internationalen Modelkarriere, was ist schwieriger: eine große Modenschau für einen Star-Designer oder "Let's Dance"?

Ganz ehrlich: "Let’s Dance"! Beim Modeln weiß man ja, was man machen muss und die Kleidung steht im Vordergrund. Da habe ich auch viel mehr Routine. Beim Tanzen ist es jedes Mal wieder ein Abenteuer. Da geht es um meine Schritte, meine Ausdruck und da muss ich auch teilweise echt aus meiner Komfortzone herauskommen.

Was ist dein ganz persönlicher Wunsch für die Zukunft?

Dass ich immer so liebe Menschen um mich herum habe wie gerade. Meine Familie, mein Agent, meine Freunde und vor allem mein Verlobter hatten während meiner "Lets Dance"-Zeit so viel Verständnis für mich und haben mich so sehr unterstützt, dass ich oft ganz gerührt war.

In Zukunft sind dann hoffentlich auch noch Kinder bei den lieben Menschen um mich herum dabei. Ich freue mich schon sehr darauf, eine eigene Familie zu gründen!

Erfahren Sie hier mehr über "Let's Dance".

_______________

Wir wünschen Barbara Meyer dabei viel Glück. Ihre sympathische und professionelle Art hat uns begeistert. Sie bleibt immer freundlich, wirkt sehr bodenständig und irgendwie auch ganz normal. Ein Supermodel von Nebenan. Wer sie unterstützen möchte kann zum einen Daumen drücken oder heute Abend für sie anrufen – toi, toi, toi.

Infos zu Barbara Meier auch unter www.barbarameier.com

Seite