03.03.2017

Bunt statt Beige Warum Frauen ab 50 verblassen und was Sie dagegen tun können

Farbe braucht Kontrast, um wirken zu können.

Foto: Susanne Ackstaller

Farbe braucht Kontrast, um wirken zu können.

Warum wird unsere Mode mit zunehmendem Alter immer beiger? Warum verblassen Frauen (und Männer) immer mehr? Das muss nicht sein!

Es ist schon ein paar Jahre her, ich war in meinen Vierzigern, da sah ich auf Arte einen Kurzfilm, der sich mit dem Phänomen „Beige“ beschäftigte. Nein, nicht mit chicem „Nude“ oder elegantem Creme. Mit Beige – Rentner-Beige um genau zu sein. Und mit der Frage: Warum die Garderobe mit zunehmendem Alter immer beiger wird und Frauen (und Männer) immer mehr verblassen.

Den Grund für die „Verbeigung“ habe ich nicht mehr im Kopf. Aber bis heute bin ich gewarnt: Niemalsnie will ich so altern – in Beige von der Blumenkohldauerwelle bis zu den Gesundheitstretern.

>> Mode kennt kein Alter: Bunt statt beige ist die Devise!

Inzwischen bin ich ein paar Jahre älter geworden. Und Beige wird man in meiner Garderobe tatsächlich suchen müssen. Stattdessen habe ich „Bunt statt beige“ zu meinem ganz persönlichen Modekonzept erkoren. Was nun nicht heißt, dass ich quietschbunt durch Gegend laufe. Nein, aber ich setze Farbe bewusst ein, um im Älterwerden sichtbar zu sein und zu bleiben.

Das klingt auch für Sie interessant? Dann habe ich ein paar einfache Tipps für Sie:

1. Seien Sie mutig

Ja, Farbe braucht Mut. Zweifellos. Wer einen knallroten Blazer trägt, wird eher gesehen, als jemand mit einer Jacke in unauffälligem Greige. Aber es muss ja auch nicht gleich der rote Blazer sein: Fangen Sie mit farbenfrohen Accessoires an und steigern Sie sich langsam.

2. Starten Sie mit Accessoires

Accessoires sind eine wunderbare Möglichkeit, die Garderobe in kleinen Schritten farbenfroher zu machen. Sie brauchen eine neue Tasche? Warum nicht mal eine in Rot statt in praktischem Mittelbraun? Davon haben Sie ja ohnehin schon zwei Schrank stehen. Selbiges gilt für Schuhe oder Modeschmuck. Tasten Sie sich langsam heran – und genießen Sie Blicke und Komplimente.

3. Wählen Sie neutrale Farben als Kontrast

Farbe braucht Kontrast, um wirken zu können. Für mich ist das in der Regel schwarz, ebenso gut funktionieren aber auch dunkles Braun oder Grau. Oder auch helle Neutrals – wie Creme, Beige (ja!) oder Weiß – besonders in Frühjahr und Sommer.

4. Beschränken Sie sich auf eine starke Farbe

Gelbe Jacke zur grünen Bluse und dazu noch eine marineblaue Hose? Uuups – lieber nicht! Mehr als maximal (!) zwei kräftige Farben sollten Sie in einem Outfit nicht kombinieren, sonst kann es schnell karnevalesque wirken. Toll sind hingegen Farbklammern, etwa rote Schuhe, roter Gürtel und ein Lippenstift im passenden Rotton. Oder blaue Schuhe, blaue Tasche und ein blauer Schal.

5. Gönnen Sie sich eine Farbberatung

Oft scheitert „mehr Farbe“ auch an der Unsicherheit: „Welche Farben stehen mir überhaupt?“ Ganz davon abgesehen: Rot ist ja nicht gleich Rot, Gelb nicht gleich Gelb. Der eine Farbtyp sieht in kühlen Tönen besonders gut aus, der andere in wärmeren.

Eine Farb- oder Stilberaterin kann diese Frage mit Ihnen professionell klären. Für den Anfang reicht vielleicht aber auch die Tochter oder die beste Freundin. Wichtig: Achten Sie bei der Bestimmung „Ihrer“ Farben auf gutes und natürliches Licht!

6. Schminken Sie sich!

Mehr Farbe im Outfit verlangt auch nach mehr Farbe im Gesicht. Damit meine ich kein starkes Make-up. Aber Lippenstift, Wimperntusche und Rouge sollten schon sein. Wer noch ein bisschen mehr tun will, betont die Augenbrauen leicht, denn das gibt jedem Gesicht mehr Ausdruck.

Das war’s dann auch schon! Ich wünsche Ihnen viel Freude mit mehr Farbe in Ihrer Garderobe!

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Susanne Ackstaller bloggt auf texterella.de über Mode und Lifestyle für Frauen ab 40.

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