Aktualisiert: 30.01.2016 - 13:00

Dschungelcamp 2016 Menderes Bağci & Co: TV-Karriere durch Nervpotential

Von Nina Schröder

Nachdem Menderes sich seit 2002 regelmäßig vor Dieter Bohlen zum Affen machte und sich stetig neue Überzeugungsmethoden ausdachte, war das mediale Interesse auf einmal groß.

Foto: © BangShowBiz

Nachdem Menderes sich seit 2002 regelmäßig vor Dieter Bohlen zum Affen machte und sich stetig neue Überzeugungsmethoden ausdachte, war das mediale Interesse auf einmal groß.

Menderes Bağci, der „DSDS“-Kultkandidat, hat es zum TV-Sternchen und Dschungelcamp-Kandidaten geschafft: Mit Verbissenheit zu moderater Bekanntheit.

Menderes wer? Diese Frage wird wohl mittlerweile niemand mehr stellen, denn spätestens seit dem Dschungelcamp 2016 dürfte der 31 Jahre alte Menderes Bağci jedem TV-Zuschauer ein Begriff sein. Der aus dem nordrhein-westfälischen Langenfeld stammende IT-Boy bezeichnet sich als Sänger und Unterhaltungskünstler, Dieter Bohlen würde ihn wohl eher als einen der hartnäckigsten Kandidaten der Castingsshow „Deutschland sucht den Superstar“ betiteln.

Denn hartnäckig ist er tatsächlich, der Menderes: 2002 nahm er das erste Mal als Kandidat an dem medialen Gesangswettbewerb von Bohlen teil, damals versuchte er mit „I can’t let you go“ von Usher zu überzeugen. Ohne Erfolg, die „DSDS“-Jury erteilte dem Möchtegern-Sänger eine Absage.

Doch statt sich geschlagen zu geben, wertete der Langenfelder das Nein als Ansporn und stellte sich von da an jährlich wieder bei Dieter Bohlen vor – jedes Jahr mit einer neuen Frisur, jedes Jahr mit einem neuen verrückten Outfit und jedes Jahr mit einer neuen aufmerksamkeitserregenden Aktion.

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Neun Jahre vergingen, ehe der Pop-Titan seinen bis dahin inzwischen treusten Kandidaten in den sogenannten Recall schickte. 2014 dann ein kleiner tatsächlicher Durchbruch: Menderes, inzwischen deutlich erschlankt, schaffte es bis in die zweite Recall-Runde und stand noch im selben Jahr bei zwei Konzerten von „DSDS – Live on Tour“ in Österreich auf der Bühne.

2015 brachte der Rheinländer sogar seine erste Single raus und versuchte sich mit „Queen of my Heart“ bei kleinen öffentlichen Veranstaltungen über Wasser zu halten. Dieses Mal mit Erfolg – Dieter Bohlens treuster einstiger Kandidat setzte sich durch und sang sich in die Herzen seiner mittlerweile beachtlichen Fangemeinde. Es folgten diverse TV-Auftritte bei Pro Sieben, VOX und RTL, zudem spielte er zwei Jahre auf Kampnagel in Hamburg Theater. Von der „DSDS“-Witzfigur zum TV-Sternchen mit Kultstatus – so ließe sich wohl die Karriere des Menderes Bağci in knappen Worten beschreiben.

Einen ähnlichen Kultstatus wollte auch „Goodbye Deutschland“-Auswanderer Jens Büchner erreichen. 2010 wanderte das selbsternannte Allround-Talent mit seiner damaligen Freundin Jenny von Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt nach Mallorca aus und versuchte als Service-Kraft, Besitzer einer Modeboutique und später als Geschäftsführer einer Bar Fuß zu fassen. Doch alle Pläne scheiterten.

Nichts, was der 46-Jährige sich vornahm, war von Erfolg gekrönt. Schließlich sah Mallorca-Jens, wie er genannt wird, für sich nur noch eine Möglichkeit: Er wollte als Sänger durchstarten und sich am Ballermann einen Namen machen. Aber auch dieses Vorhaben ging nach hinten los. Für seine Singles „Pleite aber sexy“ und „Augen zu und durch die Nacht“ erhielt er Buhrufe statt Applaus.

Die Option Aufgeben kam für den Pechvogel allerdings nie infrage. Immerhin wird er noch regelmäßig von VOX für „Goodbye Deutschland“ gefilmt und kann sich mit kleinen Auftritten auf der spanischen Lieblingsinsel der Deutschen ein kleines Zubrot verdienen. Im Sommer wird Jens Büchner übrigens wieder Papa.

Obwohl er in der Vergangenheit kein Glück bei Frauen hatte und seine Beziehungen auch gern vor der Kamera immer wieder scheiterten, scheint er in der Supermarkt-Angestellten Daniela Karabas (37) aus Delmenhorst nun seine große Liebe gefunden zu haben. Die gelernte Hairstylistin war schon immer sein Fan und zog für Jens nach Mallorca. Die beiden erwarten jetzt Zwillinge und wollen noch vor der Geburt den Bund der Ehe eingehen. Für Jens Büchner sind das dann bereits Kind vier und Kind fünf, mit zwei anderen Frauen hatte er zuvor bereits dreimal Nachwuchs gezeugt.

Deutlich geschickter als Mallorca-Jens und Menderes Bağci stellten sich hingegen die weiblichen Ex-Castingshow-Kandidatinnen an. Melanie Müller (27), bekannt aus der Bachelor-Staffel von 2013, und Micaela Schäfer (32), einstige Teilnehmerin bei „Germanys Next Topmodel“, ließen besonders zu Anfang immer ihre Argumente sprechen und hielten bei jeder Gelegenheit ihre nackten Brüste in die Kamera.

Trotz offensichtlicher Silikonsünden scharten sie eine große Fan-Gemeinde um sich und machten plötzlich durch mehrere TV-Auftritte von sich reden. Beide Erotikmodels landeten am Ende im Dschungelcamp, Melanie Müller durfte am Ende sogar den Thron als Gewinnerin von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ besteigen.

Danach bekam die kurvige Blondine, die einst um Bachelor Jan Kralitschka buhlte, auf RTL II eine eigene Doku-Soap und nahm seither schon neun Platten als Schlagersängerin auf. Die beiden „Busenfreundinnen“ waren mit ihrer Strategie "Sex sells" demnach recht erfolgreich und können bis dato auf eine finanziell äußerst interessante Karriere als plötzliche TV-Sternchen zurückblicken.

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