24.06.2016

Belebende Ernährung Ursula Karven über verjüngendes Yoga

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Ursula Karven ist ein echtes Multi-Talent.

Foto: @kommerell

Ursula Karven ist ein echtes Multi-Talent.

Multi-Talent Ursula Karven sieht mit 51 Jahren jünger aus denn je. Uns verrät sie exklusiv, wie sie es schafft, trotz Termindruck entspannt zu bleiben.

bildderfrau.de: Liebe Frau Karven, Sie sind Mutter, Schauspielerin, Autorin, Sie haben die Baby- und Schwangerenbekleidungsfirma „bellybutton“ sowie das Start-Up-Unternehmen „Goodme“ mitgegründet, und arbeiten zudem noch erfolgreich als Yoga-Botschafterin auf Ihrem Online-Programm „Mach dich leicht“. Wie kriegen Sie das alles zusammen unter einen Hut?

Ursula Karven: Unter einen einzigen Hut bekomme ich das schon mal gar nicht. Ich benutze einfach mehrere Hüte, die aber alle zusammen in einem Kleiderschrank liegen und farblich passen. (lacht) Wichtig ist mir nur, dass ich meine Projekte klar voneinander abgrenze und nichts miteinander vermische. Zusätzlich zu den von Ihnen genannten Projekten habe ich jüngst auch noch eine Yoga- Kollektion für „People Wear Organic“ entwickelt, die übrigens bei „Alnatura“ verkauft wird. Es wird also nie langweilig. (lacht) Vieles mache ich ja auch nicht komplett alleine, sondern zusammen mit Freunden, insofern passt das zeitlich alles schon.

Die Projekte sind alle sehr unterschiedlich. Wieso diese Vielfalt?

Ich empfinde die verschiedenen Aufgaben mittlerweile gar nicht mehr als so vielfältig, da viele Projekte thematisch miteinander verbunden sind. Die Nahrungsmittelergänzung von „Goodme“ ergänzt beispielsweise sehr gut die Yoga-Übungen sowie die Meditation – alle drei tragen dazu bei, glücklicher zu sein und eine Grundlage für sich zu schaffen, die einem Sicherheit und Wohlbefinden vermittelt.

>> Yoga: Gesundheit für Körper und Geist

Auch mein Job als Mutter hat etwas mit meiner Aufgabe als Yoga-Botschafterin zu tun, denn beides zusammen bewirkt, mit sich, dem Universum und dadurch auch mit meinen Kindern im Einklang zu sein. Die Schauspielerei hingegen ist ein komplett anderer Bereich, der mit dem Rest rein gar nichts zu tun hat. Es ist spannend, mal wieder alles komplett loszulassen und sich auf etwas ganz anderes zu fokussieren. Wichtig ist mir, alle Jobs ehrlich und authentisch zu erledigen. Ich lebe und liebe alles, was ich mache – und das mit sehr viel Stolz.

Als Yoga-Botschafterin sind Sie mit Ihrem Online-Streaming-Programm „mach dich leicht“ sehr erfolgreich, zudem haben Sie in der Vergangenheit einige DVDs dazu auf den Markt gebracht. Was fasziniert Sie an Yoga so sehr?

Dazu muss ich ein bisschen ausholen, um es ganzheitlich zu erklären. Als ich 30 Jahre alt war, hatte ich so schlimme Rückenschmerzen, dass ich kaum noch laufen konnte. Zu dem Zeitpunkt lebte ich in den USA und mein Arzt verschrieb mir Yoga als Rehabilitationsmaßnahme. Im selben Moment feierte Yoga in den USA seine Anfänge und Stars wie Madonna und Gwyneth Paltrow rannten mit ihren Yoga-Matten durch Hollywood.

Das hat diesen Sport sehr populär gemacht und da ich ohnehin gerade gute Erfahrung mit Yoga gemacht und gemerkt habe, wie kraftvoll und effektiv dieser Sport ist, bin ich dabei geblieben. Yoga ist eine rundum stimmige Philosophie. Man wird körperlich fit, trainiert seinen Geist und bleibt gesund. Zudem ist es die beste Waffe gegen Traurigkeit oder auch gegen das Altern.

Wie kommen Sie überhaupt in diesen entspannten Zustand, wenn Sie so viele unterschiedliche Projekte haben?

Oh, ich bin eigentlich überhaupt nicht entspannt. Erst durch meine Yoga-Übungen finde ich Ruhe und komme runter. Und genau das ist die Kunst: 15 Minuten Yoga am Tag reichen aus, um den Gemütszustand deutlich zu verbessern. Seine Mitte zu spüren, geht nicht von heute auf morgen, aber man kommt sich jeden Tag ein kleines Stückchen näher.

Welcher Gedanke steckt hinter der Veröffentlichung Ihres Yoga-Online-Programms?

Yoga hilft jedem – und das zu hundert Prozent. Man kann seine Lebensqualität dadurch so sehr verbessern, dass es das größte Geschenk ist, das man sich selber machen kann. Mit meinem Online-Programm „mach dich leicht“ will ich vermitteln, dass es nicht viel braucht, um glücklicher und gelassener zu werden. Durch Yoga ist man emotional besser drauf, man schläft besser und man lebt gesünder – eine optimale Kombination also.

Wie ist die bisherige Resonanz auf „mach dich leicht“?

Die Resonanz ist ganz fantastisch. Ich bekomme sehr viel positives Feedback. Ich hatte jetzt erst gerade zwei Live-Chats bei Facebook mit Frauen, die von meinem Programm sehr profitiert haben. Das freut mich sehr und motiviert mich auch.

Was glauben Sie, ist das größte Problem, warum es vielen Frauen so schwer fällt, Sport zu machen?

Ich denke, das hat ganz viel mit unserem alltäglichen Stress zu tun. Wenn man unter Strom steht, tendiert man seltsamerweise dazu, sich weniger Gutes mehr zu tun oder sich zu etwas aufzuraffen, was einem zu deutlich mehr Energie verhelfen könnte. Dann fällt man schnell in so eine „Egal-Einstellung“, die es natürlich umso schwerer macht, sich zu motivieren.

Welchen Tipp würden Sie Frauen geben, die mit Ihrer Figur ganz arg zu kämpfen haben und es einfach nicht schaffen, Sport zu treiben?

Ich würde ihnen auf jeden Fall empfehlen, das Zehn-Wochen-Programm von „mach dich leicht“ zu testen. Ich bin ein sehr praktisch veranlagter Mensch, der die einfachen Dinge liebt. Daher habe ich bei der Ausarbeitung dieses Konzeptes darauf geachtet, dass es alltagstauglich ist. Wir sitzen doch alle im selben Boot und haben dieselben Existenzängste und Emotionen. Daher musste es ein Programm sein, das für jeden geeignet ist.

Jeder kann sich das Programm auf seinen PC, Tablet oder Handy herunterladen und sofort damit starten. Und mehr als 15 Minuten Yoga pro Tag kombiniert mit einer bewussteren Ernährung ist es ja nicht. Wir bieten beispielsweise auch Rezepte dazu an, die unkompliziert, einfach und lecker sind. Ich halte überhaupt gar nichts von Diäten und Verboten. Der Körper braucht beispielsweise auch Kohlenhydrate, daher ist es wichtig, ausgewogen zu essen, um keinen Jieper zu bekommen und gefrustet zu sein.

Wie schaut Ihr Tagesablauf bei dem großen Pensum aus?

Mein Tagesablauf sieht jeden Tag anders aus, aber er fängt zumindest immer gleich an. (lacht) Prinzipiell stehe ich um halb sieben Uhr morgens auf, frühstücke mit meinem zwölfjährigen Sohn Liam, der danach in die Schule geht und lese online die News. Anschließend bereite ich mir eine heiße Zitrone mit Kurkuma zu, mache 15 Minuten Yoga und widme mich dann dem, was ansteht. Bevor ich abends schlafen gehe, meditiere ich und achte darauf, mir möglichst keine Schlagzeilen über die ganzen grausigen Ereignisse auf der Welt zu verinnerlichen. Wichtig ist, dass man Rücksicht auf sich selbst nimmt und zur Ruhe kommt, wenn der Tag sich dem Ende neigt.

Mit welchen Übungen halten Sie sich als Yoga-Profi fit?

Ich halte es simpel und mache selbst die Übungen aus meinem „mach dich leicht“-Programm. Für mich hat die Atmung oberste Priorität, da diese der Schlüssel zur Meditation ist. Die Übungen aus meinem Yoga-Konzept kenne ich sehr gut, sodass ich mich dann weniger auf die Ausführung des Yogas als viel mehr auf die Atmung konzentrieren kann.

Wie gestalten Sie Ihre Ernährung?

Ich achte darauf, mich bewusst zu ernähren und darauf zu hören, was mein Körper braucht. Diäten, die sich nur auf Fisch, Fleisch und Gemüse konzentrieren, halte ich für absolut schwachsinnig, da diese für den Körper einfach nur ungesund sind. Ebenso daneben finde ich es aber auch, sich mit Junkfood vollzustopfen. Ich esse beispielsweise alles in Maßen, und auch mal Fisch und Fleisch. Es ist nur so, dass ich eben nichts Tierisches mehr zu mir nehme, was nicht aus artgerechter Haltung kommt und Bio-Qualität verspricht.

Wie sieht denn ein Tag aus, an dem Sie auch mal alle Fünfe gerade sein lassen oder ist das als Workaholic kaum möglich?

Ich habe sogar sehr viele solcher Tage. (lacht) Solange man solche sündigen Momente wieder ausgleicht, ist doch alles gut. Mir ist es wichtig, wach und produktiv zu sein und dazu gehört es auch, sich mal eine ungesunde Leckerei zu gönnen. Ich bin beispielsweise mehr der salzige Typ und komme an Chips und Cola dann nicht vorbei. Manchmal darf es auch gern ein sündhaftes hervorragendes Dessert oder sein. Essen bedeutet eben Genuss.

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