02.09.2016

SANDRA IMMOOR IM INTERVIEW GOLDENE BILD der FRAU: "Wir geben starken Frauen die Bühne..."

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Hinter der GOLDENEN BILD der FRAU steht natürlich ein viel größeres Team – diese fünf Reporterinnen um Chefredakteurin Sandra Immoor (3. v. li.) betreuen die Preisträgerinnen 2016

Foto: Dirk Schmidt

Hinter der GOLDENEN BILD der FRAU steht natürlich ein viel größeres Team – diese fünf Reporterinnen um Chefredakteurin Sandra Immoor (3. v. li.) betreuen die Preisträgerinnen 2016

Es ist ein Abend, an dem die Frauen im Mittelpunkt stehen. Die GOLDENE BILD der FRAU-Gala findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt.

Im Interview verrät Sandra Immoor, Chefredakteurin der Zeitschrift BILD der FRAU, wie sich die Verleihung über die Jahre verändert hat, welche Bedeutung es hat, dass eine Person aus der Politik den Leserpreis übergibt und nach welchen Kriterien die finale Auswahl der Preisträgerinnen getroffen wird.

10 Jahre GOLDENE BILD der FRAU, wie war ihr Gefühl damals vor der allerersten Verleihung und wie ist es heute, knapp zwei Monate vor der 10. Verleihung?

Sandra Immoor: Damals aufgeregt, heute aufgeregt. Aber in den zehn Jahren sind Glück, Stolz, Dankbarkeit dazu gekommen – weil unser Plan, an den wir fest geglaubt haben, tatsächlich aufgegangen ist: Wir geben starken Frauen die Bühne, die Anerkennung, die Wertschätzung, die sie verdienen – und stecken ganz viele Menschen in Deutschland mit dieser guten Energie an. Das ist ein tolles Gefühl.

Wie hat sich die Verleihung der GOLDENEN BILD der FRAU über die Jahre verändert?

Sandra Immoor: In zehn Jahren hat sich die Gästezahl mehr als verzehnfacht: Aus nicht mal 50 wurden 600. Und die Gala findet nicht mehr in einem dekorierten Konferenzsaal im Verlagsgebäude statt, sondern im vielleicht schönsten Hamburger Theater, dem Theater an der Elbe.

Das Wichtigste aber wird immer unverändert bleiben, darauf passen wir auf: Im Mittelpunkt stehen bei der GOLDENEN BILD der FRAU nicht Stars und Sternchen, sondern fabelhafte Frauen, die mit ihrem ehrenamtlichen Projekt Großartiges leisten. Diese Preisträgerinnen haben mit ihrem Engagement und ihrer Ausstrahlung schon 2006 alle Herzen gewonnen – und sie tun es bis heute.

Der Leserpreis wird in diesem Jahr erstmals von Bundesministerin Manuela Schwesig überreicht. In den vergangenen Jahren stand Bundesministerin Ursula von der Leyen dafür. Warum ist es Ihnen so wichtig, dass dieser Preis von einer Person aus der Politik überreicht wird?

Sandra Immoor: Weil die öffentliche Ehrung durch eine Bundesministerin den Projekten unserer Preisträgerinnen viel Rückenwind gibt: Sie werden bekannter und bekommen dadurch hoffentlich noch mehr Unterstützung. Und darum geht es uns ja. Außerdem finde ich, es gehört sich einfach, dass die Politik diesen fabelhaften Frauen Anerkennung zollt. Wo wäre die Gesellschaft ohne ehrenamtlichen Einsatz? Diese Frauen machen unser Leben gerechter, wärmer, besser. Jede auf ihre eigene, ganz besondere Art.

>> Frauen- und Familienministerin Manuela Schwesig sucht starke Frauen für Deutschland

Zwischen wie vielen Kandidatinnen, die sich ehrenamtlich engagieren, mussten Sie sich in diesem Jahr entscheiden?

Sandra Immoor: In diesem Jahr hatten wir 157 Frauen auf der Liste und im Herzen. Die jüngste 16, die älteste 92 Jahre alt. Darunter welche mit doppeltem Doktortitel und solche ohne Hauptschulabschluss. 157 ganz verschiedene Frauen mit ganz unterschiedlichen Projekten – die aber eines eint: Sie wollen unbedingt helfen.

Und sie lassen sich dabei von nichts und niemandem aufhalten. Das ist unglaublich beeindruckend, das macht die Entscheidung so schwierig. Das Gute: Es trifft immer die Richtige.

>> Die GOLDENE BILD der FRAU 2016: Wählen Sie Ihre Favoritin!

Nach welchen Kriterien haben Sie die finale Auswahl getroffen?

Sandra Immoor: Wir gucken uns jedes Projekt ganz genau vor Ort an, wir lernen jede Preisträgerin kennen. Und dann beginnen wir die Diskussionen. Dabei geht’s ganz schön zur Sache, weil jede Kollegin in der Redaktion für ihre Favoritin kämpft. Voraussetzung ist, dass die Preisträgerin ihren Verein, ihre Stiftung oder ihre Initiative selbst gegründet hat, sie weiter vorantreibt.

Und natürlich schauen wir auch, dass das Engagement breit gefächert ist und nicht alle Frauen aus derselben Region kommen – überall im Land gibt es beeindruckende Frauen mit den tollsten Ideen. Klug, überraschend, leidenschaftlich, kompetent. Dieses Frauenpower-Deutschland wollen wir zeigen.

Was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre der GOLDENEN BILD der FRAU?

Sandra Immoor: Noch mehr Jubelschreie, Glückstränen, Standing Ovations. Dass wir weiter in die strahlenden Gesichter von Preisträgerinnen gucken dürfen, die oft zum ersten Mal auf einer Bühne stehen.

Dass die vielen treuen Partner der GOLDENEN BILD der FRAU – das ist ein Mega-Teamwork für die gute Sache! – bei uns bleiben. Oder kurz: Dass das Netzwerk von starken Frauen für ein starkes Land weiter wächst. Denn das miterleben zu dürfen, ist einfach wunderbar.

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Erfahren Sie mehr über die nominierten Frauen, ihre Projekte und die Veranstaltung auf der offiziellen Webseite und auf Facebook!

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