20.04.2018 - 14:01

Zum Kinostart von „Jim Knopf“ Henning Baum: „Ich wär so gern Pfadfinder gewesen“

Von

Redaktion

Leseratte? Schauspieler Henning Baum hat sich lieber in Baumkronen herumgetrieben oder Abenteuerurlaub in Großbritannien gemacht.

Foto: imago/Tinkeres

Leseratte? Schauspieler Henning Baum hat sich lieber in Baumkronen herumgetrieben oder Abenteuerurlaub in Großbritannien gemacht.

Als Teenie schwamm Henning Baum im Loch Ness, als Student kletterte er an Hochhausfassaden – und jetzt wird der 45-Jährige in "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" zum Kinder-Action-Held.

Henning Baum spielt in der neuen "Jim Knopf"-Verfilmung Lukas, den Lokomotivführer. Lesen Sie im Interview, wie abenteuerlustig der Schauspieler in seiner Jugend war und was er beim Dreh in Kapstadt erlebt hat.

Henning Baum über die Helden seiner Kindheit

BILD der FRAU: Herr Baum, Sie kommen jetzt als Lokomotivführer ins Kino. Wie war die Reise ins Lummerland?

Henning Baum: Wahnsinnig aufregend, spannend, voller Freude und Liebe. Viele Kinder sind mit Michael Endes Büchern groß geworden.

Waren Sie ein Bücherwurm?

Nee, ich habe jeden Baumwipfel mitgenommen, der irgendwie zu bezwingen war. Hauptsache, ich konnte draußen sein. Ich hätte mir so manches Mal den Hals brechen können.

Heißt: Mit Büchern hatten Sie nichts am Hut?

Das fing erst mit zehn an. Dank Auguste Lechner. Sie erzählte in ihren Jugendbüchern Heldensagen neu: Odysseus, die Nibelungen. Die Bücher habe ich verschlungen.

So als Kino-Lokomotivführer: Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Fahrt mit der Eisenbahn?

Ich glaube, das war zusammen mit meiner Oma. Ich weiß noch, wie sehr es mich beeindruckt hat, über die Hohenzollernbrücke am Dom vorbei nach Köln reinzufahren.

"Ich wollte nicht vor mir selbst als Hasenfuß dastehen"

Brauchen Kinder Abenteuer, um stark zu werden?

Natürlich! Wie nervenaufreibend das Ganze sein darf, muss man vom Kind abhängig machen. Ich habe immer gedacht: Wenn man stark und mutig ist, überwindet man alle Hürden. Aber ich habe auch schon oft gedacht: Traue ich mir das wirklich zu?

Und: Wie fiel die Antwort aus?

Ich habe mich immer gezwungen. Ich wollte ja nicht vor mir selbst als Hasenfuß dastehen.

Haben Sie ein Beispiel?

In den 90er-Jahren habe ich in den Semesterferien für eine Firma Super-Plakate an Fassaden gehängt. Da hingen wir in 100 Meter Höhe an Häusern und seilten uns außen an der Mauer ab, um die Poster zu befestigen. Was glauben Sie, wie einem da die Düse geht.

Zum Dreh von "Jim Knopf"

Okay, lieber zurück ins Lummerland: Sie haben auch in Kapstadt gedreht. Wie war das?

Schön – allein wenn ich an das Licht in der Wüste denke. Wir haben auch eine Nacht in der Wildnis übernachtet. Ich weiß noch, vom Feuerplatz aus bin ich durch die stockdunkle Nacht zum Zelt gelaufen. Ich hab nicht mal die Taschenlampe angeschaltet.

Keine Angst vor wilden Tieren?

Nein – wenn dich Raubtieraugen im Dunkeln anleuchten, musst du eh Ruhe bewahren. Ich kann mich auch in der Dunkelheit gut zurechtfinden, werde zum Teil der Nacht.

Also alter Pfadfinder.

Nein, aber das wäre ich gern gewesen. Es gab bloß keine Pfadfinder-Truppe bei mir in der Nähe. Also war ich einfach immer mit meinem Kumpel draußen. Mit 15 sind wir drei Wochen durch Großbritannien gereist – mit dem Zelt, nur er und ich.

Da waren Ihre Eltern aber ganz schön cool ...

Na ja, ich war damals schon recht groß und stark, mein Englisch gut. Einmal sind wir in Schottland so spät aus dem Pub raus, dass kein Campingplatz mehr geöffnet hatte. Wir haben dann eine Nacht am Ufer des Loch Ness verbracht.

Und: Ist Nessi, das Seeungeheuer rausgekommen?

(Lacht.) Nein, dabei hätte ich das richtig spannend gefunden. Ich bin sogar extra 'ne Runde im See geschwommen.

Sie wollen mehr von Henning Baum erfahren? Sehen Sie im Video, wie er von seiner Heimat schwärmt:

Henning Baum: So schwärmt der "letzte Bulle" über seine Heimat Essen
Henning Baum: So schwärmt der "letzte Bulle" über seine Heimat Essen

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Zur Person:

Geburtstag: 20. September 1972 (Jungfrau) in Essen.

Karriere: "Mit Herz und Handschellen" (Serie, 2002-2003), "Die Luftbrücke" (2005), "Der letzte Bulle" (Serie, 2010-2014), "Götz von Berlichingen"(2014), "Burg Schreckenstein" (2016 & 2017)

Privat: Aus der Ehe mit Corinna (Kostümbildnerin) hat er drei Kinder – Scheidung läuft. Mit seiner neuen Lebensgefährtin Christiane Meyer (Physiotherapeutin) hat er eine Tochter.

läuft seit dem 29. März im Kino.

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