11.03.2016

Der Alte Stephanie Stumph: "Das Team ist wie eine Familie für mich."

Foto: © Oliver Rath

Heute startet die neue Staffel "Der Alte". Im Interview spricht Schauspielerin Stephanie Stumph über den Abschied von Michael Ande und das Glück, Henne im Korb zu sein.

BILDderFRAU.de: Die erste Folge von "Der Alte" lief 1977. Bis vor einem Jahr kam das Team ohne weibliche Unterstützung aus. 2015 kamen Sie als Annabell Lorenz als erste Ermittlerin dazu. Wünschten Sie sich mehr weibliche Unterstützung?

Stephanie Stumph: Ich fühle mich zwischen Männern sehr wohl und genieße es, die fast einzige Frau zu sein. Es gibt ja noch unsere liebe Kollegin Christina Rainer, die unsere Pathologin spielt.

Wie lebt und arbeitet es sich unter lauter Männern?

Fabelhaft. Ich habe den Ludwig und den Jan Gregor ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie sind meine Familie geworden. Wenn ich morgens im Auto auf dem Weg zum Set von dem einen ein Birchermüsli und von dem andern eine Zimtschnecke gereicht bekomme und ich den beiden meine geschmierten Brötchen mit einer Kiwi entgegenstrecke, dann merke ich, was für ein unglaubliches Glück ich mit den beiden habe.

Was macht die Rolle spannend für Sie?

Die Kombination mit den beiden Herren an meiner Seite. Das gibt viel Spielraum für Spannungen und Humor.

Wünschten Sie sich mehr Action, Humor, Liebe?

Ich finde die Dosis ist genau richtig. Liebe finde ich für die Rollenkombination und das Format irrelevant. Action ist noch ausbaufähig, auch wenn es an der einen oder anderen Ecke knallt und ich in einer der kommenden Folgen ins Wasser springe, um jemanden am Selbstmord zu hindern. Humor oder eher Situationskomik darf natürlich nicht fehlen - ohne den Ernst des Falles zu überdecken. Das hält das Ganze frisch.

Wie erklären Sie sich den Erfolg der Serie?

Den "Tatort" gibt‘s mehrfach, den "Alten" nur einmal. "Der Alte" wird in über 100 Ländern gezeigt. In Frankreich heißt er zum Beispiel "Le Renard", in Finnland "Kettu" und in Großbritannien "The Old Fox". Das ist super.

Sind Sie auch privat eine kleine Spürnase?

Hmm. Gespür ja, für Zwischenmenschliches und Spannungen, aber mehr auch nicht.

Mit der letzten Folge verlässt Gerd Heymann das Team. Was wird Ihnen fehlen?

Michi fehlt uns jetzt schon. Sein Humor ist nicht ersetzbar. Ich respektiere seine Entscheidung, auch wenn ich nicht glücklich damit bin. Ich hoffe ganz stark, dass wir ihn vielleicht doch nochmal bei uns vor der Kamera sehen, und ansonsten bis dahin ganz privat bei Kaffee und Kuchen in seinem Garten.

Welche Pläne dürfen wir über Sie noch verraten?

Ende Mai/Anfang Juni zeichnen wir neue Folgen von „Kaum zu Glauben“ für den NDR auf, worauf ich mich schon riesig freue. Auch da bin ich von tollen Männern umgeben: Jörg Pilawa, Kai Pflaume, Bernhard Hoecker und Hubertus Meyer Burkhard.

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