23.01.2017 - 09:19

Ich bin kein Star, ich streite Dschungelcamp Tag 10: Eine Familie bricht auseinander

Von Janna Eiserbeck

Willkommen zur Dschungel-Grausstellung

Foto: RTL / Stefan Menne

Willkommen zur Dschungel-Grausstellung

So emotionslos war noch keine Staffel vom Dschungelcamp. An Tag zehn kam etwas Wind in den Urwald. Und das lag vor allem an GNTM-Star „Honey“.

Wie aufregend war doch das letzte Jahr im Dschungelcamp. 2016 gingen so starke bis bizarre Persönlichkeiten bei "ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" an den Start, dass 2017 dagegen nur weit zurück bleiben kann. Allein in Staffel 10 trafen die gestandene Dschungelkönigin Brigitte Nielsen, Ex-Talkshow-Kasper Ricky Harris, eine vom Leben und Alkohol gezeichnete Jenny Elvers, der immer positive Big-Brother-Jürgen, die scheue DSDS-Legende Menderes Bagci und die hölzerne GNTM-Vierte Nathalie Volk aufeinander. Und das waren nur sechs der zwölf durchweg spannenden KandidatInnen, die RTL und seinem stolzen Trash-Format 2016 zu tollen Quoten und reichlich Medienaufmerksamkeit verhalfen. Und wie sieht es 2017 aus...?

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Tote Hose im Dschungelcamp

RTL hat wirklich einiges getan, um die Dschungelcamper von ihren Pritschen zu locken und endlich mal Action in den Urwald zu bringen. Man schickte sogar Gina-Lisa Lohfink und Alexander „Honey“ Keen auf romantische Nachtschatzsuche – doch alles vergebens. Selbst nach einem Gläschen Wein wollte sich Gina-Lisa nicht auf „Honeys“ Avancen einlassen.

Aber letztendlich brauchte es gar keine Dschungel-Liebelei, um endlich mal Spannung in das Format zu bringen. Nein, es brauchte einfach nur eine Dschungelprüfung, eine Halskrause – und einen „Honey“.

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Willkommen zur Dschungel-Grausstellung

An Tag zehn mussten gleich alle Kandidaten zur Prüfung anrücken. Es ging zur „Dschungel-Grausstellung“. Die Köpfe steckten dabei in Boxen, die um den Hals verschlossen wurden. Hinzu sollten sich Krabbeltiere gesellen. Doch so weit kam es gar nicht erst. Statt Ekelschreie gab‘s die große „Honey“-Show. Er nahm den Kopf sofort wieder aus der Box. Begründung: zu eng.

Während seine Mitstreiter fein aufgereiht in ihren Glasboxen hockten, stand „Honey“ dauer-grinsend neben dem Moderatoren-Duo. Nein, er könne das nicht. Nein, es sei zu eng. Und überhaupt: Er habe ja einen dickeren Hals als all die anderen. Gutes Zureden half da nicht mehr, die Prüfung war vorbei. Mit null Sternen ging es zurück ins Camp – und damit startete der Ärger erst so richtig.

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Endlich gab es mal Kasalla

Um es in Thorsten Legats Worten zu sagen: Jetzt gab‘s Kasalla. Aber so richtig. „Honeys“ Verhalten sorgte vor allem bei Hanka Rackwitz und Florian Wess für Unverständnis. „Honk“ und „aufgesetzter, berechnender“ Typ waren bei Florians Wut fast noch harmlose Begriffe. Oder wie Hanka zu sagen pflegte: „La Familia am Arsch!

Selbst Gina-Lisa stellte sich gegen ihren „Busenfreund“: „Was ich schlimm finde, wo ich auch jetzt traurig bin, wo ich ein bisschen Angst habe, ob du es ehrlich meinst mit uns, oder machst du hier nur Show, kann man dir vertrauen?“

Sein Grinsen während der abgebrochenen Prüfung brachte sogar sie zum Nachdenken – zumindest kurzzeitig. „Wie kannst du da so dastehen und lachen, wo wir alle noch da eingesperrt waren“, fragte sie unter Tränen. Man habe sie vor ihm gewarnt, denn er mache nur eine Show und wolle sich über die anderen profilieren, schluchzte sei. Aber Gina-Lisa wollte nicht hören. Nun schien sie aber geläutert – für stolze fünf Minuten.

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Honey hält einen Monolog

„Honey“ brauchte nur ein Vier-Augen-Gespräch, um Gina-Lisa wieder milde zu stimmen. „Okay, ich vertraue dir“, nickte sie brav nach seinem kurzen Monolog. Da blieb wohl nicht nur Hanka Rackwitz kopfschüttelnd zurück ...

Aber „Honey“ weiß eben, was dem Zuschauer gefällt: Wenn‘s mit Knutschen nicht klappen will, dann bleibt eben noch der gute alte Streit. RTL kann sich nun also auf die Schulter klopfen. Doch nicht alles falsch gemacht bei der Dschungel-Besetzung. Aber was hätte mit „Honey“ auch schon schief laufe können? Immerhin rettete er ja schon die Quoten von „Germany‘s next Topmodel“. Das hat er ja in der Vergangenheit schließlich schon oft genug erwähnt.

Mit dieser Strategie rettete „Honey“ aber nicht nur das Premium-Trash-TV, sondern auch sich selbst – zumindest in die nächste Runde. Für Nicole Mieth reichte es hingegen nicht. Für den Zuschauer wird sie allerdings kein Verlust sein, für Gina-Lisa schon. Die weinte bittere Tränen. Aber Gina, Kopf hoch, du hast ja immer noch „Honey“. Und die Zuschauer auch.

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Und wer denken Sie, wird dieses Jahr Dschungelkönig und danach wieder schnell in der Versenkung verschwinden?

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