06.04.2016 - 16:30

Interview Tschüss: Michael Ande macht Schluss mit "Der Alte"

Foto: Imago

40 Jahre war er Assistent in der ZDF-Krimiserie. Nun quittiert Michael Ande den Dienst. Welche neuen Pläne auf ihn warten, verrät er im Interview.

BdF.de: Wie ist das Gefühl, nach so vielen Jahren zum letzten Mal die Rolle von Gerd Heymann zu spielen, der Sie so lange begleitet hat?

Michael Ande: Ein bisschen seltsam – das Gefühl, ein lachendes und ein weinendes Auge gleichzeitig zu haben, würde ich sagen. In meinen kühnsten Träumen hätte ich ja nicht gedacht, dass mich der Gerd Heymann 40 Jahre meines Berufslebens begleitet. Und jetzt ist es für uns beide halt Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Und das fühlt sich sehr gut an!

Wer war in all den Jahren Ihr Lieblings-Kollege?

Jeder einzelne Kollege war und ist ganz besonders. Es wäre wirklich vermessen, eine oder einen herauszuheben.

Und wer ihr Lieblings-Chef?

Auch da muss ich sagen, dass alles einfach seine Zeit hatte. In 40 Jahren hat sich nicht nur mein Rollenprofil verändert, sondern auch ich. Jedoch habe ich mich im Zusammenspiel mit Jan-Gregor Kremp als „Richard Voss“ wirklich sehr wohl gefühlt. Ein Team auf Augenhöhe!

Junge Kollegen rückten im Team nach, sogar eine Frau als Ermittlerin. Wie war der Generationswechsel?

Gut. Wir haben uns alle von Anfang an sehr gut verstanden. Deshalb werde ich Stephanie Stumph, Ludwig Blochberger und Jan-Gregor Kremp auch wirklich vermissen. Genauso wie die vielen anderen kreativen Köpfe bei uns im Team.

Wenn man so viele Jahre zusammen arbeitet - was fehlt da besonders? Und was überhaupt nicht?

Überhaupt nicht fehlen werden mir die vielen Nachtdrehs bei Regen und Eiseskälte! Vermissen werde ich die vielen schönen Erlebnisse unserer Drehfamilie bei „Der Alte“.

Haben Sie aus all den Jahren eine Lieblingsfolge?

Ach, da gibt es so viele – die meisten sind verbunden mit ganz besonderen Menschen. Aber wenn ich an einzelnen Episoden denke: die Folge „Der Lockvogel“ (Folge 321, 2007; Anm. d. Red.). Heymann wird von einem Mann gejagt, der ihn töten will. Angst, Emotionen, Selbstüberwindung. Eine super Rolle!

Könnten Sie sich vorstellen, in einer Gastrolle einmal zurückzukehren? Eventuell sogar als Bösewicht?

Momentan mache ich erstmal Urlaub und freue mich auf viel Freizeit mit meiner Frau. Alles andere lasse ich auf mich zukommen!

Wie war der Abschied - vom Team, von den Kollegen?

Sehr bewegend und wirklich emotional! Ich kann nicht leugnen, dass wir alle ein paar Tränen vergossen haben.

Schauen Sie sich die letzte Folge – am 8. April - im TV an?

Das habe ich vor – auf jeden Fall werde ich sie mir aufnehmen.

Was haben Sie für Pläne nach der Serie? Wofür war bislang nie oder nicht genug Zeit?

Am meisten freue ich mich aufs Reisen und dass ich jetzt mehr Zeit mit meiner Frau verbringen kann. Vielleicht schaffe ich es jetzt endlich, mein Italienisch zu verbessern. Ansonsten gehört zu meiner neuen Lebensordnung alles, was mir bei meiner Suche nach Ruhe und Gelassenheit hilft.

Danke Herr Ande für Ihre Zeit. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!

Wenn Sie nun Ihr Wissen über "Der Alte" auf die Probe stellen möchten, haben wir genau das richtige Quiz für Sie:

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