06.09.2016

Literatur Kein dauerhaftes Glück: "Als Hemingway mich liebte"

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Der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway war ein echter Frauenschwarm.

Foto: dpa

Der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway war ein echter Frauenschwarm.

Ernest Hemingway, Kriegskorrespondent, Jäger und Macho, ist auch ein großer Frauenschwarm. Das erfährt seine Angetraute Hadley, als sie mit ihm an die Côte d'Azur fährt und sich unversehens in einer Ehe zu dritt wiederfindet.

Kurz darauf wird sie von ihrer Freundin Pauline verdrängt. Doch auch dieser ist an der Seite des Schriftstellers kein dauerhaftes Glück beschieden. Die junge Reporterin Martha Gellhorn zieht mit Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg, wird seine Geliebte und schließlich Ehefrau Nummer drei.

Naomi Woods Roman "Als Hemingway mich liebte" ist ein bunter Liebesreigen. Hemingways vier Ehefrauen - Hadley, Pauline, Martha und Mary - betreten jeweils im Moment der Krise die Bühne und lassen ihre längst verwelkte Liebesgeschichte Revue passieren. Jede von ihnen erlebte große Momente des Glücks, aber auch bittere Enttäuschungen.

Wood besitzt zweifellos ein feines Gespür für Sprache und Stimmungen. Trotzdem gelingt es ihr nicht, das Individuelle dieser eigentlich doch sehr unterschiedlichen Hemingway-Frauen herauszuarbeiten.

- Naomi Wood: Als Hemingway mich liebte, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 368 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-455-40559-0.

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