21.06.2017

Italiens Superstar im Interview Marco Mengoni über seine Fans, seine Ziele und Deutschland

Die deutschen Fans können sich auf Marco Mengoni freuen. Der Italiener wird am 29. August beim Zeltfestival Ruhr auf der Bühne stehen.

Foto: imago/Agencia EFE

Die deutschen Fans können sich auf Marco Mengoni freuen. Der Italiener wird am 29. August beim Zeltfestival Ruhr auf der Bühne stehen.

In Italien ist Marco Mengoni ein echter Superstar. Nun möchte der 28-Jährige auch das europäische Publikum begeistern. Im August ist der 28-Jährige das nächste Mal in Deutschland zu sehen. bildderfrau.de hat mit ihm über seine Karriere, sein Leben und das "anspruchsvolle" deutsche Publikum gesprochen.

Die Karriere von Marco Mengoni begann im Jahr 2009. Der Italiener nahm an der dritten Staffel der Castingshow "X Faktor" teil und wurde nach seinem Sieg über Nacht zu Star. Sein Final-Song ("Finallied Dove si vola") stieg gleich auf Platz 1 der italienischen Downloadcharts ein. Auch in den Jahren danach machte Mengoni immer wieder mit seiner Musik auf sich aufmerksam. Im Mai 2010 wurde er bei den von MTV Italien vergebenen "TRL Awards" als Man of the Year ausgezeichnet. 2013 nahm er für Italien am Eurovision Song Contest teil und belegte Platz sieben. In diesem Jahr hat Mengoni eine neue Single veröffentlicht – und auch die deutschen Fans können sich auf den sympathischen Italiener freuen. bildderfrau.de hat mit Mengoni gesprochen.

bildderfrau.de: Welche Bedeutung hat Ihre neue Single "Onde"?

Marco Mengoni: "Onde" ist mein jüngster veröffentlichter Song, dennoch war er auf der Set-Liste meiner letzten Tour und es war immer ein großes Vergnügen, ihn zu performen und die Reaktionen des Publikums zu fühlen. Der Song handelt von menschlichen Beziehungen, die sich ununterbrochen weiterentwickeln und uns dabei helfen, erwachsen zu werden – durch stetigen Wandel werden wir von Minute zu Minute stärker. Ich bin sehr zufrieden mit Sondr Remix, es ist unmöglich sich beim Hören nicht zu bewegen! Perfekt für den kommenden Sommer: Ein Song zum Tanzen ohne Einengungen…das mache ich auch im Musikvideo.

Wie würden Sie Ihre bisherige Karriere als Sänger beschreiben?

Musiker zu sein, Songs zu schreiben und sie mit einem Publikum zu teilen – das ist alles, was ich immer wollte. Das alles begann als ich noch sehr jung war, bei den Jazz-Sängern. Seitdem habe ich nicht aufgehört zu arbeiten und, vielmehr, neugierig zu sein und nach Verbindungen und Zusammenhängen zu suchen, die mich dabei unterstützen können, als Künstler zu wachsen. Meine kürzlich zu Ende gegangene Europa-Tournee war ein wahrgewordener Traum. Es war magisch, und ich kann es nicht abwarten, diesen Weg weiterzugehen und mich zukünftigen Herausforderungen zu stellen.

Marco Mengoni "Onde" (Sondr Remix)

Hat sich Ihr Leben verändert seit Sie berühmt sind?

Ich kann mich an das Wort "berühmt" in Verbindung mit meinem Namen nicht gewöhnen. So viel hat sich in meinem Leben nicht geändert. Aber sagen wir mal so: Es wird schwerer einen Kaffee trinken zu gehen, ohne dass jemand lächelnd zu mir kommt und mich um ein Autogramm oder Selfie bittet. Für mich ist das aber eine tolle Liebeserklärung meiner Fans. Sollte der Kaffee also mal kalt werden, glauben Sie mir, dann stört mich das überhaupt nicht. Ich nenne meine Fans "meine (friedliche) Armee", denn sie hören nie auf mich zu unterstützen. Ohne sie und ihre Energie wäre ich nicht an diesem Punkt meiner Karriere. Wenn ich also einen Teil ihrer positiven Energie zurückgeben kann, dann mache ich das ohne zu zögern.

Was gefällt Ihnen an Deutschland?

Während meiner letzten Tour habe ich das erste Mal in Deutschland performt. Ich hatte etwas Angst vor diesem neuen und "anspruchsvollen" Publikum mit anderer Musik-Kultur, die nicht viel von mir weiß. Als ich aber auf die Bühne trat war die Reaktion einfach toll: Eine Art Umarmung in einer anderen Sprache!

Ich hatte nicht so viel Zeit, mir die Städte anzusehen, in denen ich während der Tour war. Eine Stunden lief ich aber durch München, ein paar Fans zeigten mir den Weihnachtsmarkt – der wirklich toll war – und in Köln besuchte ich den Dom und spazierte am Rhein. Beide Städte gefielen mir sehr! Sie sind voller Leben, wachsende und moderne Städte. Ich habe dynamische und offene junge Menschen getroffen. Ich bin sehr gespannt und sicher, dass ich zurückkommen werde, um mehr zu sehen. Am 29. August trete ich beim Zeltfestival Ruhr in Bochum auf. Ich freue mich auf diese Festival-Erfahrung und vielleicht werde ich ein paar Tage damit verbringen durch Deutschland zu reisen.

Erhalten Sie viele Geschenke von Ihren Fans?

Ich bin am 25. Dezember geboren und seit ich klein war, war es nie ein Anlass mit vielen Geschenken nur für mich, denn an diesem Tag tauscht man Geschenke mit vielen Leuten. Der Fokus lag also nie nur auf mir, was auch überhaupt kein Problem ist. Ich habe ein paar wahre und wertvolle Freunde, die mir jeden Tag Lachen, Gespräche und tolle Momente geben – das sind die Geschenke, die für mich wertvoll und relevant sind.

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Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Ich habe jetzt erst eine kleine Pause gemacht, nach der langen Zeit auf Tour und der Arbeit im Studio. Ich musste meinen Kopf ordnen und zurückstellen. Jetzt sammle ich neue Ideen und denke an zukünftige Projekte. Es ist schwer für mich, mich völlig von der Musik abzukapseln – deshalb stehe ich diesem Sommer wieder auf der Bühne.

Ich werde in der Schweiz beim Festival Live at Sunset in Zürich (21. Juli) und beim Heitere Open Air in Zofingen (13. August) auftreten. Danach komme ich nach Deutschland zum Zeltfestival Ruhr (29. August). In der Zukunft hoffe ich, diesen Weg weiterzugehen und Musik in Italien und im Ausland zu veröffentlichen, sie mit Leuten unterschiedlicher Kulturen und Erfahren zu teilen, denn diese Energie ist einfach unglaublich!

Zum Abschluss hätten wir gerne noch Ihren Rat. Viele Deutsche lieben Italien – haben Sie einen Geheim-Tipp für den nächsten Urlaub?

Ich bin Italiener, ich kann also nur sagen: Kommt nach Italien! Oder besser: Kommt immer wieder nach Italien! Der einzigen Tipp, den ich geben kann, ist manchmal einfach das Navi auszuschalten, den Reiseführer zuzuklappen und sich in Italien zu verirren, denn jedes kleine Dorf, jeder unbekannte Aussichtspunkt, jeder verborgene Strand hat seine eigene Schönheit und kann zu einer wundervollen Erinnerung werden.

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