12.10.2017

Besuch auf der Buchmesse Salman Rushdie beklagt Zurückhaltung der Gesellschaft

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie (l) zu Gast auf der Buchmesse in Frankfurt am Main.

Foto: dpa

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie (l) zu Gast auf der Buchmesse in Frankfurt am Main.

Der indisch-britische Autor ist der Ansicht, dass wir in dunklen Zeiten lebten. Er sprcht von Strukturen des Bösen, die es derzeit überall gebe - und er vermisst Helden, die den Mund aufmachten.

Der Bestsellerautor Salman Rushdie ("Golden House") hat eine allgemeine Zurückhaltung in der Gesellschaft beklagt.

"Die Leute scheinen den Eindruck zu haben, dass man nicht so einfach etwas sagen darf wie früher. Es gibt einfach zu wenig Helden", klagte der 70-Jährige am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse. Dabei sprach er von Strukturen des Bösen, die es derzeit überall gebe. "Wir leben in dunklen Zeiten", sagte Rushdie.

Der britisch-indische Schriftsteller war 1988 mit seinem Roman "Die satanischen Verse" weltberühmt geworden. Islamische Fundamentalisten hatten das Werk als blasphemisch empfunden, der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini rief mit einer "Fatwa" zur Ermordung Rushdies auf.

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