19.03.2018 - 15:48

„Biggest Loser“-Siegerin 2017 Alexandra Gregus: Kochen ist mein neuer Lifestyle!

Geht im Kochen richtig auf: "Biggest Loser"-Gewinnerin 2017 Alexandra Gregus. Logisch, dass sie jetzt auch ein Kochbuch geschrieben hat.

Foto: Greb Event MediaDINA Vainchtein

Geht im Kochen richtig auf: "Biggest Loser"-Gewinnerin 2017 Alexandra Gregus. Logisch, dass sie jetzt auch ein Kochbuch geschrieben hat.

Als Siegerin bei „The Biggest Loser“ im vergangenen Jahr hat Alexandra Gregus mehr als 50 Kilo abgenommen – und neben ihrer Bewegung auch den Ernährungsplan umgestellt. Ihre vielen Rezepte, Ideen und Anregungen hat sie jetzt in dem Buch „Clever Essen“ veröffentlicht. Mit bildderfrau.de hat sie darüber gesprochen.

Das eigene Gewicht um mehr als die Hälfte reduzieren: was für eine Leistung! Genau das ist Alexandra Gregus 2017 in der TV-Show "The Biggest Loser"gelungen. Seitdem hält die 34-Jährige ihr Gewicht – mit viel Disziplin, Sport und gesunder Ernährung. Und hat darüber ihre Leidenschaft fürs Kochen entdeckt. Jetzt ist ihr erstes Kochbuch erschienen.

Mit bildderfrau.de hat Alexandra Gregus über ihr Buch gesprochen, worauf sie in der Küche nicht verzichten kann – und wie man am besten mit dem Abnehmen anfängt.

Alexandra Gregus über ihr neues Kochbuch

bildderfrau.de: Wie kamst Du auf die Idee, eine Kochbuch zu veröffentlichen?

Alexandra Gregus: Mich haben so viele Leute angeschrieben, viele haben mich gefragt, wie ich das bloß geschafft und was ich gegessen, was ich gekocht habe – das habe ich alles zusammengetragen und dann gedacht, eine Antwort in Form eines Kochbuchs ist vielleicht die beste Idee.

Hattest Du einen Plan?

Nein, gar nicht, im Gegenteil: ich habe einfach losgelegt. Entsprechend chaotisch war es dann auch erst einmal.

Wo hast Du all die Ideen für Dein Buch hergenommen?

Ich habe ja auch in meinem "früheren" Leben schon viel und gerne gekocht – viele Rezepte von damals habe ich so abgewandelt, dass sie in mein ernährungsbewusstes Konzept passen. Dann habe ich natürlich auch viel in Kochbüchern geblättert und mich inspirieren lassen, in Zeitschriften geblättert, mich mit Leuten unterhalten... So kamen eine Menge Ideen für Rezepte zusammen, die ich dann noch sozusagen auf meinen Geschmack personalisiert habe, indem ich hier etwas weggelassen, da etwas hinzugefügt oder ersetzt habe.

Selbst kochen macht Spaß – und erweitert den Horizont

Hast Du alle Rezepte in Deinem Buch selbst ausprobiert?

Ja, klar. Das war ja keine Plage für mich, ich habe ja auch früher schon viel gekocht und mich gerne mal gesund ernährt, also mit viel Obst und Gemüse. Nur waren das damals halt noch andere Mengen, und es kamen noch so viele ungesunde Sachen hinzu...

Was war die größte Schwierigkeit dabei, ein Buch zu schreiben?

Arbeitsvorgänge so zu beschreiben, dass sie verständlich sind. Sie kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen. Außerdem koche ich gerne Freestyle – für all die Rezepte musste ich mich aber festlegen. Das fand ich ganz schön schwierig.

Alexandras liebste Zutaten und Speisen

Auf was in der Küche kannst Du gar nicht verzichten?

  • Ich kann nicht ohne Magerquark leben – ob morgens im Müsli, im Käsekuchen, als Nachtisch mit Beeren...
  • Kichererbsen finde ich auch toll: sie sind superlecker, extrem hochwertig und unglaublich wandlungsfähig.
  • Haferflocken dürfen bei mir auch nicht fehlen, sind sind sättigend, ebenfalls hochwertig und sehr komplex. Sie funktionieren als Bindemittel mit Gemüse für Taler, als Boden für Kuchen und auch einfach im Müsli.

Verrätst Du uns Dein Lieblingsgericht aus dem Buch?

Grundsätzlich finde ich ja Salate klasse: man kann große Mengen davon essen und dabei figurbewusst bleiben. Es gibt definitiv mehr als den gemischten Salat mit Gurke und Tomate! Zum Beispiel den Süßkartoffel-Babyspinat-Salat.

Ich bin keine Veganerin, aber dieses Rezept ist der lebende Beweis dafür, dass sich Offenheit in alle Richtungen wirklich auszahlt – die Mayonnaise-Alternative ist prima und schmeckt richtig gut!

Hier gibt's das Rezept aus dem neuen Buch von Alexandra Gregus:

Süßkartoffel-Babyspinat-Salat

→ Zutaten für 2 Portionen: 600 g Süßkartoffeln, 100 g frischer Babyspinat, 1 rote Zwiebel, 10 g gehackte Cashewnüsse

→ Mandelmayonnaise: 1/2 Knoblauchzehe, 60 g Mandelmus, 70 ml Mandelmilch, 2 EL Wasser, 2 TL Senf, 1 EL, Rapsöl, 4 EL Zitronensaft, 1 EL gehackte Petersilie, Salz und Pfeffer

→ Pro Portion etwa: 780 kcal, 44 g Fett, 57 g Kohlenhydrate, 42 g Eiweiß

→ Zubereitung: Süßkartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser bissfest kochen, kaltstellen. Zwiebel schälen, fein hacken und mit dem Spinat zu den Kartoffeln geben. Für die Mayonnaise alle Zutaten in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer so lange pürieren, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Über Kartoffeln und Spinat geben und alles mischen. Zum Schluss mit den Nüssen garnieren.

Gab's noch mehr aha-Erlebnisse bei Neuentdeckungen?

  • Linsennudeln hätte ich früher zum Beispiel nie ausprobiert. Dabei sind die wirklich lecker.
  • Genauso wie Konjakudeln. Die schmecken zwar für sich genommen nach kaum etwas, aber in Kombination sind sie toll, außerdem sehen sie gut aus, das ist ja auch nicht unwichtig. Und man hat was zu beißen bei kaum Kalorien.
  • Oder Zucchini-Porridge – hört sich ja auch erst einmal merkwürdig an, schmeckt aber unglaublich gut!

Wer Bereitschaft zeigt, sich auf neue Zutaten und Kombinationen einzulassen, einfach auszuprobieren, kann seinen Koch-Horizont unheimlich erweitern. Und es macht großen Spaß!

Einfach anfangen mit dem Abnehmen!

Nochmal zum großen Thema Abnehmen: Wie fängt man am besten an?

Indem man einfach anfängt. Ganz ehrlich: Bring den Ball zum Rollen, dann rollt er. So einfach ist das. Meine Empfehlung: sich ein Ziel setzen. Und mindestens drei gute Gründe nennen können, warum das Ziel erreicht werden muss. Das Visualisieren dieses Ziels, das Wissen darum, warum es sein muss, ist so wichtig!

Am besten ist es, sich einen Plan zu machen. Pro Woche, pro Tag, pro Stunde – was einem am liebsten ist. Und darin genau festhalten: Wann esse ich was, wann mache ich was, wann ist Sport dran usw. Es ist wie in der Schule: Wenn Mathe dran ist, ist eben Mathe dran, fertig. Ob es einem gerade passt oder nicht. Einfach mal durchziehen, ohne Wenn und Aber. Darum geht es.

Zum Umpolen notwendig: 12 Wochen durchhalten!

Was hilft, um nicht rückfällig zu werden?

Am Anfang war es wichtig, erst einmal radikal zu sein. Das Gehirn braucht etwa zwölf Wochen, bis die alte Gewohnheit raus und es gewissermaßen neu bespielt ist. Diese Umgewöhnungsphase ist nicht leicht, aber danach wird es besser. Heute ist es bei mir so: Wenn ich einen Hungerflash bekomme, denke ich an ein Vollkornbrötchen mit Käse und Gurke belegt – früher waren es Eis, Chips, Schokolade... Irgendwann wird die neue Denkweise zur Routine, das ist toll!

Körperliche Beeinträchtigungen sind weg

Dann habe ich ja am eigenen Leib erfahren, wieviel mehr Lebensqualität es hat, nicht übergewichtig zu sein. Ob Bluthochdruck, Augen- oder Kopfdruck, Knieschmerzen usw. Das ist alles weg, seit ich abgenommen habe, ich schleppe im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr so viel Ballast mit mir herum. Das hilft mir enorm, weiterhin konsequent und diszipliniert zu sein.

Und schließlich ist Vorsicht geboten, wenn man aus seiner Routine gerissen wird. Ich bin gerade viel unterwegs, da klopft mein "altes Ich" schon gelegentlich wieder an, die Verhaltensmuster von damals. Weil ich die Fehler aber nicht noch einmal machen möchte, muss ich heute eben etwas dafür tun. So bereite ich mir meine Mahlzeiten oft vor und nehme sie dann mit. Das erfordert mehr Zeit, mehr Planung, mehr Struktur, und es braucht ein umfassendes Konzept. Aber es lohnt sich!

Wird es weitere Bücher von Dir geben?

Das kann ich mir jedenfalls sehr gut vorstellen. Ein weiteres Kochbuch sowieso, aber es gibt auch andere Pläne, die will ich allerdings noch nicht verraten.

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Sind Sie jetzt inspiriert – und wollen auch Gewicht verlieren? Hier gibt's 12 Abnehm-Tipps von Alexandra Gregus.. Die "Biggest Loser"-Siegerin hilft übrigens auch noch in dieser Form beim Abnehmen: Alexandra Gregus bietet jetzt Workshops an, in denen es um Themen wie Ernährung, Bewegung und ein gesundes Körpergefühl geht.

Mehr über die Abnehm-Show "The Biggest Loser" erfahren Sie in unserem Themen-Special. Und viele Informationen sowie Artikel rund ums Thema Diäten finden Sie hier.

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