23.08.2017 - 11:06

GOLDENE BILD der FRAU Thomas Heinze: Schminkkurse für krebskranke Frauen sind toll

Foto: imago/Rainer Unkel

Im Oktober wird Thomas Heinze GOLDENE BILD der FRAU-Preisträgerin Barbara Stäcker über den roten Teppich begleiten – für einen guten Zweck!

BILD der FRAU: Herr Heinze, Sie sind in diesem Jahr Pate unserer Goldenen Bild der Frau-Preisträgerin Barbara Stäcker. Ihr Verein ermöglicht krebskranken Frauen Schminkkurse. Auch da geht es um eine Verschönerung…

Thomas Heinze: Ja, ein großartiges Projekt, absolut unterstützenswert. Ich finde es wichtig, dass man sich an keinem Punkt des Lebens aufgibt. Sondern immer weitermacht und sich auch gegen das Schicksal auflehnt. Dieser Verein hilft dabei, dass die Frauen zeigen können: ‚Ich gebe mich nicht auf. Ich bin noch da.“

Frau Stäcker hat ihre Tochter an der tückischen Krankheit verloren. Was empfinden Sie als Vater dabei?

Furchtbar, das ist nicht die natürliche Ordnung. Ich möchte dieses Schicksal nicht teilen. Ich würde alles dafür geben, eher zu gehen als mein Kind. Es beeindruckt mich, wie konstruktiv sie mit dem Schicksal umgeht.

Bewundern Sie Frau Stäcker?

Klar, ich freue mich auch schon auf unsere erste Begegnung.

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Der Brustkrebs hat diese berühmten Frauen getroffen...

Thomas Heinze bei Kommissarin Lucas

Anderes Thema: Sie spielen in der Krimifolge „Kommissarin Lucas – Löwenherz“ einen Schönheitschirurgen. Würden Sie sich selbst unters Messer legen?

Ich würde niemals nie sagen. Aber ich liebe Gesichter, in denen man lesen und das gelebte Leben erkennen kann. Aber wenn meine Augenlider so runterhängen würden, dass ich kaum noch gucken könnte, würde ich wohl einen Schnitt machen lassen. Ich finde es generell nicht verdammenswert.

Wie wichtig ist Ihnen Schönheit bei Frauen?

Ich finde immer die Persönlichkeit einer Frau schön. Ich bin überhaupt kein Fan von diesen Schablonen-Schönheiten. Gemachte Brüste, aufgespritzte Lippen, glattgezogene Haut finde ich furchtbar. Ich mag Frauen, die Humor und Charakter haben und wenn man das auch sieht. Lachfältchen um die Augen finde ich sogar sexy, weil sie vom Lachen kommen.

Was finden Sie an Ihrer Lebenspartnerin schön?

Sie hat wunderschöne Augen, ein bezauberndes Lächeln, und sie ist eine tolle Frau, lustig, liebevoll, loyal zärtlich.

Thomas Heinze über die Ehe und das Älterwerden

Warum heiraten Sie eigentlich nicht?

Wir sind glücklich, wie wir sind. Sie war schon einmal verheiratet und braucht das nicht mehr. Und ich war es noch nicht, und brauche es auch nicht. Es ist gut, wie es ist. Sie sagt immer, wenn wir 80 sind, können wir es ja mit der Ehe probieren.

Im Film sagt Ihre Filmfigur „50 ist das neue 30“. Sehen Sie das auch so?

Ja, das Alter hat sich doch extrem verschoben. Wenn ich noch an meine Großeltern denke, waren die viel gesetzter in unserem Alter. Aber ehrlich: 50 ist doch nur eine Zahl.

Hatte die 50 für Sie etwas Beunruhigendes?

Nein, ich habe nur kurz festgestellt, dass ich vermutlich nicht nochmal so lange lebe, wie ich jetzt schon auf der Welt bin.

Macht Sie das traurig?

Klar, ich lebe gerne. Aber ich will ja jetzt auch nicht 40 Jahre lang trauern und dann tot umfallen. Aber ich würde gerne noch mal 50 Jahre dranhängen, um meine Kinder auch als Erwachsene zu erleben. Andererseits denke ich auch, cool, ich habe es bis jetzt geschafft. Und dafür bin ich dankbar.

Thomas Heinze über seine Vaterrolle

Sie haben drei Kinder im Teenageralter. Pflegen Sie mit Ihren Kindern bestimmte Rituale?

Nein, aber ich drehe demnächst mit meinem Sohn Sam in Amerika einen Film. Das wird ein richtiges Vater-Sohn-Abenteuer.

Wollen die Zwillinge auch drehen?

Meine Tochter würde liebend gerne in einem Film mitspielen. Meinen anderer Sohn interessiert sich überhaupt nicht für den Beruf.

Sind Sie ein strenger Vater?

Nein, ich bin nicht streng. Meine Kinder geben mir auch keine Veranlassung, streng zu sein. Sie verstehen sehr gut, was geht und was nicht geht. Das muss ich ihnen auch nicht permanent sagen. Mir ist wichtig, dass die Kinder alles so gut versuchen, wie sie es können. Ich sage immer: Ihr könnt gerne mit einer fünf nach Hause kommen. Das ist nicht wichtig. Ein Problem ist es nur, wenn ihr nichts dafür getan habt. Wenn ihr euch aber bemüht und gelernt habt, und es kommt trotzdem eine Fünf dabei raus, dann ist es okay.

Das ist aber fair…

Naja, das Leben wird noch hart genug. Ich sage meinen Kindern immer, dass sie sich nicht so unter Druck setzen sollen. Das kommt später sowieso noch.

Anderes Thema:

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TV-Tipp: „Kommissarin Lucas – Löwenherz“, 9.9. 20.15 Uhr, ZDF

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Dieser Artikel erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 35.

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