15.05.2018

Die Sängerin im Interview Nana Mouskouri übers Jungbleiben, Brillen und Leidenschaft

Nana Mouskouris "Forever Young"-Album ist eine Erinnerung an ihre Karriere und an die Menschen, die sie dabei begleitet haben. Im Interview erzählt die Griechin mehr.

Foto: imago/Eibner

Nana Mouskouris "Forever Young"-Album ist eine Erinnerung an ihre Karriere und an die Menschen, die sie dabei begleitet haben. Im Interview erzählt die Griechin mehr.

Nana Mouskouri will sich noch nicht zur Ruhe setzen, das wäre ihr viel zu langweilig. Mit 83 Jahren bringt sie ein neues Album heraus: "Forever Young". BILD der FRAU sprach mit der Jazz- und Schlagersängerin über ihr neues musikalisches Werk.

Mit Jazz fing alles an – ihren Durchbruch in Deutschland schaffte die Griechin dann aber mit dem Schlager-Hit der 1960er, "Weiße Rosen aus Athen", der in etlichen Sprachen veröffentlicht wurde. Auf "Spiegel Online" wird sie als "zweiterfolgreichste Sängerin der Welt" bezeichnet: Nana Maskouri. "Forever Young" – so heißt das neue Album der inzwischen 83-Jährigen, und auch auf ihr Lebensmotto scheint diese Zeile zu passen.

BILD der FRAU traf die Sängerin zum Interview und sprach mit ihr über das Geheimnis, jung zu bleiben, und Ratschläge an die junge Generation von heute.

Nana Mouskouri: "Forever Young" ist Albumtitel und Lebensrezept zugleich

Bild der Frau: Frau Mouskouri, wie jung fühlen Sie sich heute?

Nana Mouskouri: Ich habe mich immer wie ein junges Mädchen gefühlt – das geht mir bis heute so. Ich habe auch keine Zeit, über mein Alter nachzudenken.

Ihr neues Album heißt "Forever young". Ist das ihr Lebensmotto?

Auf dem Album singe ich sehr bekannte Lieder aus den 60er und 70er Jahren, von mir eine Hommage an Künstler, die ich sehr schätze. Sie helfen mir auch, im Herzen jung zu bleiben und zu denken.

Haben Sie ein Rezept, jung zu bleiben?

Arbeiten. Ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet. In dem Moment, in dem ich Zuhause sitze, werde ich vermutlich übers Alter nachdenken. Ich werde immer singen, immer auftreten. Musik ist mein Lebenselixier.

Sie singen auf dem Album auch ein Lied von Udo Lindenberg…

Ja natürlich. Udo ist ein alter Freund von mir. Ich liebe seine Lieder und seine Texte. In Alfred Bioleks Sendung "Bios Bahnhof" habe ich mit ihm in den 70er Jahren "Andrea Doria" gesungen. Ein wundervoller Spaß.

Lesen Sie mehr: Nana Mouskouris neues Album ist eine Hommage an die Vorbilder und Wegbegleiter ihrer Karriere, u. a. Bob Dylan, Amy Winehouse, Marlene Dietrich und Elvis.

Sie waren auch mal verliebt in Bryan Adams...

(lacht) Nein, nicht verliebt im romantischen Sinn. Aber ich singe seinen Song "Everything I do" mit Herzklopfen. Vor allem, weil es der Titelsong des Films "Robin Hood" mit Kevin Costner ist. Und in den war ich damals wirklich unsterblich verliebt (lacht). Den Film habe ich mir immer wieder angeguckt.

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Nana Mouskouri war eine Brillen-Vorreiterin

Sie sind immer Ihren Weg gegangen, trugen Brille, als das noch nicht hip war. Woher nahmen Sie das Selbstbewusstsein?

Ja, das war wirklich lustig. Die Studiobosse wollten es mir verbieten. Brillen galten als hässlich. Aber sie waren ein Teil von mir. Und der Arzt verordnete sie mir. Ich finde es toll, dass junge Mädchen heute Brille tragen.

Wie viele Brillen besitzen Sie?

Über 100. Ich besitze sogar rote Brillen.

Was raten Sie jungen Menschen?

Eine Leidenschaft verfolgen. Nichts ist einfach im Leben. Aber das Wichtigste im Leben ist, eine Identität zu haben und im Herzen jung zu bleiben. Deshalb sollte man das tun, was man gerne macht.

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Dieses Interview mit Nana Mouskouri erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 19.

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