29.03.2016 - 16:44

Hirnschlag Roger Cicero ist tot

"Frauen regier'n die Welt" war sein größter Hit. Jetzt ist der Jazz-Sänger mit nur 45 Jahren an den Folgen eines Hirninfarkts gestorben.

Mit seinem Album "The Roger Cicero Jazz Experience" war er für den ECHO 2016 nominiert, nächste Woche sollte seine Tournee "Cicero sings Sinatra" starten, nun ist Roger Cicero tot. "Erschüttert und ungläubig stehen ich und mein Team vor dieser brutalen Nachricht. Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl sind bei seiner Familie und den Angehörigen", teilte das Management am Dienstag in einer Presseerklärung mit.

Zusammenbruch nach TV-Auftritt

Bereits seit November hatte Roger Cicero mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ein akutes Erschöpfungssyndrom und der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung führten dazu, dass er eine Auszeit nahm und seine bereits ausverkauften Konzerttermine absagte. Im Januar sprach er in einem Interview mit der BILD über diese schwierige Phase: "Meine Freundin Sonja kam mich oft besuchen. Sie war in der Zeit meiner Genesung eine große Stütze." Genesen wollte Cicero nun die verpassten Termine nachholen. Mitte März trat er bei einer TV-Sendung im Bayerischen Fernsehen auf. Es wurde sein letzter öffentlicher Auftritt. Nur einen Tag danach erlitt der Sänger einen Hirnschlag und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort starb Roger Cicero am Abend des 24. März, ohne noch einmal das Bewusstsein erlangt zu haben, im Kreis seiner Lieben. Er hinterlässt einen siebenjährigen Sohn.

"Wir bitten von Kondolenzbriefen Abstand zu nehmen“

Roger Cicero wurde am 6. Juli 1970 in Berlin geboren. Schon als Elfjähriger trat er im Vorprogramm von Helen Vita auf, absolvierte mit 16 Jahren seinen ersten TV-Auftritt. Jazz und Swing waren seine Leidenschaft. 2007 vertrat Roger Cicero Deutschland beim Eurovision Song Contest in Helsinki. Sein legendäres Markenzeichen, der Hut, durfte auch bei diesem Auftritt nicht fehlen. Mit "Frauen regier'n die Welt" erreichte er zwar nur Platz 19 in der Gesamtwertung, erfreute sich aber größter Beliebtheit bei seinen Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es war der Höhepunkt seiner Karriere, in der er insgesamt acht Studioalben veröffentlichte. Cicero stammt aus einer Musikerfamilie. Seine Mutter war Tänzerin, sein Vater, Eugen Cicero, Jazzpianist. Auch er verstarb 1997 an den Folgen eines Hirninfarkts. Roger Cicero fand seinen Vater damals in dessen Haus in Zürich. In der Pressemitteilung seines Managements heißt es: „Auf Wunsch der Familie bitten wir von Kondolenzbriefen Abstand zu nehmen. Roger Cicero würde sich sicher über eine Spende für die Organisation 'Save the Children' freuen, die er jahrelang unterstützt hat und die ihm sehr am Herzen lag.“

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