15.12.2016

Black Mirror So entlarvt Model Deddeh Howard die Vorurteile der Modewelt

Deddeh Howard kämpft für mehr Vielfalt in der Mode-Branche. Ihre Kampagne "Black Mirror" geht gerade um die ganze Welt.

Foto: instagram.com/secretofdd

Deddeh Howard kämpft für mehr Vielfalt in der Mode-Branche. Ihre Kampagne "Black Mirror" geht gerade um die ganze Welt.

Im Internet heißt es „Sehen und Gesehen werden“. Model Deddeh Howard aus Liberia will gesehen werden – und auf ein Branchen-Problem aufmerksam machen.

Mit endlos langen Beinen, flachem Bauch und strahlendem Teint fliegen jedes Jahr unzählige „Engel“ über den Laufsteg. Die „Victoria’s Secret“-Show ist immer wieder aufs Neue ein Highlight und ein absoluter Hingucker. Wer als Model arbeitet, hat es sich meist als oberstes Ziel gesetzt, irgendwann einmal für das wohl berühmteste Unterwäsche-Label der Welt zu laufen oder zu posieren. Zuletzt wurden Kendall Jenner und Gigi Hadid in den Model-Olymp gehoben. Wer jedoch genau hinschaut, egal ob im Fernsehen, in Zeitschriften, Online oder auf Plakaten, bemerkt recht schnell, dass es sich meistens um weiße Models handelt, die einem da entgegenlächeln.

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Eine die genau dagegen jetzt ankämpfen will, ist das aus Liberia stammende Model Deddeh Howard. Wie? Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Fotografen Raffael Dickreuter stellte sie eine Fake-Kampagne mit dem Titel „Black Mirror“ auf die Beine. Dabei posierte die 27-Jährige unverblümt in zahlreichen, den Shootings und Werbekampagnen von berühmten Labels wie „Guess“, „Calvin Klein“ und eben auch „Victoria’s Secret“ nachempfundenen Posen – um zu verdeutlichen, dass Diversität in der Mode-Branche nach wie vor nicht gegeben ist.

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Absagen, weil sie schwarz ist

„Ich erlebe es bei Castings immer wieder. Agenten und Kunden sagen mir, dass sie meinen Blick und mein Gesicht toll finden – dass ich aber als schwarzes Model für den Job nicht in Frage komme. Agenturen sagen mir oft: 'Wir mögen deinen Look, aber es gibt schon dieses eine schwarze Mädchen'. Es sollte nicht nur ein schwarzes Mädchen geben, es kann mehr als eines geben!", erklärt sie im Interview mit BuzzFeed. „Es ist sehr schmerzhaft und ich fühlte mich unsicher und schlecht dadurch“, erklärt sie weiter. Genug Gründe, um die Kampagne „Black Mirror“ zu starten, denn mit ihrer Aktion will Deddeh anderen farbigen Models klar machen, dass sie genauso schön wie jeder andere auch sind.

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Nicht nur, dass die Bilder wunderschön geworden sind, das Model bekommt auch unfassbar viel positive Resonanz. „Ich bin sehr dankbar, dass die Leute das genauso sehen wie ich und dass die Leute mir sagen, dass ich eine Inspiration für sie bin. Das fühlt sich unwirklich an. Wir sollten für die Dinge kämpfen, an die wir glauben“, bekräftigt sie. Und neben der guten Tat und zahlreichen guten Karma-Punkten, wird Deddeh ab jetzt ganz sicher auch vermehrt in richtigen, bezahlten Kampagnen zu sehen sein. Und wer weiß, vielleicht ist die Mode-Welt ja jetzt bereit für mehr Naomi Campbells...

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