04.10.2017

Witwe Carmen berichtet So traurig war die Kindheit von Tamme Hanken

Am 10. Oktober 2016 starb Tamme Hanken an Herzversagen. Jetzt hat seine Witwe Carmen ein Buch über ihn geschrieben.

Foto: imago / Michael Wigglesworth

Am 10. Oktober 2016 starb Tamme Hanken an Herzversagen. Jetzt hat seine Witwe Carmen ein Buch über ihn geschrieben.

Vor fast einem Jahr starb Tamme Hanken plötzlich und unerwartet. Seine Witwe Carmen berichtet nun in einer Biografie über die traurige Kindheit des "Knochenbrechers".

Am 10. Oktober 2016 starb Tamme Hanken an Herzversagen. Der sympathische Tierheilpraktiker half mit seinen starken Händen kranken Tieren – und begeisterte damit seine Fans. Bekannt wurde Tamme Hanken durch TV-Formate wie "Knochenbrecher on Tour". Jetzt bringt seine Witwe Carmen ein Buch heraus, in dem sie ihr Leben mit dem XXL-Ostfriesen beschreibt und auch über die traurige Kindheit von Tamme Hanken berichtet. In der Zeitschrift "In Touch" veröffentlichte Carmen Hanken erste Auszüge aus dem Buch mit dem Titel "Gemeinsamer Ausritt".

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Schlechte Beziehung zwischen Hanken und seiner Mutter

Tamme Hanken hatte vor allem zu seiner Mutter eine sehr schlechte Beziehung. Carmen sagt: "Sie machte ihn für die Schmerzen, die sie bei der damals üblichen Hausgeburt hatte, verantwortlich. Er muss ein sehr, sehr großes Baby gewesen sein, sie eine zierliche Frau, und lang und schmerzhaft war die Geburt." Zudem sei sie nach der Entbindung an Asthma erkrankt. "Dies hat sie ihm auch nie verziehen. So wurde Tamme zum Ursprung allen Übels.“

Er musste in der Badewanne schlafen

Bereits als Junge war Hanken ungewöhnlich groß. Deshalb musste er in der Badewanne schlafen. Seine Mutter hat ihn gehasst, schreibt Carmen in dem Buch. "Er bereitete ihr nur Ärger und Sorgen, das ließ seine Mutter ihn spüren. Mit 14 verließ er den elterlichen Hof", schreibt die Witwe.

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Erst spät öffnete sich Tamme Hanken

Carmen erzählt weiter, dass sich Tamme nach einer Weile öffnete, nachdem die beiden ein Paar waren. Erst dann habe er über seine Kindheit sprechen können. "Als er das Vertrauen fasste und lernte, dass Sprechen über Gefühle gut für ihn war, öffnete er sich immer mehr und ließ mich teilhaben", so Carmen. Zu dem Zeitpunkt war Tammes Mutter bereits drei Jahre tot.

Tamme Hanken wollte eigene Kinder

Tamme Hanken wollte immer eigene Kinder haben, um es besser zu machen als seine Eltern. Doch das war dem großherzigen Riesen nicht vergönnt. Am 10. Oktober starb Tamme Hanken im Alter von nur 56 Jahren ganz plötzlich. Auf der Toilette eines Hotels in Garmisch-Partenkirchen brach der XXL-Ostfriese zusammen. Über den Tod ihres Mannes sagt Carmen: "Tamme war so gestorben, wie er es sich gewünscht hätte. Aus der Arbeit gerissen, aus dem Leben gerissen, ohne zu leiden. Einfach fort."

Carmen Hanken führt nun den Hankenhof von ihrem verstorbenen Mann alleine weiter. In der Biografie versucht sie die Erinnerungen und die Trauer zu verarbeiten. Der Grund, weshalb sie das Buch geschrieben hat, ist selbsterklärend: "Tamme sagte zu mir: 'Ich glaube, die Menschen warten auf noch ein Buch von mir. Das erste ist doch schon recht alt, und es ist so viel passiert.'"

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