12.05.2017 - 12:52

Am 13.5. ist ESC-Finale Zehn Fakten rund um den Song-Contest

Diese junge Dame tritt am Samstag für Deutschland beim ESC an. Kennen Sie nicht? Wir klären Sie auf – und über neun weitere spannende Fakten rund um den Song-Contest.

Foto: NDR/Willi Weber

Diese junge Dame tritt am Samstag für Deutschland beim ESC an. Kennen Sie nicht? Wir klären Sie auf – und über neun weitere spannende Fakten rund um den Song-Contest.

Kennen Sie sich beim ESC aus? Wer für Deutschland an den Start geht, wie Punkte vergeben werden – und warum plötzlich auch Australien teilnimmt.

Am Samstagabend wird im TV das Finale des Eurovision Song Contest, kurz ESC, übertragen. Wissen Sie eigentlich, wer diesmal für Deutschland an den Start geht, wie viele Länder teilnehmen – und wo das Spektakel überhaupt stattfindet? Hier gibt’s zehn wichtige Fakten rund um die größte TV-Musik-Show der Welt.

Wer tritt 2017 für Deutschland an?

Isabella „Levina“ Lueen (26) mit „Perfect Life“. Der Song wurde eigens für den Wettbewerb komponiert. Die Berlinerin hat eine Ausbildung in klassischem Gesang, als Frontfrau schon Bühnenerfahrung gesammelt und studiert derzeit Music Management am London College of Music.

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Wo findet der ESC statt? Und wie viele Länder nehmen teil?

Gastgeber ist dieses Jahr die Ukraine. 2016 holte Sängerin Jamala den Sieg für das Land und somit die Show nach Kiew, Hauptstadt der Ukraine. Im Finale sind 26 Länder vertreten, vor den Halbfinalshows waren es noch 42.

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Müssen sich alle Länder über das Halbfinale qualifizieren?

Nein. Die Big-Five-Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien (UK) und Spanien sowie das Gastgeberland Ukraine sind schon fest für das Finale gesetzt, jeweils zehn Finalisten kommen aus den beiden Halbfinale-Veranstaltungen hinzu.

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Warum sind auch Australien und Israel beim ESC vertreten?

Der ESC ist ein Eurovision Song Contest – und kein European Song Contest. An der Eurovision, dem internationalen Programmaustausch der EBU, dürfen alle Länder teilnehmen, die einen nationalen Rundfunkdienst innerhalb der sogenannten Europäischen Rundfunkzone betreiben – oder in einem Land, das Mitglied im Europarat ist. In dieser Zone liegt Israel, aber auch Aserbaidschan, Armenien und Georgien. Australien wiederum ist assoziiertes Mitglied der EBU. Zum 60. ESC-Jubiläum (2015) durften die Australier zum ersten Mal beim ESC teilnehmen.

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Werden die Lieder wirklich live gesungen?

Ja, das gehört zum Regelwerk – die Instrumental-Musik wird allerdings als Playback eingespielt. Es ist außerdem vorgeschrieben, dass die Interpreten mindestens 16 Jahre alt sind, keine Tiere auf der Bühne mitwirken und weder Lied noch Auftritt eine politische Botschaft enthalten dürfen.

Wie werden die Punkte vergeben?

Die besten zehn Titel werden mit eins bis acht, zehn und zwölf Punkten bewertet. Zuschauer und Jurys bestimmen zu jeweils 50 Prozent das Endergebnis. Seit 2016 werden Jury- und Zuschauerwertungen voneinander getrennt. Jedes Land kann einem Teilnehmer also bis zu 24 Punkte geben: zwölf durch die Jury, zwölf durch die Zuschauer.

Wie oft hat Deutschland eigentlich gewonnen?

Von 57 Beiträgen bislang ganze zweimal: 1982 mit Nicole und „Ein bisschen Frieden“ und 2010 mit Lena Meyer-Landrut und „Satellite“. Viermal hat es für den zweiten (1980, 1981, 1985 und 1987), fünfmal für den dritten Platz (1970, 1971, 1972, 1994 und 1999) gereicht.

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Wer kommentiert den ESC im TV?

Peter Urban, Moderator und Musikexperte beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), übernimmt diesen Job – und zwar zum bereits 20. Mal. Nur eine Unterbrechung gab es in all den Jahren: 2009 musste er wegen einer Operation an der Hüfte absagen.

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Ralph Siegel ist auch 2017 wieder mit einem Beitrag vertreten – zum wievielten Mal?

„Mr. Grand Prix“ schickt tatsächlich seinen 25. Beitrag zum ESC: Valentina Monetta und Jimmie Wilson aus San Marino gehen mit dem Song „Spirit Of The Night“ an den Start. 1982 hat Ralph Siegel für Nicole das Siegerlied „Ein bisschen Frieden“ komponiert. Insgesamt 14 Songs für Deutschland stammen aus seiner Feder, seit 2004 komponiert der heute 71-Jährige für Teilnehmer aus anderen Ländern.

Warum ertönt vor dem ESC-Start die Eurovision-Fanfare?

In den 1950er Jahren entschied die Europäische Rundfunkunion (EBU), das „Te Deum“ des Franzosen Marc-Antoine Charpentier († 1704) als ihre Hymne einzuführen. Weil der ESC eine Veranstaltung der EBU ist, ertönt vor dem Start der Übertragung eben diese Fanfare. Bekannt ist sie vermutlich vielen auch deshalb, weil sie früher ebenfalls vor „Wetten, dass..?“ gespielt wurde.

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