08.11.2016

PARTNERSCHAFT Brad Pitt und Angelina Jolie: Wie die Liebe wirklich endete

Nach der Bekanntgabe der Trennung von Brad Pitt bekam Angelina Jolie das alleinige Sorgerecht zugesprochen.

Foto: Imago

Nach der Bekanntgabe der Trennung von Brad Pitt bekam Angelina Jolie das alleinige Sorgerecht zugesprochen.

Auf eine schillernde Liebe folgte eine Schlacht um das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Nun wurde entschieden: Sie bleiben bei der Mutter.

Was einst als eine große und aufregende Liebe begann, ist leider einem Rosenkrieg gewichen. Seit Angelina Jolie offiziell die Scheidung von Brad Pitt eingereicht hat, machte vor allem das Tauziehen um die Kinder Schlagzeilen. Zumindest damit könnte es nun ein Ende haben, Brangelina sollen sich im Streit um die Kinder geeinigt haben. Ein Sprecher der Schauspielerin teilte am Montag mit, dass die sechs Kinder des Paares in der Obhut der Mutter verblieben. Bis zuletzt soll, Medienberichten zufolge, Brad Pitt versucht haben, das Sorgerecht für seine Kids zu erhalten. Nun darf er sie zumindest besuchen – so lange ein Therapeut anwesend ist.

Unüberbrückbare Differenzen in der Erziehung?

Nach zwölf Jahren Beziehung und zwei Jahren Ehe haben sich Angelina Jolie und Brad Pitt am 19. September diesen Jahres getrennt. Schon seit Monaten berichtete die Yellow-Press, dass der Haussegen des einstigen Traumpaares gewaltige Schieflage gehabt haben soll. Doch an ein Ende dieser filmreifen Liebe hätte wohl keiner so plötzlich gedacht. Die offizielle Begründung für die Trennung lautet, wie so oft, unüberbrückbare Differenzen. Nach und nach gerieten durch die folgende Schlammschlacht immer mehr Details und Gerüchte an die Oberfläche. Brad Pitt solle demnach zu oft alkoholisiert oder gar bekifft gewesen sein und in der Folge unkontrollierbare Wutausbrüche gehabt haben. Der besorgten Mutter sei daraufhin irgendwann der Kragen geplatzt, so wird es behauptet. Andere Quellen wissen, dass Brad Pitt seinen Kindern gerne eine etwas strengere und geregeltere Erziehung hätte angedeihen lassen wollen, wogegen wiederum die freiheitsliebende Jolie etwas gehabt haben soll.

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Mit Vollgas ins Familienglück

Nun schienen sich zwei Seelenverwandte gefunden zu haben. Brad Pitt verließ 2005 seine Frau, drei Monate später sah man ihn bereits mit Angelina Jolie und ihrem Adoptivsohn Maddox (15) bei vertraut wirkenden Treffen. Gerüchte, die beiden Schauspieler seien mehr als Freunde und Kollegen, wurden zunächst hartnäckig dementiert.

Doch Anfang 2006 überraschte "La Jolie" in einem Interview mit der Information, sie sei schwanger und Brad Pitt der Vater des gemeinsamen Kindes. Shiloh (10) war bereits das dritte Kind im Jolie, denn zwischenzeitlich hatte Angelina Jolie das Mädchen Zahara (11) aus einem Waisenhaus in Äthiopien aufgenommen. 2007 nahmen "Brangelina" schließlich noch den viertnamesichen Jungen Pax Thien (12) in ihre Familie auf und machten das Familienglück ein weiteres Jahr später mit der Geburt der Zwillinge Knox und Vivienne(8) komplett.

In guten, wie in schlechten Zeiten

2012 gaben Angeline Jolie und Brad Pitt ihre Verlobung bekannt. Doch statt gemeinsamer Hochzeitsvorbereitungen hatte das Paar eine schwere Krise durchzustehen: Die Schauspielerin, deren Mutter an Krebs verstarb, ließ sich vorsorglich beide Brüste abnehmen, nachdem man eine genetische Vorbelastung für Brust- und Eierstockkrebs bei ihr feststellte. Die Tatsache, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, machte die Schauspielerin zum Vorbild von Millionen von Frauen auf der ganzen Welt. 2015 ließ sie sich prophylaktisch auch die Eierstöcke entfernen.

Im Jahr zuvor gab das Paar dem Drängen ihrer Kinder nach und trat vor den Traualtar. Eigentlich hatten sie sich dazu bekannt, erst die Ehe zu schließen, wenn alle Menschen in Amerika heiraten dürften – auch homosexuelle Paare. Doch das Glück der Kinder stand für das Paar an vorderster Stelle und so sagten sie am 23. August 2014 in einer romantischen und sehr privaten Zeremonie auf ihrem Anwesen in Südfrankreich "Ja" zueinander. Angelina Jolie trug dabei ein bezauberndes Kleid, auf dem Zeichnungen ihrer Kinder verewigt wurden.

Das Imperium "Brangelina"

Fast rastlos wirkte die Großfamilie in all den Jahren, wenn sie als großer Tross ständig um die Welt reiste. Jolie geht in ihrer Rollen als Mutter, Schauspielerin, Produzentin, Regisseurin und nicht zuletzt UN-Sonderbotschafterin auf. Als diese setzt sie sich weltweit mit viel Engagement für die Rechte von Frauen und Flüchtlingen ein. Das Ehepaar engagierte sich gemeinsam für Umweltschutz, stritt für die Rechte Homosexueller und half beim Aufbau von Wohnsiedlungen nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans. Auch Brad Pitt verfolgte zusätzlich nicht nur nebenbei seine Karriere als Schauspieler und Filmproduzent.

Eine Liebe in den Schlagzeilen

Doch wie lange kann man mit zwei Weltkarrieren, sozialem Engagement und sechs Kindern ein Leben auf der Überholspur führen? In der Öffentlichkeit betonten "Brangelina", sich die Verantwortung für die Kinder zu teilen – arbeitete er, passte sie auf, war sie beschäftigt, kümmerte er sich. Privatlehrer, Nannys, Privatjets und Wohnsitze auf der ganzen Welt haben die Sache sicherlich erleichtert. Doch immer waren auch neugierige Journalisten und Papparazzi im Schlepptau, eine Intimsphäre nur mühsam aufzubauen. Es ist schon ohne ständige Beobachter schwierig genug, eine Partnerschaft zu führen. Wenn man ständig beleuchtet wird, ob man zu dünn sei, weil die Ehe in einer Krise stecke oder der Bart ein Zeichen dafür sei, wie weit man sich als Paar auseinander gelebt hätte, kann das nicht förderlich sein.

So oder so – es geht um die Kinder

Nach all den Jahren, in denen für das Schauspielerpaar das Wohl der gemeinsamen Kinder an vorderste Stelle stand, sollen sie nun der Auslöser der "unüberbrückbaren Differenzen" sein? Ist es wirklich möglich, dass eine Ehe, die so viele Krisen meisterte und so leidenschaftlich begann, daran scheitert, unterschiedliche Auffassungen über Kindererziehung zu haben? Kinder können damit umgehen, dass sie bei ihrem Vater etwas dürfen, was die Mutter verbietet. Dass Mama eine lange Leine gibt, wo Papa Strenge walten lässt.

Sie sind flexibel, können sich schnell anpassen und lernen so fürs Leben. In keiner Familie, prominent oder nicht, sind Eltern immer einer Meinung und machen Unterschiede bei der Erziehung des Nachwuchses. Schaden tut das niemandem, so lange man im Gespräch bleibt, eine Balance findet. Das gilt während der Partnerschaft und noch viel mehr danach.

Brad Pitt und Angelina Jolie stehen also vor einer großen Herausforderung. Sie müssen diese "unüberbrückbaren Differenzen" nun ohne die Liebe überwinden. Es bleibt zu wünschen, dass "Brangelina" nur das im Focus haben, was ihnen so am Herzen liegt: das Wohlergehen ihrer Kinder. Denn nur dann, werden sie die richtigen Weichen stellen, wie sie ihre Familie auch durch diese schwere Zeit führen.

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