22.05.2019

Pokale, Schläger, sogar Socken Boris Becker: Seine Trophäen werden jetzt doch zwangsversteigert

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Es läuft nicht rund für Boris Becker: Der Ex-Tennisprofi muss seine Trophäen zwangsversteigern lassen.

Foto: imago images/Philippe Ruiz

Es läuft nicht rund für Boris Becker: Der Ex-Tennisprofi muss seine Trophäen zwangsversteigern lassen.

Spiel, Satz und Sieg – aber nicht für Boris Becker: Der Ex-Tennisprofi muss seine Trophäen zwangsversteigern lassen, nachdem er sich 2018 noch erfolgreich dagegen gewehrt hatte.

Vor knapp zwei Jahren wurde bekannt, dass es mit der finanziellen Lage von Boris Becker nicht zum Besten bestellt ist. Im Laufe der Zeit häufte sich sein Schuldenberg dann auf stattliche 61 Millionen Euro an, die Zwangsversteigerung stand schon kurz bevor. Die konnte der Ex-Tennisprofi zwar verhindern, aber offenbar nicht auf Dauer: Jetzt sollen viele seiner Trophäen unter den Hammer kommen!

Boris Becker: Seine Trophäen werden zwangsversteigert

Wie das Londoner Auktionshaus "Wyles Hardy & Co" jetzt mitteilen ließ, werden im Juli rund 80 Gegenstände aus der Karriere des einstigen Tennisprofis zwangsversteigert. Am 9. Juli können sie nach Terminabsprache besichtigt werden, am 11. Juli endet dann die Online-Auktion.

Unter den wertvollen Stücken befinden sich laut "Bild" Kopien der Siegerpokale von US Open und Davis Cup, die die Spieler mit nach Hause nehmen dürfen, den Bambi-Preis von 1985, die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis. Die teuersten Stücke: zwei Renshaw-Cups seiner Wimbledonsiege von 1985 und 1987 mit einem Einstiegsgebot von umgerechnet mehr als 9100 Euro. Aber auch Uhren, ein Trainingsanzug, signierte Schuhe und sogar eine Socke des 51-Jährigen können ersteigert werden.

Mit dem Erlös der Becker'schen Gegenstände sollen die Forderungen einiger Gläubiger noch 2019 zumindest zum Teil beglichen werden.

Versteigerung wurde 2018 in letztem Moment gestoppt

Boris Becker hatte sich im vergangenen Jahr erfolgreich dagegen gewehrt, dass der Insolvenzverwalter seine persönlichen Gegenstände verkaufen lassen darf. Im Interview mit "Bild am Sonntag" sagte die Tennislegende damals dazu: "Bei dieser Versteigerung geht es nur darum, mir persönlich wehzutun, weil ich natürlich emotional an den Trophäen hänge. Wenn man den reinen Verkaufswert dieser Gegenstände wie Schläger und Pokale aufrechnet, dann ist das ein Klacks."

Der 51-Jährige kündigte an, eine einstweilige Verfügung zu beantragen – mit Erfolg: Eine britische Anwaltskanzlei konnte den Verkauf weniger als 24 Stunden vorher stoppen – im letzten Moment. Durch die Versteigerung sehe Boris Becker seine Würde verletzt, hieß es als Begründung."Endlich gute Nachrichten," kommentierte Becker den Beschluss damals auf Twitter.

Doch im November 2018 ließ Boris Becker verlauten, er sei finanziell nicht mehr in der Lage, den Streit weiter vor Gericht auszutragen. Einer Versteigerung seiner Trophäen stand damit nichts mehr im Weg.

Boris Becker war bereits im Juni 2017 von einem britischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden, seitdem läuft das Insolvenzverfahren. Jetzt muss sich der gefallene Held wohl damit abfinden, dass seine persönlichen Devotionalien in andere Hände gelangen.

Und so berichtete BILD der FRAU im Oktober 2017:

Die finanziellen Probleme von Boris Becker scheinen immer größer zu werden. Wie die "Bunte" und der "Stern" berichten, soll der 49-Jährige insgesamt einen Schuldenberg von 54 Millionen Pfund (umgerechnet rund 61 Mio. Euro) haben – und die Zwangsversteigerung ins Haus stehen. Diese Summe soll ein englischer Insolvenzverwalter in der aktuellen Becker-Akte vermerkt haben. Sein Anwalt hat sich zu den Behauptungen geäußert.

Becker droht die Zwangsversteigerung

Der neue Londoner Bericht (angefertigt vom Finanzdienstleister Smith & Williamson) soll laut "Bunte" 24 Seiten umfassen. Darin sollen bereits alle Vermögenswerte aufgeführt worden sein, die bei einer Zwangsversteigerung versilbert werden könnten, um zumindest einen Teil der Gläubiger zu bezahlen. Darunter soll sich auch der Wimbledon-Pokal von 1985 befinden, zudem vier Luxusuhren im Wert von rund 42.000 Euro. Becker soll aufgefordert worden sein, die Stücke nicht aus seinem Londoner Haus beziehungsweise dem Haus seiner Mutter in Deutschland zu entfernen.

Das Auktionshaus Wyles Hardy & Co. soll schon damit beauftragt worden sein, den Wert der Pokale und Erinnerungsstücke zu schätzen. Nach Informationen des "Stern" wurde bisher insgesamt ein Vermögenswert in Höhe von rund 540.000 Euro indentifiziert.

Das sagt Beckers Anwalt zu den 61 Mio. Euro Schulden

Beckers Anwalt äußerte sich bereits zu den Berichten und Behauptungen. An der kolportierten gewaltigen Summe sei nicht allzu viel dran, erklärte Christian-Oliver Moser im "BILD"-Interview. "Die angegebene Höhe der Schulden wird von unserem Mandanten vehement bestritten", betonte er. Der Schuldenberg soll deutlich niedriger sein. Die aktuellen Angaben werden "einer gerichtlichen Überprüfung größtenteils nicht standhalten", so Moser. Der Anwalt dementierte auch, dass Becker seinen Wimbledon-Pokal abgeben und seine Lebensversicherung als Sicherheit an Gläubiger abtreten müsse.

Wollen Sie noch einmal einen Blick auf die Karriere von Boris Becker werfen? Schauen Sie in unser Video:

So wurde Boris Becker zur Tennis-Legende

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Im Juni wurden Beckers finanziellen Probleme bekannt

Bekannt wurde Beckers prekäre finanzielle Situation im Juni, als ein Konkursgericht in London den dreimaligen Wimbledonsieger für zahlungsunfähig erklärte. Zunächst war von Schulden in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro die Rede.

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