07.10.2016 - 06:22

Promi-Interview Isabel Edvardsson: Sie ist die neue Buchstaben-Fee

Isabel Edvardsson ist die neue Buchstaben-Fee

Isabel Edvardsson ist die neue Buchstaben-Fee

Deutsch zu sprechen fällt Schweden leichter, als es zu schreiben. Als neue Buchstaben-Fee vom Glücksrad will Isabel Edvardsson sich dieser Herausforderung stellen.

Deutsch hat Isabel Edvardsson fast ausschließlich in der täglichen Praxis gelernt. Als neue Buchstaben-Fee beim Glücksrad (ab 17. Oktober täglich um 19.25 Uhr auf RTLplus) tritt die Profi-Tänzerin nun in die Fußstapfen von Maren Gilzer. Im Interview mit bildderfrau.de bekennt sich die Wahl-Hamburgerin ehrlich zu ihren Schwächen.

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bildderfrau.de: Deutsch ist nicht Deine Muttersprache. Wie verhält es sich mit Deinen Rechtschreibkenntnissen?

Ich glaube, ich stelle mich sehr an, die Sprache zu lernen und sie nicht nur richtig zu sprechen, sondern auch zu schreiben. Mit jedem Jahr, das ich in Deutschland wohne, gehe ich unbeschwerter mit der Sprache um, verwende sogar manchmal den Genitiv, manchmal nicht. Das kommt einfach aus dem Bauch heraus.

Ich rede eben sehr viel und dann macht Übung den Meister. Zum Beispiel während meiner Unterrichtsstunden als Tanzlehrerin. Das ist für mich eine gute Übung. Früher war das für mich schon eine große Herausforderung, aber ich versuchte es einfach Stück für Stück zu erarbeite, wie man die Dinge formuliert. Aber ich bin kein lebender Duden.

Beim Glücksrad bist Du Buchstaben-Fee. Auch, wenn dir angezeigt wird, was Du umdrehen musst – wie war es da mit der Rechtschreibung?

Für Glücksrad war das alles total entspannt. Ich habe viel gelernt in der Zeit – wir haben die 60 Folgen ja aufgezeichnet. Es war für mich die perfekte Schule. Auch, weil ich viele Redewendungen und Begriffe bis dahin gar nicht kannte.

Fällt es Dir schwerer, die Sprache zu sprechen oder zu schreiben?

Definitiv das Schreiben!

Warum?

Nicht die Rechtschreibung ist das Problem. Die Artikel sind es. Wenn ich spreche, geht das automatisch. Aber wenn ich schreibe, muss ich das manchmal laut sagen, um den richtigen Artikel zu finden.

Wo hast Du Deutsch gelernt?

Erst in Deutschland. Ohne Kurs. Mit meinem Mann spreche ich deutsch. Mit seiner Familie. Mit Freunden.

Kanntest Du die Sendung eigentlich?

Aus Deutschland kannte ich sie nicht. In Schweden hatten wir eine ähnliche Sendung. Und ich habe mir auch ein paar Folgen von früher angeguckt. Ich musste mich ja vorbereiten.

Und hast Du auch mal Deine Vorgängerin kennengelernt? Maren Gilzer...

Ja, in der Tat haben wir das. Kürzlich in Hamburg beim Ladies Lunch und sie war ganz bezaubernd und hat mir viel Glück gewünscht.

In Deinem Hauptberuf bist Du Tänzerin, hast sogar eine eigene Tanzschule. Musst Du eigentlich sehr auf Deine Figur achten?

Ich esse sehr gerne, trainiere aber auch sehr viel. Eigentlich bin ich eher der deftige Typ. Ich mag morgens Rührei, Schinken, Vollkorntoast. Schokolade esse ich fast nie, andere Süßigkeiten auch nicht. Nur bei schwedischen Salzlakritz werde ich schwach. Zum Glück bin ich noch einige Male im Jahr in Schweden und bringe mir dann immer ein paar Tüten mit.

Und wie schaffst Du es, so gut in Form zu bleiben?

Ich achte sehr darauf, dass ich zwischen dem Essen genug Pausen habe. Vier bis fünf Stunden sind für meinen Stoffwechsel ideal. Selbstverständlich schaffe ich das nicht immer, aber dann nehme ich eben auch schnell zu – im Urlaub zum Beispiel. Aber, das ist mir dann auch nicht so wichtig.

Wer so viel trainiert wie Du, kriegt das sicher schnell wieder abgearbeitet, oder?

Leider nicht mit Tanzen! Mein Körper ist das seit meinem 13. Lebensjahr gewohnt und damit ist es keine Anstrengung mehr für ihn, ich verbrenne also schlechter, als jemand, der mit dem Tanzen anfängt. Der Körper braucht Abwechslung, um optimal zu verbrennen. Ich mache dann Kraftübungen, gehe ins Fitness-Studio oder Joggen . Lust habe ich dazu natürlich auch nicht immer. Aber ich habe ganz fest vor, wieder anzufangen!

Wie bist Du überhaupt zum Tanzen gekommen?

Ich habe mit Kindertanz angefangen und später Jazz Dance gemacht. Mein Bruder war im gleichen Verein bei den Turniertänzern. Einmal meinte er zu mir, ein Kumpel von ihm sei auf der Suche nach einer neuen Partnerin, aber ich käme ja eh nicht in Frage und wir würden zusammen sicher auch kein Turnier schaffen.

Da habe ich seinen Kumpel angerufen und zwei Monate später tanzte ich auf dem ersten Turnier. Seitdem komme ich da nicht mehr raus. Nachdem mein Mann Markus und ich keine Turniere mehr tanzen, habe ich im Januar letzten Jahres in Hamburg eine Tanzschule eröffnet. Dort gebe ich Kurse, bin auch mal Demo-Dame oder stehe an der Bar und quatsche mit den Leuten.

Erwarten die Schüler dann Stunden à la "Let's Dance"?

Nein, natürlich nicht. Das ist Showtanz. In meiner Tanzschule unterrichten wir Gesellschaftstanz. Die Promis von "Let's Dance" können am Ende wirklich nur diesen einen Choreographie. Unsere Schüler hingegen können zu jedem ChaChaCha, Disco-Fox oder was auch immer die Grundschritte tanzen.

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Nach Dirty Dancing gab es einen regelrechten Boom auf die Tanzschulen. Erlebt ihr das nach "Let's Dance" auch?

Als die Sendung anfing, gab es einen kleinen Boom, aber nicht vergleichbar. Aber Tanzen ist bei den Leuten schon wieder sehr beliebt.

Sind es auch heute mehr Frauen als Männer, die kommen?

Es ist wohl schon so, dass Männer sich etwas schwerer tun. Dabei kann ich das gar nicht verstehen. Tanzen ist ein großartiger ganzheitlicher Sport.

Wie meinst Du das?

Tanzen ist für den gesamten Körper gut. Du aktivierst den ganzen Körper und nicht nur Teile. Weil es so viele schnelle und unterschiedliche Bewegungen sind, verbrennt man viel mehr, als bei vielen anderen Sportarten. Und es fördert die Koordination – Musik hören, Takt spüren, eigener Schritt und die Dame führen – das ist viel abwechslungsreicher, als nur Joggen zu gehen.

Und wie kriegt man einen männlichen Tanzmuffel in die Tanzschule?

Indem man ihm sagt, dass es die einzige und letzte Gelegenheit ist, in der er noch der alleinige Chef sein darf. Beim Tanzen hat ER das Sagen;-)

Wie ist das bei euch Zuhause? Darf Dein Mann auch nur beim Tanzen führen?

Beim Rest sind wir gleichberechtigt. Die Schweden sind das gleichberechtigtste Land, das es meiner Meinung nach gibt und so leben wir das auch innerhalb unserer Beziehung. Ich finde es wichtig, dass man auf Augenhöhe steht. Nur so kann man Spaß haben Beim Tanzen allerdings gebe ich die Kontrolle komplett ab und lebe die totale Hingabe.

Ist es für Frauen leichter, Tanzen zu lernen?

Nein, es ist mindestens genauso schwierig. Denn Du musst als Frau ja jede Bewegung eigentlich im Voraus spüren. Jeden Schritt, jede Drehung – wie groß, wie schnell. Du musst das aufnehmen und dann umsetzen.

Langsam wird es draußen kalt und dunkel – hilft Tanzen auch gegen den Winterblues?

Definitiv – ein Jive zu Beispiel heizt ordentlich ein!

Vielen Dank für das nette Gespräch!

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