28.06.2018

Von kurz bis lang Die schönsten Sommerkleider für jede Figur

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Nicht nur die Geschmäcker sind verschieden, Frauen unterscheiden sich auch in ihrer Figur und sollten dementsprechend ihre Sommerkleider auswählen, um ihre Körperformen optimal in Szene zu setzen.

Foto: iStock/Newnow

Nicht nur die Geschmäcker sind verschieden, Frauen unterscheiden sich auch in ihrer Figur und sollten dementsprechend ihre Sommerkleider auswählen, um ihre Körperformen optimal in Szene zu setzen.

Schmale Schultern, Sanduhr-Silhouette oder androgyne Figur: Je nach Körperform werden verschiedene Figur-Typen unterschieden. Eine Expertin erklärt, mit welchen Sommerkleidern jede Figur perfekt zur Geltung kommt.

Mit welcher Figur wir geboren sind, können wir uns nicht aussuchen. Beim Styling können wir jedoch nachhelfen. Mit den kurzen und langen Sommerkleidern für jeden Figurtyp können wir Problemzonen kaschieren oder Vorzüge betonen.

Stefanie Levermann ist Stylistin für Zalon.de und gibt bildderfrau.de Styling-Tipps für Sommerkleider, mit denen Sie Ihre Figur optimal in Szene setzen.

Das passende Sommerkleid finden: Welche Figurtypen gibt es?

Jeden Figurtypen macht etwas anderes aus – und danach richtet sich auch das Styling und der jeweilige Schnitt eines Sommerkleides, das perfekt passen soll. Unterschieden werden fünf verschiedene Figur-Typen: O-Typ, X-Typ, H-Typ, A-Typ und V-Typ.

Styling-Tipps für den O-Typ: Schöner Ausschnitt und betonte Beine

Typisch für die ovale Figurform, den sogenannten O-Typ, sind viel Bauch und viel Brust. Während der Oberkörper eher rundlich ist, sind die Beine meist schlank.

"Der Schwerpunkt und die Rundungen liegen in der Körpermitte, deshalb sollte der Brustbereich und die Beine betont werden", rät Stylistin Stefanie. Das gelingt zum Beispiel mit Oberteile, die einen V-Ausschnitt haben. Insgesamt sollte der Schnitt des Sommerkleides körpernah aber nicht eng sein. Der O-Typ sollte eine hohe Taille schaffen.

Tipp der Stylistin: "Tragen Sie Kleider, deren Unterteil wie ein Bleistiftrock geschnitten ist."

Knielange Kleider und Wickelkleider schmeicheln diesem Figurtyp besonders. Achten Sie außerdem auf einen V-Ausschnitt oder greifen Sie zu Kleidern, die einen weiten Rundhals haben.

Ton-in-Ton-Stylings verschlanken die Figur. Vermieden werden sollten Querstreifen. Wenn es Streifen sein sollen, dann längs. Der O-Typ sollte prinzipiell zu Absatzschuhen greifen. Auch in diesem Jahr angesagt: Schuhe mit Plateauabsatz.

Styling-Tipps für den X-Typ: Optisch strecken

Der Sanduhr- oder X-Typ hat einen ausgeprägten Brust- und Hüftumfang bei einer schmalen Taille. Die Maße 90-60-90 liegen dem Idealbild dieser Figur zugrunde.

Die X-Silhouette ist sehr weiblich. "Bei diesen Sanduhr-Figuren ist oft weniger mehr", erklärt Stylistin Stefanie Levermann. "Hier ist es wichtig, die Proportionen auszugleichen, da der Körper von Natur aus schon extra Rundungen mitbringt."

Gibt es bei dieser Figur einen verkürzten Oberkörper, kann er durch Kleider mit einem längerem Oberteil optisch gestreckt werden. Umgekehrt verlängert beispielsweise ein Cocktailkleid mit Naht unter der Brust – ein sogenannter Empire-Schnitt – und eine das Knie bedeckende Rocklänge optisch die untere Körperpartie, wenn die etwas kürzer ist. Stefanie Levermann: "Ein Kleid mit Bleistiftrock, knielang mit hohem Bund ist das perfekte Sommerkleid für Frauen mit einer X-Figur."

Bei den Oberteilen bieten sich Rundhals- und U-Boot-Ausschnitte an. Auch der V-Ausschnitt ist eine Option. Frauen mit X-Silhouette sollten bei Kleidern darauf achten, dass horizontale Muster vermieden werden. Vereinzelte Längsstreifen und große geometrische Muster besonders an der Taille sind die bessere Wahl. Große Taillengürten und Querstreifen dagegen sollten vermieden werden.

Styling-Tipps für den A-Typ: Schulter optisch verbreitern

A-Typ, Birnenform oder Dreicksform sind mögliche Beschreibungen für den Körperbau, dem die meisten westlichen Frauen entsprechen: Der Hüftumfang ist größer als der Brustumfang und die Schultern sind schmaler als der Rest des Oberkörpers.

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"A-Typen sollten ihren Fokus auf Oberkörper legen, um die Proportionen auszugleichen", sagt Stefanie Levermann. "Die A-Figur ist eine sehr weibliche Form und hat ausgeprägte Kurven, die man wunderbar akzentuieren kann."

Vor allem der im Vergleich zur Hüfte schmale Oberkörper und das Dekolleté sollen mit dem Styling betont werden. Das gelingt mit körpernahen und umschmeichelnden Schnitten.

Beim Styling machen Details den Unterschied zwischen einem lieblosen und einem perfekten Styling. Für die A-Typen heißt das, dass sie auf den Konfektionsgrößen-Unterschied zwischen Ober- und Unterteil achten müssen. Auch wenn die Hüften eine andere Größe benötigen, muss das Oberteil an der Schulter perfekt sitzen, denn genau diese soll durch das Styling betont werden. Das kann die Suche nach dem perfekten Sommerkleid mühsam machen. Eventuell muss eine Änderungsschneiderin helfen.

Was verbreitert die Schulterpartie? Querstreifen-Muster und U-Boot-Ausschnitte. Auffällige Verzierungen an den Röcken sollten vermieden werden. Die Schulterpartie kann mit einer voluminöseren Ärmelform, einem Flügel- oder angedeutetem Puffärmel betont werden.

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Styling-Tipps für den H-Typ: Auffällige Schultern und vorzügliche Ausschnitte

Ein klassisch sportlicher Körperbau entspricht dem H-Typ, auch Bananen- oder Rechteckform genannt. Typisch für diese Figur ist die wenig ausgeprägte Hüfte. Außerdem haben Schulterpartie, Brust- und Taillenumfang ähnlichen Umfang.

"Frauen mit H-Figur wirken sehr schnell androgyn, da sie sehr wenig Kurven haben, sie müssen also mit ihrem Styling Kurven kreieren, indem sie die Hüften und den Po betonen", sagt Stefanie Levermann.

Der Fokus bei der Kleiderwahl sollte nicht auf der Taille liegen, sondern vielmehr auf dem Dekolleté und den Beinen. Kleider mit auffälligen Schultern zum Beispiel mit Puffärmel oder Verzierungen verschieben den Schwerpunkt, sodass eine Taille suggeriert wird.

"Die Kleidung sollte so ausgewählt werden, dass Nähte, Muster und Verzierungen ein tiefes V ergeben, dessen tiefster Punkt bis zur Taille reicht", rät die Stylistin.

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Das können weit ausgeschnittene Kleider sein, die zusätzlich mit auffälligen Ketten betont werden. Die Rocklänge des Sommerkleides kann knielang, midi oder lang sein. Es empfiehlt sich ein A-Linien-Schnitt, ein Glocken- und Faltenrock.

Breite, auffällige Gürtel sollten vermieden werden, da diese den Blick auf die Taille lenken. Dagegen lenken Verzierungen, Rüschen, Muster im Oberteil davon ab. Sehr gut passen Kleider mit asymmetrischen Schnitten. "Der Kimono-Stil ist die perfekte Wahl", sagt Stefanie Levermann.

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Styling-Tipps für den V-Typ: Oberkörper weniger, Beine mehr betonen

Der V-Typ wird auch von der Apfelform oder der umgedrehten Dreiecksform gesprochen. Charakteristisch für diese Figur ist, dass die Hüften schmaler sind als der Brustbereich und die Schultern. Frauen mit einer großen Oberweite gehören häufig zu diesem Figur-Typen.

"Sind die Schultern breiter als die Hüfte, sollte der Blick über den Bauch auf die Beine gelenkt werden", sagt die Expertin. Styling-Ziel ist es, die Proportionen zwischen Ober- und Unterkörper auszugleichen.

Für Frauen mit dieser Silhouette gilt es außerdem, das Dekolleté zu betonen, was mit Kleidern gelingt, die einen tiefen V-Ausschnitt haben und eine weiche Raffungen am Ausschnitt.

Beim V-Typ ist um die Schultern und Arme etwas kräftiger gebaut. Es ist wichtig, ein Kleid mit einer Ärmelform zu finden, die nicht einschneidet, die Partie aber auch nicht zusätzlich betont.

Knieumspielende Rocklängen stehen Frauen mit V-Silhouette besonders gut, aber auch Mini-Kleider sind eine Option.

Falten und andere Betonungen in der Taille, steife Stoffe, Puffärmel und auffallende Muster auf dem Oberkörper sollten vermieden werden!

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Sommerkleider gibt es für jede Figur und mit dem richtigen Styling lassen sich Problemzonen kaschieren und Vorzüge gekonnt in Szene setzen. Weitere spannende Beiträge zu aktuellen Modetrends und rund um bezaubernde Kleider finden Sie auf unseren Themenseiten.

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