22.06.2018 - 14:24

Biografie Christine Neubauer: Bayerische Frohnatur und Vollweib

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Lesen Sie die Biografie von Christine Neubauer, eine starke und talentierte Frau.

Foto: imago/Future Image

Lesen Sie die Biografie von Christine Neubauer, eine starke und talentierte Frau.

Christine Neubauer spielt gern starke Frauen. Das „Vollweib“ überraschte mit Diäterfolgen und musste eine dramatische Diagnose verkraften.

Christine Neubauer hat den Titel "Vollweib" immer als Auszeichnung verstanden. Für die Münchnerin gehörten dazu anfangs feminine Rundungen, aber vor allem eine innere Stärke und selbstbewusstes Auftreten. Die Malerin und Autorin wagte sich mit Mitte 50 für "Dance Dance Dance" aufs Tanzparkett. Bei den Proben erfuhr Neubauer, dass sie unheilbar erkrankt ist.

Christine Neubauer: Ihre Schaupielkarriere

Neubauer kam am 24. Juni 1962 (Sternzeichen: Krebs) als Kind eines Buchdrucker-Ehepaars in München zur Welt. Schon als kleines Mädchen träumte sie von einer Schauspielkarriere. Mit 16 Jahren bewarb sie sich in ihrer Heimatstadt an der Otto-Falckenberg-Schule für Darstellende Kunst, wurde aber abgelehnt. Das noch unentdeckte Nachwuchstalent ließ sich davon jedoch nicht entmutigen. Neubauer brach ihr Psychologiestudium nach zwei Semestern ab und nahm auf eigene Faust Schauspielunterricht. Die Münchnerin wurde sogar an der legendären Talentschmiede von Lee Strasberg in New York aufgenommen.

Nach ersten Theaterauftritten folgten schnell erste Fernsehrollen, zum Beispiel in der Krimireihe "SOKO München". 1984 gab Neubauer ihr Kinodebüt an der Seite von Iris Berben und Rolf Zacher in der Komödie "Tapetenwechsel". Den Durchbruch brachte die Zusammenarbeit mit Regisseur Rainer Wolffhardt. Er besetzte die junge Schauspielerin erst in der Literaturverfilmung "Der Unfried" (1986). Ein Jahr später war Neubauer auch in Wolffhardts "Löwengrube" zu sehen. 1992 brachte ihr die Historienserie den Adolf-Grimme-Preis ein.

Ihre sinnliche Ausstrahlung gepaart mit einem Talent für Komik machten Neubauer in der Folgezeit zu einer gefragten Darstellerin. Sie war unter anderem in "Otto – Der Außerfriesische" (1989), "Forsthaus Falkenau" (1991), "Der Bergdoktor" (1992) und "Der Gletscherclan" (1994) zu sehen. Immer wieder wurde Neubauer für starke Frauenrollen besetzt. Dazu gehören die Rolle als Wunderheilerin im TV-Zweiteiler "Mali" (1996), die Literaturverfilmung "Die Geierwally" (2005), die Serie "Die Landärztin" (2005 – 2013) und vor allem die TV-Komödie "Vollweib sucht Halbtagsmann" aus dem Jahr 2002. Letztere inspirierte Neubauer zu der "Vollweib"-Bücherreihe.

Christine Neubauer: Autorin, Malerin & "Dance, Dance, Dance"

Die Schauspielerin hat ihren Umgang mit ihren Rundungen in zahlreichen Ratgebern niedergeschrieben. Den Anfang machte 2004 "Das Vollweib-Kochbuch: Schlemmen ohne Reue – Meine Lieblingsrezepte". Es folgten "Die Vollweib-Diät", "Das Vollweib-Training", "Vollweib pur! Mein 4-Wochen-Programm", "Vollweib-Beauty" sowie "Das Leben ist jo-jo: Meine Wohlfühlgeheimnisse“"

Zudem ist . Ihre Bilder werden von jenen Galeristen verkauft, die auch Udo Lindenbergs Likörelle anbieten.

2017 wagte sich die Schauspielerin aufs Tanzparkett. Sie trat als älteste Teilnehmerin in der zweiten Staffel der RTL-Show "Dance Dance Dance" an. Die damals 55-Jährige und ihr Kollege Gedeon Burkhard mussten den Wettstreit in der vierten und vorletzten Folge verlassen.

Christine Neubauer: Diäterfolg, Liebesleben und Krankheit

Bei "Dance Dance Dance" präsentierte sich das einstige "Vollweib" dem Publikum extrem erschlankt. Von einst 44 war Neubauers Kleidergröße auf 34 geschrumpft. Dazu hatte auch das harte Training für die Tanzshow beigetragen. Dem Magerwahn wollte die Schauspielerin aber absolut nicht verfallen sein. "Ich bin immer noch weiblich und kurvig, aber innerlich natürlich im Moment ziemlich trainiert", sagte sie damals der Zeitschrift "Bunte". Mit dem Tanzen hatte die Schauspielerin zudem eine neue Leidenschaft entdeckt. "Das hat auch noch den Vorteil, dass es absolut glücklich macht. Und wenn die Kombi dann zutrifft, macht das zufrieden und glücklich, und das strahlt man aus."

Das rundum fröhliche Auftreten verdankt Neubauer auch ihrem Privatleben. Die gebürtige Münchnerin hatte 1990 ihre Jugendliebe Lambert Dinzinger geheiratet. Zwei Jahre später kam Sohn Lambert Jr. zur Welt. Anfang 2011 gaben Neubauer und der Sportjournalist ihre Trennung bekannt. Wenige Monate darauf wurden die Schauspielerin und der chilenische Fotograf José Campos ein Paar.

Neubauer hat allerdings auch mit Schicksalsschlägen zu kämpfen. Während der Proben zu "Dance Dance Dance" litt sie plötzlich unter starken Rückenschmerzen. Dann die erschütternde Diagnose: Die Schauspielerin leidet an der unheilbaren Krankheit Morbus Bechterew. Die chronische rheumatische Erkrankung führt typischerweise zu Entzündungen an der Wirbelsäule. Neubauers Vater leidet ebenfalls unter Morbus Bechterew.

Die Schauspielerin gab sich von der Diagnose nicht geschlagen. "Das Beste, was ich machen kann, damit es nicht schlimmer wird, sind Dehnübungen, Gymnastik oder eben Tanzsport, weil dadurch der ganze Körper beansprucht und die Rückenmuskulatur gestärkt wird", so Neubauer im Interview mit "Bunte" Ein Vollweib lässt sich eben nicht unterkriegen.

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