28.04.2016

Enthüllung von Gerichtsakten Britney Spears gesteht Drogenabhängigkeit

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Foto: ©imago

In einem jüngsten Gerichtsprozess gegen ihren Ex-Manager Sam Lutfi gab Pop-Sternchen Britney Spears öffentlich zu, Drogen konsumiert zu haben.

Britney Spears (34) ist in vielerlei Hinsicht ein echtes Phänomen im Musikbusiness. Rein beruflich gibt es kaum eine andere Künstlerin, die ihr in Sachen Erfolg das Wasser reichen könnte: mehr als 100 Millionen Alben in weniger als zehn Jahren, die Lebenswerk-Auszeichnung „Video Vanguard Award“ noch vor dem 30. Geburtstag, ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame sowie unzählige Auszeichnungen wie ein Grammy, zwei Emmys, ein Echo oder ein Bambi. Eigentlich gibt es demnach viele gute Gründe für die Multi-Millionärin, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen und von den Lorbeeren ihrer bisherigen Arbeit zu zehren. Wären da nicht die vielen kleinen privaten Baustellen, die das Pop-Sternchen stetig wieder daran erinnern, wie hart das Business doch sein kann.

Psychisch labile Phase und Drogensucht

Erst jüngst musste Spears wieder einmal einen großen Medienrummel über sich ergehen lassen, als nun in einem Gerichtsprozess gegen ihren ehemaligen Manager Sam Lutfi (41) ans Licht kam, dass sie massiv drogenabhängig war. Der 41-Jährige, der die Sängerin gut sechs Jahre begleitet hatte, war gegen die Pop-Prinzessin wegen angeblich noch ausstehender Zahlungen vor Gericht gezogen. Im Zuge dessen hatte Lutfi dann behauptet, dass die Blondine vor zehn Jahren in Zeiten ihrer labilen psychischen Phase regelmäßig in hohen Dosen Crystal Meth und andere Amphetamine zu sich genommen hatte. Harter Tobak, der sich allerdings tatsächlich vor Gericht als wahr herausstellte. Aus Gerichtsakten, die dem Promi-Portal „TMZ“ vorliegen, hatten die Anwälte des amerikanischen Superstars der Anschuldigung Lutfis nichts entgegenzusetzen und sprachen kein Dementi aus.

Lutfi gab schließlich auch noch an, dass er versucht habe, seine Klientin von den Drogen loszubekommen. Es sei unter anderem eine Bedingung von ihm gewesen, dass sein Schützling „clean“ werde. Er habe sogar Drogenhunde einsetzen wollen, um so zu überprüfen, ob Spears keine illegalen Substanzen bei sich habe. Ansonsten hätte er das Mandat sofort wieder abgegeben. Spears' Anwälte stellen dieses Szenario jedoch genau andersherum dar: Ihr Ex-Manager habe Spears überhaupt erst zu den Drogen gebracht und später dann auch damit versorgt.

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2007 machte Spears nur mit Negativ-Schlagzeilen von sich reden

Dass die zweifache Mutter vor zehn Jahren große Probleme hatte, wird hingegen auch vom Rechtsbeistand der Sängerin nicht mehr geleugnet. 2007 war die Sängerin in eine tiefe Krise gestürzt, hatte durch Unten-Ohne-Auftritte, Alkohol-Exzesse und Fahrerflucht Negativ-Schlagzeilen gemacht. Als ihr Ex-Bodyguard Tony Barretto dann auch noch vor Gericht aussagte, sie sei nackt vor ihren Kindern herumgelaufen, habe Drogen genommen, als die Kinder neben ihr saßen und nicht genügend auf deren Sicherheit geachtet, reagierte der Richter mit einem sofortigen Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder Jayden (heute 9) und Sean (heute 10). Damit hatte ihr Ex-Mann Kevin Federline (38), von dem sie sich zu dem Zeitpunkt gerade scheiden ließ, vollen Zuspruch bekommen, hatte dieser vor Gericht doch ohnehin mehr Zeit für sich und den Nachwuchs beantragt. Spears Reaktion: Kopfrasur, Tattoos, weitere Abstürze. Die Konsequenz: Entzug des Besuchsrechts für ihre Kinder, Entmündigung, öffentliche Bloßstellung.

Die Pop-Prinzessin lässt sich nicht kleinkriegen

Doch es wäre nicht Britney Spears, wenn sie sich nicht aus dieser eigentlich bis dato hoffnungslosen Situation wieder selbst befreit hätte. Anders als Amy Winehouse (†27) oder Philip Seymour-Hofmann (†46), für die die Drogensucht tödlich endete, beschloss die Sängerin, von vorne anzufangen und startete mit neuem Manager, neuem Album und drei gewonnenen MTV Video Music Awards noch einmal durch. Bleibt nun zu hoffen, dass ihr die damaligen Skandale nicht erneut zum Verhängnis werden, schließlich hat der Pop-Star für ihr Fehlverhalten eigentlich schon genug gebüßt.

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