15.06.2017 - 10:34

TV-Moderatorin packt aus "Presswurst": Moschner wurde wegen ihrer Figur beleidigt

Moderatorin Ruth Moschner steht zu ihren Kurven. Sie sagt: "Selbstbewusstsein kennt keine Konfektionsgröße."

Foto: imago/Gartner

Moderatorin Ruth Moschner steht zu ihren Kurven. Sie sagt: "Selbstbewusstsein kennt keine Konfektionsgröße."

Ruth Moschner gehört zu den erfolgreichsten Frauen im deutschen Fernsehen. Nun verriet die Moderatorin, dass sie zu Beginn der Karriere wegen ihrer Figur unter Druck gesetzt und beleidigt wurde.

Vor rund 20 Jahren begann die TV-Karriere von Ruth Moschner. Die 1,69 Meter große Moderatorin hatte es alles andere als leicht. "Am Anfang meines Fernseh-Jobs, mit 20, wurde mir 'geraten' abzunehmen. So eine Situation ist natürlich alles andere als angenehm. Wobei ich das Gefühl hatte, dass sich mein damaliger Chef dabei auch nicht wohl gefühlt hat. Aber natürlich hat man sich unter Druck gesetzt gefühlt, eine Diät zu machen", sagt die 41-Jährige in einem Interview mit der Zeitschrift "Gala".

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Eine Modefirma weigerte sich, Moschner einzukleiden

Kritik kam auch von Stylisten und Designern. Moschner: "Ich erinnere mich noch gut an die Blicke mancher Stylisten, wenn sie völlig verzweifelt auf meine 'von einer Größe 34 weit entfernten' Hüfte geblickt haben und erstmal anfingen mit, 'hm... wie kaschieren wir das denn jetzt?'". Eine Modefirma weigerte sich sogar, Moschner einzukleiden. "Brutal fand ich eine Modefirma, die mich damals nicht ausstatten wollte, weil ich in den Klamotten angeblich wie 'eine Presswurst' aussah. Hat mir meine damalige Stylistin sehr gefühlvoll ausgerichtet", so die 41-Jährige.

Moschner entwickelte ein eigenes Ernährungskonzept und nahm im Laufe der Jahre rund zwei Kleidergrößen ab. Die Reaktionen darauf kann sie nicht verstehen. "Man bekommt schon erschreckend viel Lob, wenn man abnimmt. Auch das finde ich merkwürdig. Denn eigentlich heißt das ja, dass man vorher eben vielleicht doch ‚nicht reingepasst‘ hat."

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"Wir Frauen sind mit uns selbst meist am strengsten"

Auch wenn Moschner abgenommen hat, sind ihre weiblichen Kurven geblieben. Und das möchte sie auch nicht ändern. "Die einen sind dazu geboren, Miss Bikini zu werden, die anderen können Menschen zum Lachen bringen", sagt sie – und erklärt weiter: "Ich glaube sowieso, wer was von seiner Arbeit versteht, kann auch weibliche Kurven gut einkleiden".

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Moschner hat gelernt mit Kritik umzugehen. "Egal, ob mich jemand gut oder schlecht findet, das wird mich selbst weder besser noch schlechter machen. Wichtig ist, dass man seinen eigenen Ansprüchen genügt, und die sollte man eher auf seine Talente und Fähigkeiten konzentrieren", so die Bambi-Gewinnerin. Und sie hat noch eine Botschaft: "Wir Frauen sind mit uns selbst meist am strengsten. Selbstbewusstsein kennt keine Konfektionsgröße!"

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