06.03.2018 - 14:49

Offene Worte von TV-Frau Lierhaus: „Wollte nicht mehr angestarrt werden wie ein Monster“

Monica Lierhaus spricht über ihren harten Kampf zurück ins Leben.

Foto: imago / Agentur Baganz

Monica Lierhaus spricht über ihren harten Kampf zurück ins Leben.

TV-Sportmoderatorin Monica Lierhaus kämpft seit 2009 mit den Folgen einer Gehirnoperation. Jetzt spricht sie über die schwere Zeit nach dem Eingriff und ihren harten Kampf zurück ins normale Leben.

Erst vor wenigen Tage wurde bekannt, dass Monica Lierhaus schwere Gesichtsverletzungen nach einem Sturz erlitten hat. Die 47-Jährige zog sich dabei Jochbeinbrüche zu, außerdem ist seither ihre rechte Gesichtshälfte gelähmt. Nur einer von vielen Rückschlägen, die Lierhaus seit der missglückten Gehirn-Operation 2009 wegstecken muss.

Monica Lierhaus: So schwer war die Zeit nach der Operation

Nun hat Lierhaus in einem Gespräch mit "Bunte" über die Zeit nach der Operation gesprochen – und sehr klare Worte gefunden. Am meisten belastet hat sie das Gefühl auf der Straße angestarrt zu werden. Ihren ersten Weg zurück in die Öffentlichkeit wagte Lierhaus 2011 bei der Verleihung der Goldenen Kamera. Sie machte ihrem damaligen Lebensgefährten Rolf Hellgardt auf der Bühne einen Heiratsantrag. Trotz vielfacher Kritik steht Lierhaus dem Auftritt heute positiv gegenüber: "Ich habe es hauptsächlich deswegen getan, weil ich endlich wieder auf die Straße gehen wollte. Ich wollte nicht mehr angestarrt werden wie ein Monster. Jetzt war allen klar, so bin ich halt", sagt Lierhaus zu "Bunte".

Lierhaus musste alles neu lernen

Lierhaus musste sich 2009 einer Gehirn-Operation unterziehen, weil ein Hirn-Aneurysma entfernt werden musste. Bei dem Eingriff kam es zu Komplikationen, anschließend lag sie vier Monate im Koma. Die beliebte Moderatorin musste danach alles neu lernen – dazu gehörten alltägliche Dinge wie gehen, sprechen und essen. Die Zeit danach beschrieb Lierhaus einst so: "Ich konnte gar nichts. Nichts. Mir wurde gesagt, ich war wie ein Sack Kartoffeln. Ich sage immer, ich war wie eine lebende Leiche."

Doch Lierhaus gab nie auf. In einer langjährigen harten Therapie kämpfte sie sich zurück ins Leben. Noch immer leidet sie an den Folgen. "Das Gleichgewichtsorgan ist halt schwer beschädigt worden“, erklärt sie. Auch die Fingerspitzen ihrer linken Hand seien komplett taub. Und die Schmerzen sind ihr ständiger Begleiter. Nur wenn sie auf einem Pferd sitzt, ist sie schmerzfrei, "aber danach kommen sie auch gleich wieder. Leider", erklärt Lierhaus.

Lierhaus: "Ich würde das heute vermutlich nicht noch mal machen"

Vor allem das Gehen auf unebenen Untergrund fällt Lierhaus schwer. "Ich habe mich von Anfang an gegen Gehhilfen entschieden. Ich hatte ganz früher mal einen Rollator, dann bin ich immer so gebeugt gegangen, und das war auch doof. Also habe ich das weggelassen." Lierhaus wünscht sich wieder ein komplett unabhängiges Leben führen zu können. Wenn sie rückblickend an die verhängnisvolle Operation denkt, dann sagt sie, "ich würde das heute vermutlich nicht noch mal machen. Nicht, nachdem ich weiß, was das alles gebracht hat."

Aufgeben war für Monica Lierhaus noch nie eine Option, deshalb ist sie ein großes Vorbild. Jeden schweren Rückschlag hat sie bisher gemeistert. Und wir hoffen, dass sie weiterhin so mutig und kämpferisch durchs Leben geht.

Erfahren Sie hier, wie gefährlich ein Aneurysma im Kopf oder Bauch sein kann.

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