17.03.2016 - 16:47

PROMI-GEBURTSTAG Anne Will: Die Sonntags-Talkerin feiert 50. Geburtstag

Foto: © imago

Mit strahlenden Augen und scharfem Verstand entlockt die Moderatorin vielen so manches Geheimnis. Über das Geburtstagskind selbst ist nur wenig bekannt.

Der ehemalige Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Günter Struve (76), fasste es einmal so zusammen: „Anne Will ist eine schöne Frau und kluge Journalistin, da ist alles wie selbstverständlich auf sie zugelaufen.“

Die Rheinländerin, die eine Männerdomäne sprengte

Am 18. März 1966 wurde Anne Will in Köln geboren und ist im Herzen immer eine Rheinländerin geblieben, auch wenn sie ihr Zuhause heute in Berlin gefunden hat. Nach dem Abitur (Notendurchschnitt 1,5), studiert die ehrgeizige Frau anschließend Geschichte, Anglistik und Politologie in Köln und Berlin. Nebenbei jobbt sie für Zeitungen, denn ihr Traum war es immer, Journalistin zu werden.

Bei ihrem anschließenden Volontariat beim SFB lernt sie die Arbeit beim Radio zu lieben und macht auch erste Erfahrungen beim Fernsehen. Doch eine Karriere dort, das konnte sich Anne Will nicht vorstellen. „Ich fand es schrecklich, weil mir das ganze Drumherum Zuviel war“, sagte sie einmal auf die Frage, warum sie erste Angebote vor der Kamera ablehnte. Dass sie den Sprung dann doch noch wagte, ist dem damaligen Sportchef des SFB, Jochen Sprentzel, zu verdanken, der das Talent der jungen Frau erkannte und in seinen Angeboten hartnäckig blieb.

So folgte das TV-Debüt der damals 26-Jährigen mit einer Live-Reportage vom Berlin-Marathon. Später moderierte sie die Talkshow „Mal ehrlich“ und den „Sportpalast“ und wechselte 1996 zum WDR als Moderatorin von „Parlazzo“. Ihren Durchbruch bei einem größeren Publikum erlebte Anne Will dann 1999. Damals brach sie als erste Frau in eine Männerdomäne ein und moderierte die „Sportschau“ im Ersten und berichtete live von den Olympischen Spielen 2000 aus Sydney.

Fernsehjournalistin und ausgezeichnete Talkshow-Master

Weg vom Sport, geht Anne Will 2001 zu den „Tagesthemen“. Sechs Jahre moderiert sie im Wechsel mit zunächst Ulrich Wickert und später Tom Buhrow das Nachrichten-Flaggschiff der ARD, bevor sie als Nachfolgerin von Sabine Christiansen die damals wichtigste Talkshow im deutschen Fernsehen übernimmt. „Ich habe nie einen Karriereplan gehabt“, sagt die erfolgreiche Moderatorin mit eigener Produktionsfirma.

Ihren Sendeplatz am Sonntag tauscht sie 2011 gegen den Mittwoch ein und macht für Günther Jauch Platz. Nachdem er im Dezember 2015 seine letzte Sendung dort moderierte, wechselte Anne Will im Januar 2016 auf den Sonntag zurück. Dass sie mit ihren Fragen, der Gesprächsführung und ihrer Hartnäckigkeit richtig liegt, beweisen nicht nur die stabilen Zuschauerzahlen. Auf Auszeichnungen wie mit dem „Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis“, der „Goldenen Kamera“, dem „Grimme Preis“ und, gleich zwei Mal, dem „Deutsche Fernsehpreis“ kann Anne Will stolz sein.

Die Privatperson Anne Will

Privat weiß man von der dunkelhaarigen Schönheit mit den großen braunen Augen und der, manchmal spöttisch, hochgezogenen linken Augenbraue nur sehr wenig. 2007 outete sie sich auf einer Veranstaltung in Berlin als homosexuell und präsentierte ihre damals bereist langjährige Partnerin Prof. Dr. Miriam Meckel (48), Chefredakteurin der „Wirtschaftswoche“ und Kommunikationswissenschaftlerin.

In Interviews verriet sie, dass sie gerne Auto fährt, Fan vom 1. FC Köln ist, nicht kochen kann und joggt. Ihr Vater war Schreiner, später Architekt, ihre Mutter, eine gelernte Postangestellte, arbeitete bei ihm im Büro und zog Anne und ihren zwei Jahre älteren Bruder auf. Auf dem roten Teppich sieht man die versierte Journalistin nur sehr selten.

Dafür ist sie privat sehr engagiert. Ob bei der Hilfsorganisation „Medico International“, als Botschaftern für „Raum der Namen“ – einem Berliner Holocaus-Denkmal, im Kampf gegen Landminen, für „Gemeinsam für Afrika“. Sie möchte ihre Öffentlichkeit nicht für eigene Zwecke, sondern für diejenigen nutzen, die ein Sprachrohr brauchen.

Auch darüber, wie Anne Will ihren 50. Geburtstag am 18. März verbringen wird, hält sich die Journalistin bedeckt. Wir wünschen ihr in jedem Fall: alles Gute!

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