22.11.2016

Ein Herz für Basen Ruth Moschner: "Ich esse bewusst gesund und basenüberschüssig"

Ohne die tägliche Schoko-Dosis geht gar nichts: Ruth Moschner

Foto: Imago

Ohne die tägliche Schoko-Dosis geht gar nichts: Ruth Moschner

Im Interview mit bildderfrau.de verrät die Moderatorin, was bei ihr auf den Tisch kommt und mit welchen Weihnachtspralinen sie ihre Liebsten überrascht.

Seit 2014 schaut sie dem Star-Koch Steffen Henssler und seinen prominenten Herausforderern auf die Finger und entlockt ihnen dabei nicht nur einige Flüche, sondern viele Küchen-Anekdoten. Dabei könnte Ruth Moschner durchaus eine eigene Kochshow haben. Denn die Moderatorin ist eine wahre Genussfrau. Im Interview mit bildderfrau.de verrät der Schokoladen-Fan, wie sie sich trotz Schoko-Sünden schlank hält und mit welchen selbstgemachten Geschenken sie ihre Liebsten überrascht.

Bildderfrau.de: Bei "Grill den Henssler" schauen Sie dem Star-Koch Steffen Henssler und den Promis in die Töpfe. Was kommt bei Ihnen Zuhause auf den Tisch?

Ruth Moschner: Ich liebe es zu kochen und in der Küche herumzuexperimentieren. Wenn ich Zuhause bin, wird jeden Tag gekocht. Ich liebe die israelische Küche, aber auch asiatisch ist immer toll! Und deutsche Eintöpfe.

Und wer hat Ihnen in der Küche die ersten Schritte beigebracht?

Ich glaube, das war mein Vater.

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Auf Ihrer Homepage heißt die passende Rubrik zu Ihren Kochkünsten "Genussfrau" – was bedeutet Genuss für Sie?

Genuss bedeutet für mich vor allem, sich seines Lebens bewusst zu sein. Ich versuche den Dingen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient haben. Das gelingt leider nicht immer, manchmal rückt der Fokus dann doch auf etwas, was eher auf die Nerven fällt, aber man wird mit steigendem Alter tatsächlich erfolgreicher.

Und wie schaffen Sie es, dass der Genuss nicht auf der Waage zu Buche schlägt?

Ich versuche, hauptsächlich gesund zu essen. Das bedeutet für mich basenüberschüssig! Viel Gemüse, in allen Farben und Formen, dazu komplexe Ballaststoffe, hochwertiges Eiweiß. Ich trinke keinen Alkohol, vielleicht zwei-drei Gläser pro Jahr und ich habe schon vor Jahren meinen Zuckerkonsum sehr eingeschränkt. Ich treibe gerne Sport, jeden Tag ein bisschen, damit der Schweinehund keine Chance hat. Für mich persönlich der beste Trick. Denn 15-20 Minuten zwischendurch finden sich dann doch immer. Wer mir auf meinen Social Media-Kanälen folgt, bekommt öfter mal einen Einblick in mein Quälprogramm, aber keine Sorge, da wird auch immer viel gelacht. Aber ab und zu muss auch mal ein Stück Torte sein, mit viel Sahne. Bewusst und voller Genuss ohne Reue! Am liebsten selbstgebacken. :-) Auf meine Schokolade verzichte ich auch nicht, die gibt es jeden Tag – allerdings nur die dunkle!! Und da gibt es ja inzwischen so viele tolle Varianten, die dem Wohlbefinden nur gut tun!

Ein Küchengerät, ohne das Sie aufgeschmissen wären, ist...

Mein Hochfrequenzmixer – der ist täglich in Gebrauch!

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Und die schlimmste Panne in der Küche?

Der Mixer war nicht richtig zu! Ohhhhhhh jeh... Naja, ich wollte sowieso mal die Küchenfront richtig ordentlich putzen...

Die Adventszeit ist fast erreicht. Ursprünglich war das ja als Fastenzeit vor Weihnachten gedacht, aber Kekse und Süßes schmeckt einfach besser. Was darf auf Ihrem Naschteller nicht fehlen?

Ich bin ein absoluter Lebkuchen- und Spekulatiusfan! Die ganz klassischen ohne Schnickschnack. Und Schokolade natürlich! Und alles mit Zimt und Kardamom. Ich benutze diese Gewürze allerdings auch unter dem Jahr. Köstlich ist zum Beispiel Porridge mit Lebkuchengewürz oder zimtiger gebackener Haferkarottenkuchen. Ein gesundes Frühstück mit Naschgefühl. Besser kann der Tag doch gar nicht starten. Ich poste solche Rezepte regelmäßig auf meiner Homepage unter Genussfrau zum Nachmachen. Zu Weihnachten gibt es bei mir auch immer selbst gemachte Pralinen.

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Selbstgemachte Geschenke erfreuen meist mehr als Gekauftes – vielleicht haben Sie auch dafür einen Tipp, mit dem unsere Leserinnen die Familie erfreuen können?

Weihnachtssushi mit Pistazien und Nougat

250g dunkler Nougat
10 Kardamom Kapseln
1/2 TL Koriander
1 TL Zimt
Prise Muskat
1/2 TL Nelkenpulver
100g Pistazienmark
100g Puderzucker
Kakaobohnennibs
Vanillezucker
Alternative: Statt Pistazienmark und Puderzucker kann auch normales Marzipan verwendet werden

Zubereitung: Nougat über dem heißen Wasserbad schmelzen und mit dem gemahlenen Kardamom, Koriander, Zimt, Muskat und Nelkenpulver vermischen. Abkühlen lassen in einer mit Folie ausgelegten Form. In der Zwischenzeit aus dem Pistazienmark und dem Puderzucker „Marzipan“ herstellen. Je nachdem wie fest die Masse ist, etwas mehr Puderzucker darunterkneten. Ist das Gewürznougat fest geworden, halbieren, in dicke Streifen schneiden und zwischen Frischhaltefolie eine lange Wurst daraus formen. Die Hände sollten nicht zu warm sein, sonst schmilzt es wieder. Wird die Masse zu weich, einfach zwischendurch wieder in den Kühlschrank stellen. Auch das Marzipan wird jetzt in zwei Hälften aufgeteilt und zwischen Frischhaltefolie so ausgerollt, dass eine etwa 7cm breite Zunge entsteht mit der man das Nougat einwickeln kann. Mit der anderen Hälfte des Nougats und des Marzipans genauso verfahren. Für den Rand Kakaonibs mit etwas Vanillezucker in der Pfanne kandieren. Die Marzipanwürste darin wälzen, erneut kaltstellen, damit sie sich später besser in 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden lassen.

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Noch mehr leckere Rezepte von Ruth Moschner finden Sie unter www.ruth-moschner.de/genussfrau

TV-Tipp: "Grill den Henssler", Sonntag, 20.15 Uhr, VOX

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