03.01.2017

NEUANFANG NACH TRENNUNG Saskia Valencia: Ich starte positiv ins neue Single-Leben

Saskia Valencia mit Thorsten Nindel auf der GOLDENEN BILD der FRAU-Gala im Oktober 2016.

Foto: imago

Saskia Valencia mit Thorsten Nindel auf der GOLDENEN BILD der FRAU-Gala im Oktober 2016.

Tag und Nacht war Saskia Valencia (52) an der Seite ihres kranken Partners, gemeinsam haben Sie den Krebs besiegt - aber ihre Liebe ist zerbrochen.

BILD der FRAU: Sie spielen in dem Rosamunde Pilcher eine Frau, die in der Mitte ihres Lebens das Ruder rumreißt und sich eine Auszeit nimmt, um ihr Leben zu überdenken. Können Sie das nachvollziehen?

Saskia Valencia: Absolut. Ich bin nicht für Stillstand. Wenn Situationen nicht mehr funktionieren, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man so weiterleben möchte.

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Manche Menschen bleiben gern in ihrer Komfortzone...

Der Typ bin ich nicht.

Sie haben privat kürzlich auch einen Neuanfang gewagt und sich von Thorsten Nindel getrennt. War das nicht schwierig?

Ja natürlich. Das bedeutet ja auch immer ein Scheitern. Aber es gab ja auch gründe dafür, die traurig sind. Wir haben es uns beide da nicht leicht gemacht. Ich bin jetzt 52 Jahre alt und da muss man sich überlegen, was man mit dem Rest seines Lebens anfangen will. Schön ist das natürlich nie, denn man hat ja gehofft, dass es für immer hält.

Sie sind zur GOLDENEN BILD der FRAU noch gemeinsam über den roten Teppich gelaufen. Kann man nach einer Trennung gut befreundet sein? Braucht man nicht erstmal Abstand voneinander?

Wir arbeiten auch ganz eng zusammen, sehen uns jeden Tag. Das funktioniert gut. Wir sind durch die schwere Krankheit meines Ex-Partners in eine tiefe Freundschaft gerutscht und haben uns als Liebespaar verloren aber die Freundschaft bleibt.

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Ist es denn nicht normal, dass sich Liebe und Romantik verändert und daraus sehr oft eine Freundschaft erwächst?

Das ist völlig normal. Aber wenn einer krank wird und man diese Zeit gemeinsam durchsteht, kann es passieren, dass man nicht mehr dort anknüpfen kann, wo man mal war. Da verschieben sich auch Prioritäten. Der Partner hat dann möglicherweise andere Erwartungen und Bedürfnisse. Ich bin keine, die schnell die Flinte ins Korn wirft. Aber bei uns hat es leider nicht geklappt.

Wie sehr muss man für eine Liebe kämpfen?

Lange. Und das habe ich auch getan. Ich war die ganze Zeit an der Seite meines Partners, als er krank war. Ich habe ihn unterstützt und geliebt. Und dann hat es sich anders entwickelt. Eine Krankheit kann einen Menschen sehr verändern. Man sollte als Außenstehender nicht beurteilen, was man nicht selbst erlebt hat.Ich habe völliges Verständnis für Thorsten und begleite ihn nach wie vor.

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Wie mutig muss man für einen Neuanfang denn sein?

Man muss fürs Leben mutig sein, denke ich.

Können Sie gut allein sein?

Das muss ich erst mal testen. Ich war bislang immer in Partnerschaften. Aber ich gehe jetzt ganz positiv in mein neues Leben hinein. Ich lebe jeden Tag so, als wäre es der Letzte. Dann nimmt man auch die schönen Momente mehr an. Ich habe eine wunderschöne Wohnung in München gefunden. Das ist jetzt mein Nest.

Hier werde ich lange warten, bis ich jemand zu mir einlade. Den schaue ich mir ganz genau an. Aber ganz ehrlich: Ich bin jetzt auch nicht auf der Suche. Ich werde mich in keinen Partnerschaftsportalen anmelden, sondern mich erstmal um mich kümmern.

TV-Tipp: „Rosamunde Pilcher: Wie von einem anderen Stern.“, 8.1., 20.15 Uhr, ZDF

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Dieser Artikel erschien in anderer Fassung in der BILD der FRAU Nr. 2.

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