05.01.2018 - 16:56

Empörend, dieser Vorschlag Wer zur Hochzeit von Meghan und Harry aus Windsor raus soll

Am 19. Mai wird es soweit sein: Die royale Hochzeit von Meghan und Harry wird in Windsor begangen. Doch nicht jeder ist in dem Städtchen an dem Tag willkommen...

Foto: Chris Jackson/Getty Images

Am 19. Mai wird es soweit sein: Die royale Hochzeit von Meghan und Harry wird in Windsor begangen. Doch nicht jeder ist in dem Städtchen an dem Tag willkommen...

Im Mai wird die Hochzeit von Meghan und Harry in Windsor stattfinden. Natürlich soll dann alles perfekt sein – da ist für Obdachlose offenbar kein Platz. Denn genau die sollen an dem Tag in dem beschaulichen Städtchen nicht zu sehen sein...

Willkommen in der schönen, heilen Welt der Royals: Wenn am 19. Mai für Harry und Meghan die Hochzeits-Glocken läuten, schaut die ganze Welt gebannt zu. Da scheint Windsor, das 30.000-Einwohner-Städtchen im Grünen vor den Toren Londons, genau der richtige Ort zu sein – zumal sich dort auch die berühmte Residenz der britischen Königsfamilie, Schloss Windsor, befindet.

Zur Hochzeit von Meghan und Harry sollen keine Obdachlosen zu sehen sein

Doch Halt: Da gibt es etwas, was die beschauliche Idylle gehörig stört – findet zumindest der dortige Kommunalpolitiker Simon Dudley. Und zwar Bettler und Obdachlose. Deshalb will er die mit Hilfe der Polizei aus Windsor zum Hochzeitstermin verbannen.

Von einer "Epidemie von Obdachlosen und Landstreichern", die es dort "leider" gibt, schreibt er Ende Dezember 2017 in einem Tweet. Und in einem Brief an den lokalen Polizeichef bringt er gar seine Sorge zum Ausdruck, Obdachlose im Straßenbild könnten "eine schöne Stadt in einem leider unvorteilhaften Licht erscheinen lassen".

Konservativer Politiker: Bettlern geht's gar nicht so schlecht

Vor allem Bettler würden eine "besorgniserregende und feindselige Atmosphäre" für Bewohner und "die sieben Millionen Touristen, die jedes Jahr nach Windsor kommen", schaffen – so der konservative Vorsitzende des Kommunalparlaments von Windsor und Maidenhead.

Simon Dudley geht aber noch weiter – und versteigt sich zu der Aussage, dass viele Bettler in der Stadt seiner Ansicht nach gar nicht obdachlos sind. Alle anderen hätten "alle Unterstützungsangebote" abgelehnt. Ginge es nach ihm, soll unter anderem ein Gesetz aus dem Jahr 1824 genutzt werden, das das Übernachten im Freien und Betteln unter Strafe stellt.

Viele Menschen und Hilfsorganisationen sind empört

Was für ein Schlag ins Gesicht für jeden Obdachlosen! Logisch, dass zahlreiche Menschen über soziale Medien sowie Hilfsorganisationen Dudleys Äußerungen bereits scharf kritisiert haben. Murphy James vom Windsor Homeless Project sagte laut dem britischen "Guardian", Obdachlose würden schließlich nicht aus freien Stücken auf der Straße schlafen und betteln. "Niemand macht das freiwillig. Wir sollten diese Menschen nicht dämonisieren, sondern fragen, was wir tun können, um ihnen zu helfen."

Greg Beales von der Hilfsorganisation Shelter pflichtet ihm bei – und sagt, "Obdachlose zu stigmatisieren oder zu bestrafen, ist komplett kontraproduktiv."

Politiker distanzieren sich

Auch Wisdom da Costa, Stadtrat in Windsor, widerspricht den überheblichen Aussagen von Dudley – und ist vielmehr der Meinung, "dass wir Geld dafür aufwenden müssen, Menschen von der Straße zu holen und mit den Problemen umzugehen." Und er ist bei weitem nicht der einzige.

Jetzt hat sich sogar die britische Premierministerin Theresa May schon zu dem Vorfall geäußert – in einem BBC-Interview vom 4.1. sagte sie: "Ich bin nicht einverstanden mit den Äußerungen, die der Ratsvorsitzende gemacht hat."

Wie Harry und Meghan zu den Äußerungen stehen, ist nicht bekannt – es dürfte ihnen aber bei ihrem hohen sozialen Engagement eher nicht gefallen.

Ob die ganze unschöne Diskussion ein weiteres böses Omen für den Prinzen und seine Zukünftige ist? Denn auch eine Wahrsagerin sieht schwarz für Harry und Meghan.

Sind Sie an den Königshäusern Europas interessiert? News und Infos rund um die Royals finden Sie in unserem Themen-Special.

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