10.02.2017

Heirats-Show mit Luxusgewinn Bezahlte Flitterwochen für die Hochzeitsfeier in Perfektion

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Froonck sieht seinen Job als Weddingplanner als eine Art Berufung.

Foto: imago

Froonck sieht seinen Job als Weddingplanner als eine Art Berufung.

Vier Bräute, vier Bewertungskriterien, vier TV-Hochzeiten: Bei „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ wird die beste Heirat mit Flitterwochen belohnt.

Wer bereits vor den Altar getreten ist, der weiß, wie viel Nerven, Geduld und Organisationstalent der Tag aller Tage – die eigene Hochzeit – erfordern kann. Vom Kleid über die Location bis hin zum Essen soll an diesem besonderen Lebensereignis alles stimmen – auf dieses Erlebnis arbeiten viele Paare meist monatelang hin. Bei der Heirats-Show „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ (täglich um 16 Uhr auf VOX) haben die Paare ihre Hochzeitsfeier noch vor sich – allerdings wird diese nicht nur im TV ausgestrahlt, sie wird auch noch von drei weiteren Bräuten, die auf den einzelnen Konkurrenz-Hochzeiten mit eingeladen sind, bewertet und von Star-Weddingplanner Froonck kommentiert. Und das nicht ohne Grund. Denn jedes Brautpaar, das sich bei der Sendung des Privatsenders bewirbt, hofft darauf, mit seiner vermeintlich perfekten Hochzeit bezahlte Flitterwochen ins Paradies zu gewinnen.

Zu den Siegern der Show, die seit 3. Dezember 2012 mit einer durchschnittlichen Einschaltquote von rund 900.000 Zuschauern zu den Erfolgsformaten von VOX zählt, gehören beispielsweise Victoria E. und ihre Frau Stefanie. Die beiden Berlinerinnen, die sich Ende 2014 übers Internet kennengelernt hatten, nahmen im Mai 2015 an dem TV-Format teil und überzeugten am Ende mit einer sehr kleinen und persönlichen Hochzeitsfeier. „Wir haben mit Familie und den engsten Freunden im Kaiserpavillon der Seebrücke in Sellin auf Rügen gefeiert und sind gar nicht davon ausgegangen, dass wir mit einer 15-Personen-Party so punkten können“, erinnert sich Braut Victoria. „Ich habe bis heute einen totalen Filmriss von dem Moment, als klar war, dass wir uns über eine Woche Malediven inklusive 1.000 Euro Taschengeld und Vollpension freuen konnten“, so die Teilnehmerin weiter.

Die Bewertungskriterien: Kleid, Location, Essen und Stimmung

Bewertet werden bei der Show zunächst das Kleid, die Location, das Essen und die Stimmung, am Ende gibt es zudem noch eine Punktevergabe für den Gesamteindruck. Wer am Ende in die Flitterwochen fliegt, erfahren die Bräute erst im allerletzten Moment, sobald der Partner der Siegerin aus dem Auto aussteigt und ihr somit die schöne Überraschung überbringt. Vox-Sprecherin Katrin Bechtoldt erklärt: „Wir haben als Regulierungs-Element den Gesamteindruck eingeführt, der den meisten Punkte-Vergabe-Taktiken einen Strich durch die Rechnung macht. Unsere Statistiken haben gezeigt, dass die „normale“, durchschnittliche Hochzeit – was Budget und Gästezahl angeht – am häufigsten auf dem Siegertreppchen steht. Und für manchen Zuschauer bestimmt widererwartend: Die Hochzeitspaare mit dem kleinsten Budget in einer Woche gewinnen fast doppelt so häufig die Traumreise wie die mit dem höchsten Budget.“

Victoria und Stefanie E. erhielten von allen vier Paaren die meisten Punkte. Vor allem das Brautkleid, das Essen und die Location direkt über der Ostsee schienen bei den anderen drei Brautpaaren mächtig Eindruck hinterlassen zu haben. „Wir waren wirklich eine tolle Gruppe. Den Konkurrenzdruck war gar nicht so präsent und die meisten anderen Teilnehmer haben sich am Ende auch sehr für uns gefreut. Mit zwei Paaren stehen wir sogar immer noch in Kontakt“, erzählt Victoria weiter.

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Konkurrenz unter den Bräuten ist ein Stimmungskiller

Nicht ganz so viel Glück in puncto Stimmung hatten hingegen Alexandra und Stefan Bredow. Die beiden Eheleute wurden im Juni 2016 bei ihrer Hochzeit im Penta Hotel in Teltow bei Berlin gefilmt und gingen am Ende ebenfalls als Sieger der Hochzeits-Show hervor. Allerdings war die Atmosphäre in der Gruppe so schlecht, dass sich die Braut kaum über ihre bezahlten Flitterwochen nach Grenada in der Karibik freuen konnte. „Wir waren leider eine sehr durchwachsene Gruppe mit zwei jüngeren und zwei älteren Paaren aus komplett unterschiedlichen Kulturkreisen. Unser Fest war bulgarisch, anschließend waren wir noch auf eine türkische, eine nigerianisch-kasachische und eine deutsche Hochzeit eingeladen. Eigentlich ein toller Mix mit vielen unterschiedlichen Ansätzen. Doch leider war der Unmut über die unterschiedlichen Bewertungen so groß, dass am Ende keiner mehr mit mir gesprochen hat und eine Braut beim Finale noch nicht mal mehr neben mir stehen wollte“, berichtet Alexandra. Dabei, sagt sie, habe sie die anderen Brautpaare nicht bewusst schlechter bewertet. „Ich habe Fair Play gespielt, mein Gewissen ist rein“, sagt die Gewinnerin, die genau wie Victoria und Stefanie E. aus Berlin kommt.

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Für VOX-Sprecherin Katrin Bechtoldt ist der Zwischenfall bei Alexandra Bredow nicht ungewöhnlich, gehen die subjektiven Meinungen bei der Bewertung oftmals stark auseinander. „Eine Hochzeit ist ein anspruchsvolles und hochemotionales Event, welches mit vielen Wünschen, Erwartungen, Anforderungen und Träumen verbunden ist. Vor dem Hintergrund, dass drei der Gäste auch noch eine wertende Funktion einnehmen, ist es natürlich eine besondere Herausforderung.“

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Weddingplanner Froonck ist Erfolgsgarant

Für Weddingplanner Froonck, der durch seine stets lockeren und meist sehr treffenden Kommentare bei den Zuschauern äußerst beliebt zu sein scheint, dennoch ein absolutes No-Go: „Wenn offensichtlich ungerechte Kritik geäußert wird oder es dummdreist wird, kann ich das generell nicht akzeptieren“, urteilt der gebürtige Nordrhein-Westfale, der mit richtigem Namen Frank Matthée heißt. Der Wahl-Berliner, der durch Shows wie „Sarah & Marc in Love“, „Stars auf Eis“ oder auch das Dschungelcamp von sich reden machte, ist seit Beginn von „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ als Moderator mit dabei. Seine Erfolgsparameter: „Ein großes Einfühlungsvermögen, eine Vorausschau und jahrzehntelange Erfahrung. Sicher ist es auch eine Gabe, mit Menschen umzugehen und sie begeistern zu können. Und ganz wichtig: Nicht zu schnell zufrieden zu sein, sondern immer nach Perfektion zu streben“, erläutert der 49-Jährige, der seit einigen Jahren in Berlin am Prenzlauer Berg beheimatet ist.

Seine Faszination an der Heirats-Show: „Die Komplexität des Ereignisses - all die verschiedenen Teilbereiche, die organisiert werden und perfekt ineinander greifen müssen. Der Abwechslungsreichtum sowie die großen Emotionen eines Menschenlebens. Hier dabei zu sein beziehungsweise einen Teil dazu beitragen zu können, dass ein Paar einen seiner glücklichsten Momente im Leben zelebriert, das begeistert und berührt mich“, hält Froonck fest.

Tatsächlich ist der berühmte Weddingplanner, der seinen Job in den USA kennengelernt hat und ihn seither als eine Bestimmung empfindet, für den Erfolg der Sendung maßgeblich verantwortlich. Laut Vox-Sprecherin Katrin Bechtoldt ist er für die meisten Zuschauerinnen, die laut Zielgruppenanalyse zwischen 14 und 59 Jahre alt sind, einer der Hauptgründe, um am Nachmittag einzuschalten.

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