17.05.2018

"Wir wären wieder gleich alt" Tamme Hanken: Rührender Brief zum Geburtstag von seiner Frau

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Nie vergessen: Tamme Hanken, der "Knochenbrecher" und "Pferdeflüsterer" ist 2016 plötzlich verstorben. Seine Frau gratuliert ihm nun in einem rührenden Brief bei Facebook zum Geburtstag.

Foto: imago/teutopress

Nie vergessen: Tamme Hanken, der "Knochenbrecher" und "Pferdeflüsterer" ist 2016 plötzlich verstorben. Seine Frau gratuliert ihm nun in einem rührenden Brief bei Facebook zum Geburtstag.

Am 16. Mai wäre der TV-Pferdetherapeut Tamme Hanken 58 Jahre alt geworden. Seine Frau Carmen hat nun einen emotionalen Brief an ihn veröffentlicht.

58 Jahre alt wäre er jetzt: Tamme Hanken, der "Pferdeflüsterer" oder auch "XXL-Ostfriese", konnte diesen Geburtstag wie auch den vorherigen aber nicht mehr feiern. Völlig überraschend war der sympathische Tiertherapeut im Jahr 2016 verstorben. Seine Frau aber denkt immer noch liebevoll an ihn.

Und das hat Carmen Hanken nun mit einem emotionalen Brief noch einmal gezeigt. Auf Facebook veröffentlichte die 58-Jährige rührende Worte, die sie ihrem geliebten Mann so gerne noch hätte sagen wollen.

Carmen Hanken erinnert sich an ihren Tamme: "Heute wären wir wieder gleich alt"

Im Facebook-Post gratuliert Carmen ihrem verstorbenen Mann und erzählt ein wenig vom Leben auf dem Hof – und wie ihn alle, vor allem sie, schmerzlich vermissen. "'Am 12. Januar muss ich immer mit einer älteren Frau ins Bett – heute sind wir dann wieder gleich alt'. Ja, so warst Du, immer einen flotten Spruch auf Deinen Lippen", erinnert sich Carmen Hanken an ihre große Liebe.

"Deine Seele hast DU auf der Erde, und unter anderem bei mir gelassen", schreibt sie. In Gedanken sei ihr "Knüffel", wie sie ihn genannt hat, immer bei ihr und auf dem Hof noch immer spürbar. "Deine Fußstapfen, die Du hinterlassen hast, sind sehr tief." Und das merken auch die vielen Menschen, die ihr begegnen und noch immer "sehr bewegt" über ihren Mann sprechen. Den Hof betreibt Carmen Hanken heute allein weiter, therapiert weiterhin Pferde, wie es Tamme Hanken bereits getan hat.

Gleichzeitig beruhigt sie ihn, dass auf dem Hankenhof alles im Griff sei. "Ich gebe mein Bestes, diese Arbeit hier in Deinem/in unserem Sinne weiterzuführen, für die Tiere da zu sein", schreibt sie. Sie hätte ihn zwar lieber ganz an ihrer Seite, aber er habe auf seiner "Ebene genug zu tun", ist sie überzeugt. Heute solle er aber feiern: "Alle dort oben sollen Dich, mein lieber Schatz, hochleben lassen und in ihre Mitte nehmen."

Dass der plötzliche Tod ihres Mannes sie sehr getroffen und beeinflusst hat, hat uns die Witwe von Tamme Hanken im Interview bereits vor Monaten berichtet. Er sei nun eben ihr "XXL-Schutzengel". Nicht ganz 15 Jahre konnten Carmen und Tamme Hanken miteinander verbringen. Erst mit 42 Jahren hatten sich die beiden kennengelernt – leider, so sagt Carmen, zu alt für eigene Kinder, und fürs Jugendamt auch zu alt für eine Adoption. Dabei hätte der "Knochenbrecher", wie er aufgrund seines Chiropraktikerberufs plattdeutsch auch genannt wurde, sicher gerne Kinder großgezogen – und zwar anders, als er es wohl selbst erleben musste. In einem Buch berichtet seine Frau unter anderem über Tamme Hankens traurige Kindheit.

Die Sprache der Pferde zu verstehen, da gehört schon einiges dazu. Tamme Hanken und seine Frau Carmen konnten und können das – und sie wird sicherlich auch in Zukunft auf dem Hankenhof noch vielen Tieren und Menschen weiterhelfen. Auch in liebevollem Gedenken an ihren Mann.

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